GSB 7.0 Standardlösung

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Passive Fahrzeugsicherheit, Biomechanik

GIDAS 4.0 Weiterentwicklung der Erhebung (5221000)
Die Verkehrssicherheit in Deutschland hat in den letzten Jahrzehnten ein sehr hohes Niveau erreicht. Einen wesentlichen Beitrag hat dazu die nun mehr als 20 Jahre laufende German In-Depth Accident Study (GIDAS) geleistet. Die aus dieser Erhebung erworbenen Erkenntnisse und Resultate fließen laufend über die BASt in die Weiterentwicklung von Verkehrssicherheitsmaßnahmen ein und dienen gleichzeitig auch als Grundlage für neue Fahrzeugsicherheits- und Assistenz-Systeme. Durch neue technologische Entwicklungen und Mobilitätskonzepte sowie gesellschaftliche Trends werden allerdings langfristig die Parameter im Bereich der Verkehrssicherheit beeinflusst. Nur einige Beispiele dafür sind die zunehmende Elektrifizierung, Automatisierung und Vernetzung. Um die Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit über Forschung und Entwicklung auch weiterhin im Vorfeld abschätzen und frühzeitig Maßnahmen einleiten zu können, bedarf es auch Anpassungen bei der Erhebung und Auswertung der Daten innerhalb GIDAS. Dazu wird GIDAS sowohl inhaltlich als auch methodisch überarbeitet. Insbesondere wird das Projekt um neue Bausteine ergänzt, damit aktuelle und zukünftige Fragestellungen beantwortet werden können. Darüber hinaus werden die Kompetenzen in den Bereichen Infrastruktur, Psychologie und Medizin verstärkt. Hierfür werden unter anderem die Ergebnisse gezielt angestoßener Forschungsprojekte genutzt. Ziel ist es, GIDAS in der Neuausrichtung ab 2023 fortzuführen. Damit ist und bleibt GIDAS auch in Zukunft die wesentliche Datengrundlage für die Träger des Projekts, der BASt und der Forschungsvereinigung Automobiltechnik e.V. (FAT).

Statistischer und methodischer Ansatz zur Erhebung vertiefter Verkehrsunfalldaten (92.1006)
Die BASt betreibt gemeinsam mit der FAT seit 1999 das Forschungsprojekt „German In-Depth Accident Study“ (GIDAS) zur vertieften Erhebung von Verkehrsunfällen an den Standorten Hannover und Dresden (GIDAS 3.0). Im Rahmen des Projektes werden – ergänzend zu den polizeilich dokumentierten Verkehrsunfällen mit Personenschaden (Grundgesamtheit) – zusätzliche Unfallmerkmale erhoben. Da dies nicht bei allen Unfällen geschehen kann, wird gestützt auf einen Stichprobenplan eine weitestgehend unverzerrte Zufallsstichprobe in einem Gebiet erhoben, das das Gesamtunfallgeschehen in Deutschland möglichst repräsentativ darstellen kann. Im Rahmen der Etablierung von GIDAS 4.0 soll mit dem vorliegenden Projektvorhaben der methodische und statistische Ansatz der GIDAS neu bewertet werden. Die Hauptziele des Forschungsprojekts umfassen die Erarbeitung eines Stichprobenverfahrens für das Folgeprojekt GIDAS 4.0 und eines Modells, um auch anlassbezogene Unfallaufnahmen zu ermöglichen, sowie die Erarbeitung von Minimaldatensätzen an Variablen für die statistisch, repräsentative Erhebung und für die anlassbezogenen Unfalldatenaufnahmen.

Handbuch Rollstuhlbeförderung bei Ausschreibungen (82.0717)
Um die Mobilität von Menschen im Rollstuhl zu gewährleisten, werden speziell umgerüstete Pkw eingesetzt, in denen Rollstühle als Sitzplätze gesichert werden können, in denen die Insassen sitzend befördert werden. Die rechtlichen Anforderungen an die Rollstuhlbeförderung und die bestimmungsgemäße Verwendung geeigneter Rückhaltesysteme sind vielen Beteiligten nicht ausreichend bekannt. Insbesondere für kleinere Einrichtungen, die erstmals eine Rollstuhlbeförderung als Dienstleistung ausschreiben möchten, ist ein kurz gefasster Überblick über die Zusammenhänge der Rollstuhlbeförderung, in Form eines Handbuches, hilfreich. Das Handbuch soll Anwendern die rechtlichen und technischen Anforderungen an eine sichere Rollstuhlbeförderung verständlich darstellen und zudem einen kurzen Überblick über die Vergabe einer entsprechenden Fahrdienstleistung geben. Mit dem Fokus auf die Beauftragung von Beförderungsleistungen sollen Kernaspekte der sicheren Rollstuhlbeförderung (Technik, Organisation, Beschaffungsprozess) so aufgearbeitet werden, dass die Anwender der Broschüre die relevanten Rahmenbedingungen bei der Vergabe berücksichtigen können.

