GSB 7.0 Standardlösung

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EFA - Erfassungssystem zur Fahrbahnoberflächenanalyse

Erfassen und Bewerten von Oberflächeneigenschaften

Das Bild zeigt das Erfassungssystem zur Fahrbahnoberflächenanalyse

Die BASt betreibt mit dem Messsystem EFA ein Messfahrzeug, mit dem gleichzeitig die Längs- und Querebenheit von Fahrbahnen erfasst werden kann. Diese Daten sind u.a. eine wichtige Grundlage für die Bewertung des Zustandes von Straßen im Rahmen des Erhaltungsmanagements.

Erfassung der Längsebenheit

Das Bild zeigt eine Skizze zu Lasertriangulation Lasertriangulation - Technik und Messprinzip

Die Erfassung der Längsebenheit erfolgt durch jeweils 4 Lasertriangulationssensoren nach dem Verfahren der Mehrfachabtastung - High-Speed-Road-Monitor-Verfahren (HRM) - mit einer Messbasislänge von 2 m beziehungsweise 4 m. Die Laser sind an einem starren Messbalken senkrecht nach unten
gerichtet befestigt. Dieser ist unter dem Fahrzeugboden in der Rollspur des rechten Vorderrades des Messfahrzeuges montiert und vom Fahrzeug schwingungstechnisch entkoppelt.

Das Längsprofil wird aus Lasermesswerten in Intervallen von 0,1 m ermittelt.

Zur Charakterisierung der Längsebenheit werden aus dem Längsprofil unter anderem die „Allgemeine Unebenheit“ bzw. die Kennwerte des „Bewerteten Längsprofils“ berechnet.

Technische Daten

  • Anzahl der Lasersensoren: 5
  • Position der Sensoren: rechte Radspur
  • Aufzeichnungsintervall der Höhenprofildaten: 0,1 m
  • Wellenlängenprofil: 0,2 bis größer 200 m
  • Arbeitsbereich der Lasersensoren: ± 100 mm
  • Messgeschwindigkeit: ≤ 100 km/h

Erfassung der Querebenheit

Die Erfassung der Querebenheit erfolgt mit 41 Lasertriangulationssensoren, die hinter der Hinterachse an einem vom Fahrzeugbau entkoppelten starren Rahmen angebracht sind. Zum Erreichen der Messbreite von 4 m bei einer Fahrzeugbreite von 2,4 m sind jeweils die äußeren 9 Lasersensoren maximal 63° schräggestellt und an der Fahrzeugseite bis zu einer Höhe von 1,7 m installiert.

Als Personenschutz ist für den Bereich der seitlichen Lasersensoren rechts und links ein Ultraschallsensor angebracht, der die Laserstrahlung bei Erkennung eines Objektes im unmittelbaren Laserbereich abschaltet.

Das Bild zeigt das Erfassungssystem zur Fahrbahnoberflächenanalyse

Für den absoluten horizontalen Bezug des Querprofils und für die Bestimmung der profilbezogenen Querneigung der Fahrbahnoberfläche ist in das Messfahrzeug ein Inertialsystem, bestehend aus Kreisel-, Neigungs- und Beschleunigungssensoren, eingebaut.

Die Höhenmessdaten der Lasersensoren (Abstand zur Fahrbahn) werden zusammen mit den Signalen des Inertialsystems und eines Wegimpulsgebers (genaue Erfassung der zurückgelegten Wegstrecke und Geschwindigkeit) digital verarbeitet.

Unabhängig von der gefahrenen Geschwindigkeit erfolgt je 0,1 m Fahrstrecke eine Messung. Die erfassten Daten werden statistisch so aufbereitet, dass je 1 m Fahrstrecke ein horizontbezogenes Querprofil für die weitere Auswertung vorliegt.

Die Charakterisierung der Querebenheit erfolgt unter anderem anhand der Kennwerte „Spurrinnentiefe“ und „Fiktive Wassertiefe“ in den Spurrinnen sowie „Querneigung“.

Technische Daten

  • Anzahl der Lasersensoren: 41
  • Messbreite: 4 m
  • Messpunktabstand in Querrichtung: 0,1 m
  • Messintervall: 0,1 m
  • Arbeitsbereich der Lasersensoren: ± 100 mm
  • Messgeschwindigkeit: ≤ 100 km/h
Fachbetreuung: Maria Schwalbe und Günter Häpp