GSB 7.0 Standardlösung

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Zustandserfassung und -bewertung

Netzweite Früherkennung AKR-geschädigter Betonfahrbahndecken mit schnellfahrenden Messsystemen (04.0310)
Innerhalb der Zustandserfassung und -bewertung (ZEB) werden unter anderem die Substanzmerkmale (Oberfläche) der Fahrbahnoberflächen schnellfahrend mit bildgebenden Verfahren durch Messfahrzeuge erfasst. Bei der anschließenden Oberflächenbildauswertung ist bei der Betonbauweise derzeit für Schädigungen durch die sogenannte Alkali-Kieselsäure-Reaktionen (AKR) kein eigenständiges zu codierendes Merkmal definiert. Die Erfahrungen zeigen, dass der Schädigungsprozess der AKR von vielen Randbedingungen beeinflusst wird und der Schädigungsgrad unterschiedlich stark voranschreitet. Die Planung einer baulichen Erhaltungsmaßnahme im Falle einer nachgewiesenen AKR ist unumgänglich. Mit einer Früherkennung bieten sich Möglichkeiten der zeitlichen Planung. Gegebenenfalls sind Maßnahmen ergreifbar, die den Schädigungsprozess verlangsamen können. Im Rahmen des Projekts sollen daher die Möglichkeiten zur Früherkennung einer durch AKR geschädigten Betonfahrbahn untersucht werden. Hierbei stehen die Anforderungen hinsichtlich einer netzweiten und schnellfahrenden Erfassung im Fokus. Bei der Konzeptionierung ist darauf zu achten, dass die Möglichkeit der Einbindung in das derzeitige standardisierte Verfahren der ZEB besteht.

Kooperation zwischen Rijkswaterstaat (RWS) und BASt zu SKM-Griffigkeitsmessungen (3116001)
Vor dem Hintergrund der europäischen Harmonisierungs- und Standardisierungsbestrebungen haben die Niederlande in 2013 entschieden, ab dem Jahr 2016 die Griffigkeitsmessungen auf das in Deutschland netzweit eingesetzte Seitenkraftmessverfahren (SKM) umzustellen. Die BASt hat in diesem Zusammenhang die Aufgabe der Qualitätssicherung, das heißt die zeitbefristete Betriebszulassung und Fremdüberwachung der niederländischen Betreiberfahrzeuge, sowie die Durchführung von Kontrollprüfungen übernommen. Darüber hinaus begleitet die BASt den gesamten Umstellungs- und Implementierungsprozess bis einschließlich 2020 mit ihrer fachlichen Expertise und beteiligt sich an Forschungsaktivitäten, insbesondere hinsichtlich der Erfahrungssammlung mit offenporigen Belägen.

Erweiterung des Einsatzes des Bewerteten Längsprofils auf bauvertragliche Anwendungen und Vergleich mit dem herkömmlichen Abnahmeverfahren (04.0286)
Das Bewertete Längsprofil (BLP) ist in den TP Eben - Berührungslose Messungen beschrieben. Durch die bisherigen Forschungsvorhaben konnte die Brauchbarkeit für Zwecke der Zustandserfassung und –bewertung (ZEB) bestätigt und ein geeigneter Bewertungshintergrund abgeleitet werden. Mittlerweile wird das Verfahren in die europäische Normung eingebracht und vom Grundsatz her bestätigt. Aufgrund der bisherigen Zielstellung bezieht sich die Bewertung des BLP nur auf 100 beziehungsweise 20 Meter Abschnitte. Im Rahmen von bauvertraglichen Anwendungen hat sich jedoch gezeigt, dass die Ausgabe eines einzelnen 100 Meter beziehungsweise 20 Meter Wertes nicht zielführend ist. Hierzu fehlen validierte Ansätze für eine objektscharfe Bewertung der Längsebenheit. Insbesondere einer Differenzierung hinsichtlich der Häufigkeit von Toleranzüberschreitungen und deren Berücksichtigung im Rahmen eines Prüfprotokolls ist derzeit noch nicht geregelt. Für eine Einführung als Abnahmeverfahren fehlen Untersuchungen zur Vergleichbarkeit von bisherigen berührenden sowie berührungslosen Abnahmeverfahren und dem BLP. Ziel dieses Forschungsvorhabens ist daher, diese Lücken zu füllen und das Abnahmeverfahren für berührungslose Messverfahren zu öffnen.