Bundesanstalt für Straßenwesen

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Emissionen im Kraftfahrzeugbereich

On Board Diagnose (OBD): Analyse der OBD in Bezug auf zukünftig verfügbare Emissionsdaten für die Periodisch Technische Inspektion (PTI) (84.0536)
Die On-Board Diagnostik (OBD) gewinnt zunehmend für die Erfassung der Emissionen von Kraftfahrzeugen an Bedeutung. Mit Blick auf die Anpassung an den aktuellen Stand sowie Weiterentwicklung der Abgasuntersuchung (AU) ist Ziel des Projektes die Ermittlung eines zukünftigen, zusätzlichen Informationsbedarfs für die AU, der über die OBD-Schnittstelle abrufbar ist. Die aktuellen Erfordernisse in Bezug auf die OBD zur Überprüfung der emissionsrelevanten Komponenten sollen mittels einer Umfrage an die Überwachungsinstitutionen erfolgen. Ein weiteres Ziel ist die Betrachtung und Beurteilung unterschiedlichster bereits entwickelter Sensoren der Abgastechnik hinsichtlich der Eignung für eine OBD Anwendung zur AU von Kraftfahrzeugen. Es sollen Sensoren untersucht werden, die gesetzlich limitierte Emissionen in den aktuellen und zukünftigen Richtlinien im Bereich der Abgasnachbehandlung messen können. Ihre Anwendung soll analysiert und hinsichtlich ihrer Einsatzfähigkeit in Bezug auf die Periodisch Technische Inspektion (PTI) beurteilt werden.

On Board Diagnose – OBD (84.0537)
Durch die Weiterentwicklung der Motoren und der Abgasnachbehandlung ist eine veränderte Emissionssituation bei Kraftfahrzeugen entstanden. Hierzu zählen unter anderem die Stickoxidnachbehandlungssysteme bei Dieselfahrzeugen. Die Prüfung und Steuerung der Verbrennung und der Abgasnachbehandlungssysteme erfolgt zunehmend mit Sensoren und Plausibilitätsanalysen, welche unter anderem über Diagnosejobs validiert werden, die über die On-Board Diagnostik (OBD) eingeleitet werden. Die OBD gewinnt damit zunehmend für die Erfassung der Emissionen an Bedeutung. Mit Blick auf die Anpassung an den aktuellen Stand sowie die Weiterentwicklung der Abgasuntersuchung (AU) ist das Ziel dieses Forschungsprojekts, durch eine weit gefasste Recherche einen Überblick über die OBD im Bereich der Emissionsmessung zu erarbeiten. Dieser Überblick betrifft den Status Quo der aktuellen Richtlinien, Verordnungen und die praktische Ausführung in den am Markt befindlichen Fahrzeugen. Des Weiteren sollen durch die Studie die digitalen Übertragungsmöglichkeiten und das damit verbundene Entwicklungspotenzial für die Periodisch Technische Inspektion (PTI) benannt werden.

Alternative Kraftstoffe für den Straßenverkehr (84.0530)
Anhand einer Literatur-Kurzstudie ist der derzeitige Entwicklungsstand auf dem Gebiet der alternativen Kraftstoffe darzustellen, einschließlich synthetischer Kraftstoffe – sogenannte ‘e-fuels‘. Um die verschiedenen Kraftstoffe einer vergleichenden Betrachtung unterziehen zu können, soll die Studie alle relevanten Kriterien erfassen, die im Kontext mit der Nutzung/Produktion von potenziellen Alternativkraftstoffen für den Straßenverkehr von Belang sind. Der Fokus der Literaturrecherche ist dabei auf die Analyse unter anderem folgender Kriterien/Aspekte zu richten: Energieeffizienz/ Primärenergieaufwand zur Erzeugung des Kraftstoffes, Herstellungskosten, CO2- und Schadstoffreduktionspotenziale der Alternative, Verfügbarkeit, Verwendbarkeit des Kraftstoffes in der bestehenden Fahrzeugflotte respektive in konventionellen Verbrennungsmotoren, Kompatibilität zur vorhandenen Infrastruktur, Potenzial des Kraftstoffes als Ressource, Konkurrenz zu anderen bedeutenden Bereichen sowie Marktdurchdringungspotenzial in Deutschland/ in der Europäischen Union. Anhand der spezifischen Kriterien soll eine systematische Gegenüberstellung der betrachteten Kraftstoffalternativen erfolgen, die den umfassenden Vergleich der alternativ oder regenerativ erzeugten Kraftstoffe in Bezug auf die breitgefächerten Kriterien ermöglicht.

Pilotprojekt zu Emissionsmessungen mittels Remote Sensing Devices (84.0531)
Die realitätsnahe Ermittlung und Zuordnung der Emissionen von Kraftfahrzeugen im Straßenverkehr wird für aussagekräftige Analysen und zielgerichtete Maßnahmen immer bedeutsamer. In der aktuellen europäischen Abgasgesetzgebung wurde ein großer Schritt in diese Richtung durch die Einführung von RDE-Messungen (Real Driving Emissions) bei der Typzulassung von Pkw gemacht. Diese werden im Rahmen eines definierten Fahrprofils, das durch verschiedene Parameter festgelegt ist, absolviert. Das vorliegende Projekt soll die Möglichkeiten und Grenzen der optischen Messmethode „Remote Sensing Messung“ zur Erfassung von Abgasemissionen im Straßenverkehr aufzeigen. Es sollte erkennbar werden, wo die Messtechnik örtlich an Verkehrswegen eingesetzt werden kann, welche Emittenten erfassbar sind, wie die Datenqualität ist, welcher Datenaustausch mit anderen Behörden oder Institutionen erforderlich ist, um Motordaten mit den Emissionswerten abzugleichen und welche Erkenntnisse man aus den gewonnenen Messwerten erwerben kann. Die Emissionsmessung erfolgt im fließenden Verkehr. Neben der Beschleunigungsmessung der Fahrzeuge und der Kennzeichenerfassung werden mindestens folgende Werte gemessen und aufgezeichnet: CO, CO2, NO2, NO, HC, Partikel. Alle Fahrzeuge – auch leichte und schwere Nutzfahrzeuge sowie Motorräder – sollen von dem System erfasst werden.