GSB 7.0 Standardlösung

Verkehrserhebungen

Foto einer Dauerzählstelle auf der Autobahn Dauerzählstelle auf der Autobahn

Automatische Zählstellen

Seit 1975 werden Verkehrsmengen auf ausgewählten Abschnitten der Bundesautobahnen und außerörtlichen Bundesstraßen durch automatische Zählstellen erfasst. Die Daten werden von den Ländern im Auftrag des Bundes erhoben und der BASt quartalsweise übermittelt.

Das Zählstellennetz auf Bundesfernstraßen umfasst über 1.700 Zählstellen. Dabei sind die Bundesautobahnen dichter ausgestattet als die Bundesstraßen. Erfasst werden an den Zählstellen alle Kraftfahrzeuge (Kfz).

Je nach eingesetztem Gerätetyp können bis zu 9 Fahrzeugarten (einschließlich einer Kategorie "sonstige Kfz") unterschieden werden.

Auf der Basis der Daten der automatischen Zählstellen erfolgen jährlich zählstellenspezifische Auswertungen sowie die Berechnung der mittleren DTV (durchschnittlichen täglichen Verkehrsstärke) und Jahresfahrleistungswerte für Bundesautobahnen und außerörtliche Bundesstraßen. Grundlage für die Berechnung der allgemeinen Verkehrsentwicklung auf Bundesautobahnen und außerörtlichen Bundesstraßen bilden die Ergebnisse der manuellen Straßenverkehrszählung.

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Manuelle Straßenverkehrszählungen

Im Rahmen der manuellen Straßenverkehrszählungen (SVZ) werden Verkehrsstärken auf Autobahnen und Bundesstraßen im Fünfjahres-Turnus erhoben. Bei diesen manuellen Zählungen wird der Verkehr im außerörtlichen Bundesfernstraßennetz als zeitliche Stichprobe über ausgewählte Tage/Stunden eines Jahres flächendeckend erhoben.

Die Zählungen werden nach einheitlichen Richtlinien von den Straßenbauverwaltungen der Länder organisiert. Die Erhebungen decken das gesamte außerörtliche Bundesfernstraßennetz ab. Darüber hinaus wird nach dem Ermessen der Länder auch auf Landes-, Kreis- und Gemeindestraßen im bundeseinheitlichen Erhebungsdesign gezählt.

Für die genannten Straßen liegen detaillierte Ergebnisse zu nahezu jedem Netzabschnitt in den zuvor genannten Bereichen vor. Diese werden auch im Bundesinformationssystem Straße (BISStra) kartographisch dargestellt.

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Achslasterfassung

Zur Untersuchung der tatsächlichen Beanspruchung von Straßen und Brücken hat die BASt ein bundesweites Achslastmessstellennetz aufgebaut. An 21 Querschnitten werden an den Hauptfahrstreifen (und teilweise dem ersten Überholfahrstreifen) die Fahrzeuge detektiert und verwogen. Dafür sind in die Fahrbahn Sensoren eingelassen, die den fließenden Verkehr erfassen. Für jedes Fahrzeug werden die Fahrzeugart, die Geschwindigkeit, der Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug, die Achsabstände sowie die Achsgewichte und das Gesamtgewicht bestimmt. Durch statistische Auswertung aller Informationen lassen sich die Dimensionierungen im Straßenbau und die Lastmodelle im Brückenbau optimieren.

Grafik zeigt die Häufigkeitsverteilung der Gesamtgewichte an den Achslastmessstellen Häufigkeitsverteilung der Gesamtgewichte an den Achslastmessstellen 2017

Im Weiteren werden die Achslastdaten vom Bundesamt für den Güterverkehr (BAG) als Vorselektion bei der Gewichtskontrolle genutzt. Auffällige Fahrzeuge können gezielter herausgewunken und statisch nachverwogen werden.

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