Entwicklung eines Thorax-Impaktors Innerhalb eines Thorax-Prüfverfahrens (82.0741)
Bei Fußgängern ist bei Unfällen der Thorax hinsichtlich der Verletzungshäufigkeit und -schwere neben Kopf und Bein eine der relevantesten Körperregionen. Dieser Umstand wird bei den Prüfverfahren nach aktueller Verordnung (EG) Nummer 78/2009 zum Schutz ungeschützter Verkehrsteilnehmer nicht berücksichtigt. Aufgrund dessen wurden im Rahmen des EU-Projekts SENIORS erste Grundlagenuntersuchungen hinsichtlich eines entsprechenden Komponentenversuchs und Entwicklung eines geeigneten Impaktors angestellt. Dabei hat sich die grundsätzliche Machbarkeit eines Komponententests herausgestellt, dabei allerdings auch gezeigt, dass das entwickelte Verfahren und der verwendete Impaktor einer Weiterentwicklung bedürfen und die Entwicklung eines biofidelen Thorax-Impaktors erforderlich ist. Es gilt nun, das im EU-Projekt SENIORS erarbeitete Verfahren zu verfeinern, einen biofidelen Impaktor für die Implementierung in Ausführungsbestimmungen für gesetzliche und Testprotokolle für Verbraucherschutz-Anforderungen zu generieren und das nun vorhandene Test- und Bewertungsverfahren entsprechend anzupassen. Mit dem neuen Thoraximpaktor soll im Rahmen eines Prüf- und Bewertungsverfahrens ein wesentlicher Beitrag zur Verbesserung der Verkehrssicherheit durch Verringerung der Unfallfolgen im Falle einer Pkw-Fußgänger-Kollision geleistet werden.

OSCCAR (5218003)
Das EU-Horizon-2020-Forschungsprojekt „Future Occupant Safety for Crashes in Cars“ (OSCCAR) beschäftigt sich mit der Bewertung und Verbesserung der Sicherheit für Fahrzeuginsassen, die an zukünftigen Unfällen mit hochautomatisierten Fahrzeugen beteiligt sind. Hochautomatisierte Fahrzeuge werden neue komfortablere Sitzpositionen ermöglichen (Drehsitze und sogar Liegepositionen). Weiterhin werden Kollisionen mit hochautomatisierten Fahrzeugen auch zu anderen Unfallszenarien und damit Belastungsarten der Fahrzeuginsassen führen. Um auch weiterhin alle Fahrzeuginsassen bestmöglich zu schützen, werden neuartige Insassenrückhaltesysteme erforderlich sein: Gurte, Airbags und neue Sitzkonzepte. Im OSCCAR-Projekt sollen Prinzipien für diese neuen innovativen System entworfen werden. Weiterhin sind zur Entwicklungs- und Bewertung dieser neuen Schutzsysteme insbesondere in neuen Anprallszenarien herkömmliche "Crashtestdummies" nicht mehr geeignet. Eine Alternative könnten numerische Menschmodelle sein. Diese virtuellen Modelle sind eine mögliche Grundlage für die virtuelle Prüfung hochautomatisierter Fahrzeuge. Die Weiterentwicklung und Verbesserung dieser virtuellen Test- und Entwicklungswerkzeuge ist ein weiteres Hauptziel des Projekts, um damit den kommenden Anforderungen der Fahrzeugsicherheit aus der Fahrzeugautomatisierung begegnen zu können (www.osccarproject.eu).

