Bundesanstalt für Straßenwesen

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Fahreignung, Fahrausbildung, Kraftfahrerrehabilitation

Untersuchungen Wissenschaftliche Begleitung der Reform des Fahrlehrerrechts – summative Evaluation (82.0776)
Zur Ableitung qualifizierter Aussagen über die Wirksamkeit des seit 2018 reformierten Fahrlehrerrechts ist die BASt vom Bundesverkehrsministerium mit der wissenschaftlichen Begleitung der Reform beauftragt. Im Rahmen des Projekts „Untersuchungen zur wissenschaftlichen Begleitung des reformierten Fahrlehrerrechts“ (82.0702) wurde in einem Projektteil eine formative Evaluation der reformierten Fahrlehrerausbildung für den Erwerb der Fahrlehrerlaubnisklasse BE durchgeführt. In einem weiteren Projektteil wurde eine Konzeption zur summativen Evaluation der Reformschwerpunkte erarbeitet. Ziel des vorliegenden Projekts ist es, auf Basis der Empfehlungen des Projekts 82.0702 eine summative Evaluation (Wirkungsevaluation) bezogen auf die 4 Reformschwerpunkte durchzuführen – Optimierung der Fahrlehrerausbildung, Weiterentwicklung der Fahrschulüberwachung, Bekämpfung des Nachwuchsmangels und Bürokratieabbau.

Erhebung von Daten zu Vorerkrankungen in GIDAS (82.0775)
Die Rolle der Erkrankungen als Unfallursache wird wissenschaftlich kontrovers diskutiert. Es gilt als belegt, dass bestimmte Vorerkrankungen von Kraftfahrern das Unfallrisiko erhöhen. Die Rolle von Vorerkrankungen als Unfallursache beim einzelnen Unfall ist jedoch nur schwer erfassbar. Im Rahmen des von BASt und FAT gemeinsam betriebenen Forschungsprojekts „German In-Depth Accident Study“ (GIDAS) zur vertieften Erhebung von Verkehrsunfällen, gilt es nun die praktischen Erfassungsmöglichkeiten, die Selektion und die Güte sowie den Nutzen der Erfassung von Daten zu Vorerkrankungen zu untersuchen, vorzustellen und zu optimieren. Damit würde die Belastbarkeit von künftigen Auswertungen dieser Aspekte erhöht, weiterhin können künftig Erkenntnisse zur Rolle häufiger Erkrankungen bei der Unfallverursachung gewonnen werden.

SPI Methodik: Abweichendes Verkehrsverhalten – Nichtbefolgung von Regeln (82.0751)
Durch ihr Verhalten tragen Verkehrsteilnehmer ganz wesentlich zur Sicherheit im Straßenverkehr bei. Unangemessene Verhaltensweisen bergen ein hohes Unfallrisiko. Um solche Verhaltensweisen einzudämmen, mit denen Verkehrsteilnehmer sich und andere gefährden, wurden rechtliche Regelungen geschaffen, bei deren Nichtbefolgung Strafen und andere sekundärpräventive Maßnahmen drohen. Eine Klassifikation sicherheitsrelevanter Verstöße erfolgt zum Beispiel über das Fahreignungs-Bewertungssystem nach § 4 Straßenverkehrsgesetz. Problematisch ist, dass nur entdeckte Verstöße und Verstöße, die mit einer besonderen Schwere einhergehen, im Fahreignungsregister gespeichert werden. In der Unfallstatistik werden solche Verstöße nur aufgeführt, wenn sie maßgeblich als Unfallursache erkannt wurden. Dadurch entsteht ein Dunkelfeld unangemessener Verhaltensweisen, dessen Ausmaß kaum abzuschätzen ist. Ziel des Projektes ist es, einen geeigneten Indikator zur Regelbefolgung zu identifizieren und eine Erhebungsmethodik zu entwickeln, die das Dunkelfeld mit einbezieht und die regelmäßig wiederholt durchgeführt werden kann.

Key Performance Indicator Alkohol – Entwicklung einer Methodik und Ersterhebung (82.0758)
Als Key Performance Indicators (KPIs) werden Kennzahlen bezeichnet, anhand derer ein Fortschritt oder Erfüllungsgrad hinsichtlich wichtiger Zielsetzungen oder kritischer Erfolgsfaktoren gemessen oder ermittelt werden kann. Im Bereich der Straßenverkehrssicherheit dienen KPIs zur Erhebung der Effektivität und dem Nachweis von Fortschritten durch Maßnahmen und Initiativen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit. Das Fahren unter dem Einfluss von Alkohol stellt immer noch ein erhebliches Problem für die Sicherheit im Straßenverkehr dar. Für eine valide Erhebung eines KPI im Bereich von Trunkenheitsfahrten empfiehlt die EU Kommission die Durchführung von regelmäßigen Road Side Surveys. Diese Erhebungsmethodik lässt sich in Deutschland nicht umsetzen. Ziel dieses Projekts ist es, eine Methodologie zur Erhebung des KPI „Alkohol im Straßenverkehr“ zu entwickeln und eine erste Erhebung durchzuführen. Die wiederholte Durchführung der Erhebung in einem noch zu definierenden zeitlichen Abstand muss über viele Jahre hinweg möglich sein.