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Objektkatalog für das Straßen- und Verkehrswesen (OKSTRA®)

Im Unterschied zu Gebäuden wird der Lebenszyklus der Straße meist nicht – nach Planung, Bau und Betrieb – durch Rückbau beendet. In der Regel wird der Zyklus erneut durch Planung, Entwurfserstellung, Umbau oder Neubaumaßnahmen in einem Kreislauf fortgeführt.

Die detaillierte Betrachtung der Planung führt zu Leistungsphasen, die mit IT-Verfahren bewältigt werden. Gleiches gilt für den Betrieb der Straße. Für das Asset-Management ist der Austausch von Daten zwischen den IT-Verfahren erforderlich, von der geobasierten Aufnahme von Straßeninformationen über die Erfassung von Zustandsdaten bis zur strategischen Erhaltungsplanung. Dabei ergeben sich zwei grundsätzliche Probleme:

  1. Bei der Übergabe von Informationen von einem Prozess zum nächsten: In den Programmen sind unterschiedliche Strukturen der benötigten Informationen implementiert. Als Folge müssen die Ergebnisse eines Programms für den Folgeprozess auch heute noch vielfach mühsam von Hand aufbereitet oder sogar erneut digitalisiert werden.
  2. Bei der Übergabe von Informationen zwischen verschiedenen Programmen eines Prozesses (zum Beispiel zwischen Entwurfsprogrammen): Die Ergebnisse eines Ingenieurbüros können in der Verwaltung nicht weiter bearbeitet werden, weil die Softwarehersteller in ihrer Software unterschiedliche Strukturen für die benötigten Informationen implementiert haben.

OKSTRA Prozesskette

Die Lösung dieser Probleme liegt in einer Standardisierung der auszutauschenden Informationen. Alle Prozesse, das heißt alle beteiligten IT- Verfahren müssen gleiche Namen und gleiche Strukturen für Informationen benutzen. Diese Informationen werden auch Objekte genannt. Objekte sind Gegenstände unserer realen Welt, die man sehen, beschreiben, messen oder benutzen kann. Dies sind zum Beispiel eine Straße, ein Baum, ein Verkehrszeichen, ein Grenzzaun, eine Achse, ein Netzknoten.

In einem Forschungsprojekt wurden die beteiligten Prozesse analysiert, die auszutauschenden Informationen (Objekte) definiert und in einem Katalog (dem Objektkatalog OKSTRA) abgelegt. OKSTRA ist vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung als bundesweiter Standard eingeführt. Viele Softwarehersteller berücksichtigen inzwischen in ihrer Software die OKSTRA-Definitionen und ermöglichen so einen verlustfreien Datenaustausch. Die weitere Entwicklung konzentriert sich auf die Übergabe der Daten aus der Ausführungsplanung in den Bau und dem Rücklauf der Daten aus der Bauausausführung, damit die Anwendung der Methode BIM ohne den Verlust von Daten durchgeführt werden kann. Für die Fortschreibung des OKSTRA ist eine Pflegestelle eingerichtet worden.

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