Evaluierung und Verbesserung der Biofidelität der Anpralleigenschaften und der Verletzungsprognosefähigkeit des Brustkorbes von numerischen Menschmodellen für neue Anprallszenarien (5217003)
Zur Verbesserung der Sicherheit von Verkehrsteilnehmern als Fahrzeuginsassen sowie auch der Sicherheit ungeschützter Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger und Radfahrer existieren unterschiedliche numerische Menschmodelle. Um die Bewertung von Unfall- und Verletzungsfolgen mit diesen Modellen zu ermöglichen, müssen diese ein menschenähnliches Anprallverhalten sowie menschenähnliche Verletzungsvorhersagefähigkeit bezüglich der zu bewertenden Körperregionen aufweisen. Der Brustkorb hat sich sowohl für Fahrzeuginsassen als auch ungeschützte Verkehrsteilnehmer als besonders gefährdete Körperregion gezeigt. Die Biofideliät der Menschmodelle in Fußgänger- und Radfahreranprallszenarien ist jedoch bisher nicht ausreichend untersucht worden. Gleiches gilt für die Anwendung der Menschmodelle als Fahrzeuginsassen in neuen Unfallszenarien, die sich aus automatisiert fahrenden Fahrzeugen ergeben, wie schräg- oder seitwärts gerichteten Sitzen oder in zukünftig vermehrt auftretenden Liegepositionen. Ziel ist die Verbesserung geeigneter verfügbarer Menschmodelle.

SENIORS (5215004)
Der rasante demografische Wandel in der EU stellt die europäischen Staaten vor große Herausforderungen. Zeitgleich ändern sich auch die Anforderungen an die Mobilität der älteren Bevölkerung. Der Besitz eines Führerscheins trägt heutzutage sowohl für Männer als auch für Frauen erheblich zur Unabhängigkeit bei. Die technische Entwicklung, wie zum Beispiel die Einführung von Elektrofahrrädern, ermöglicht den Zugang zu anderen Fortbewegungsmitteln. Während die Unfallzahlen eine Abnahme der Zahlen für Getötete und Schwerverletzte auf den Straßen der Europäischen Union ausweisen, steigt  der Anteil von älteren Verkehrsteilnehmern bei den Getöteten. Des Weiteren ist ein starker Anstieg von Übergewichtigen in der europäischen Bevölkerung zu verzeichnen, was eine Veränderung von Unfallmustern und –gefahren mit sich bringt. Das SENIORS (Safety ENhanced Innovations for Older Road userS) Projekt stellt den Schutz von älteren und stark übergewichtigen Verkehrsteilnehmern in den Mittelpunkt. Ziel ist die Verbesserung der passiven Fahrzeugsicherheit durch die Adaption von Testinstrumenten, Testverfahren und Testbewertungen aus der Gesetzgebung und Euro NCAP. Computersimulationen und experimentelle Tests bilden die Basis der wissenschaftlichen Entscheidungsgrundlage (www.seniors-project.eu).

Nutzen, Risiko automatisierten Fahrens: Verkehrssicherheit, Verkehrseffizienz und Umwelt (5415005)
Ein wissenschaftlich belastbares Forschungsergebnis zum Nutzen und Risiko des automatisierten Fahrens liegt bislang nicht vor. Schwerpunkt des vorliegenden Forschungsvorhabens ist deshalb die Wirkung automatisierten Fahrens auf die Verkehrssicherheit. Ebenfalls sind Effekte wie eine Änderung bezüglich Kraftstoffverbrauch/CO2-Emissionen und Verkehrseffizienz zu berücksichtigen.

Erhebungen am Unfallort (92.1002)
Aus der amtlichen Verkehrsunfallstatistik lassen sich nur in begrenztem Umfang Informationen zu den Unfallentstehungen, den Unfallabläufen und den Verletzungsmechanismen von Verkehrsunfällen analysieren. Diese Lücke lässt sich schließen, in dem spezielle Erhebungsteams regional Verkehrsunfälle nach rein wissenschaftlichen Aspekten dokumentieren. Um Rückschlüsse von größtmöglicher Allgemeinheit zu erhalten ist es notwendig, dass die regionalen Erhebungen eine Skalierung auf das Gesamtgebiet der Bundesrepublik zulassen. Zu diesem Zweck wurden in der Vergangenheit wissenschaftlich basierte Verfahren entwickelt, die ausgehend vom Erhebungsstandort Hannover, eine Hochrechnung auf das Bundesgebiet ermöglichen. Die Unfalldaten werden in einer gemeinsamen Datenbank gesammelt. Ziel des Projektes ist die Erhebung und Auswertung dieser Unfalldaten für die Erhebungsjahre 2015-2018.