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SKM - Seitenkraftmessverfahren

Das Seitenkraftmessverfahren (SKM) ist ein Verfahren zur Messung und Bewertung der Griffigkeit von Straßen.

Das Bild zeigt das Messfahrzeug Seitenkraftmessverfahren

Um die Griffigkeit möglichst realitätsnah und vergleichbar zu ermitteln, werden Messungen unter festgelegten Randbedingungen und mit speziellen Messreifen durchgeführt.

Hierbei wird die Seitenkraft am definiert schräg laufenden Messrad bestimmt. Da vor allem bei Nässe ein niedriger Kraftschluss zwischen Fahrbahn und Reifen auftreten kann, wird die Fahrbahn während der Messung im Bereich der Messradspur mittels eines Wasserschuhes angenässt. Das notwendige Wasser wird in einem Vorratstank mitgeführt und vor dem Messrad auf die Fahrbahn aufgebracht. Zur Erzeugung einer rechnerisch konstanten Wasserfilmdicke wird die Wassermenge fahrgeschwindigkeitsabhängig dosiert.

Messtechnik

Bei der SKM wird der Seitenkraftbeiwert auf angenässter Fahrbahn an einem, im Winkel von 20° schräglaufenden, Messrad bestimmt. Das Messrad wird an einer Schwinge, die sich über eine Feder/Dämpfereinheit an einem absenkbaren Hilfsrahmen abstützt, geführt. Die statische Radlast (Normalkraft) entspricht der Summe der Gewichtskraft des Hilfsrahmens und der hieran montierten Teile. Während der Messfahrt wird die am schräglaufenden Messrad in Richtung Messradachse wirkende Seitenkraft durch eine Kraftmessdose gemessen. Der Seitenkraftbeiwert μ entspricht SKM dem Quotienten aus Seitenkraft und Radlast (Normalkraft).

Das Bild zeigt eine Prinzipskizze und eine Detailaufnahme des Messrades

Technische Daten

  • Kennwert: Seitenkraftbeiwert
  • Messreifen: SKM-Messreifen, Größe 3 x 20"
  • Messradfelge: 1,75 x 20"
  • Reifenüberdruck: 3,5 bar ± 0,1 bar
  • Schräglaufwinkel: 20° ± 1,0°(ca. 34 % Schlupf)
  • Sturz: 0° ± 1,0°
  • Radlast (statisch): 200 kg ± 1 kg (1960 N ± 10 N)
  • Wasserfilmdicke (rechnerisch): 0,5 mm
  • Wasserfilmbreite (rechnerisch): 80 mm
  • Messgeschwindigkeit: 20-120 km/h
  • Wassertankkapazität: 6000 l (rechn. Messstrecke: 150 km)
  • Einzelwertintervall/Zykluslänge: 0,1-20 m (frei wählbar)
Fachbetreuung: Jürgen Cadera, Kevin Storz, André Meyer