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duraBASt - Demonstrations-, Untersuchungs- und Referenzareal der BASt

Das Bild zeigt ein Luftbild des duraBASt

Die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) schafft die Voraussetzungen dafür, dass die Straßen in Deutschland für die Herausforderungen der Zukunft gerüstet sind, die sich aus Güterverkehrszunahme, Klimawandel, Energiewende, Rohstoffknappheit et cetera ergeben.

Ziel ist es, die Straßeninfrastruktur sicher, verlässlich, emissionsarm und nachhaltig bauen und betreiben zu können. Mit dem neuen Demonstrations-, Untersuchungs- und Referenzareal der BASt – kurz duraBASt – wird dieses Ziel verfolgt.

Die weltweit einzigartige Versuchseinrichtung ermöglicht durch die Erstellung von diversen Untersuchungsfeldern und Demonstratoren realitätsnahe Erprobungen im Maßstab 1:1, bei denen neue Baustoffgemische, Bauweisen oder Bauverfahren zeitraffend belastet und auf ihre Dauerhaftigkeit hin geprüft werden. So soll die erforderliche Zeitspanne von der Idee einer Innovation bis zu ihrem Regeleinsatz deutlich verkürzt werden.

Die BASt ist darüber hinaus für die Koordinierung und Überwachung des bundesweiten Erfassungsprozesses im Rahmen der Zustandserfassung und -bewertung (ZEB) verantwortlich. Die verschiedenen Referenzstrecken auf dem duraBASt dienen der Qualitätssicherung von Messfahrzeugen der ZEB. Sie setzen neue Maßstäbe bei der Zulassung dieser Messfahrzeuge und tragen dadurch wesentlich zur Verbesserung der Erfassung von Straßenschäden und der daraus abzuleitenden Erhaltungsplanung bei.

Areal

Das Gelände liegt im Autobahnkreuz Köln-Ost (A3/A4). Das gesamte Gelände hat eine Grundfläche von rund 25.000 Quadratmetern und eine Gesamtlänge von gut einem Kilometer. Es sind unterschiedliche Brückenbauwerke, eine tunnelähnliche Situation unter einer Brücke, Lärmschutzwände und Entwässerungsanlagen vorhanden sowie freie Streckenabschnitte. Damit stellt das Areal eine umfängliche Miniatur der eutigen Straßenverkehrsinfrastruktur und des unmittelbaren Straßenraums dar.

Die räumliche Nähe zur BASt und zur Metropolregion Köln/Bonn fördert die Vernetzung mit nationalen und internationalen Partnern aus Wissenschaft, Industrie, Verwaltung und Politik.

Demonstrations- und Untersuchungsstrecken

Die zur Verfügung stehenden Demonstrations- und Untersuchungsstrecken haben eine maximale Länge von jeweils rund 100 Metern und eine Breite von vier und fünf Metern. Die Strecken werden unter realitätsnahen Bedingungen mit handelsüblichen Straßenbaumaschinen eingebaut.

Nachfolgend können sie zeitraffend mit dem BASt-eigenen Mobile Load Simulator (MLS30) belastet werden. Das Verhalten der zu untersuchenden Straßenkonstruktionen kann mittels eingebetteter Sensorik überwacht und in regelmäßigen Abständen mit zerstörungsfreien Messmethoden (Falling Weight Deflectometer, Georadar, Zustandserfassung) geprüft werden.

Das Bild zeigt den Einbau einer Untersuchungsstrecke (links) und die Simulation der Verkehrsbelastung mit dem MLS30 (rechts) Einbau einer Untersuchungsstrecke (links) und Simulation der Verkehrsbelastung mit dem MLS30 (rechts)

Referenzstrecken

Für die Qualitätssicherung und Weiterentwicklung der in der Straßenzustandserfassung eingesetzten Messtechnik bedarf es moderner und innovativer Prüfeinrichtungen. Da die Referenzstrecken auf dem duraBASt nicht in das öffentliche Straßennetz eingebunden sind, unterliegen sie keinen kontinuierlichen
Veränderungen, die insbesondere durch die Verkehrsbelastung hervorgerufen werden. Sie weisen definierte und dauerhafte Merkmale und Eigenschaften auf, mit derene Hilfe die Messsysteme in ihren jeweiligen Grenzbereichen getestet werden können.

Das Bild zeigt das MEFA Erfassung der Querebenheit mit Laserscanner (links) und des Oberflächenbildes mit Zeilenkameras (rechts)

Der Qualitätssicherungsprozess kann so auf Oberflächen mit unterschiedlichen, definierten Merkmalen erfolgen und nicht mehr ausschließlich im Vergleich zu Referenzmessfahrzeugen. Hierdurch steigt die Objektivität der Prüfungen und die zulässigen Prüftoleranzen können aufgrund der konstanten Randbedingungen enger gefasst werden. Folglich ist mit einer höheren Messgenauigkeit zu rechnen. Darüber hinaus kann die wissenschaftliche Erforschung neuer Parameter zur Beschreibung des Oberflächenzustandes erfolgen.

Neben einer Längsebenheitsstrecke befindet sich auf dem Areal eine Wankstrecke mit unterschiedlichen Querebenheiten, eine Griffigkeitsstrecke, eine Strecke mit Substanzmerkmalen (Oberfläche) sowie eine Texturstrecke.

Fakten

  • Baubeginn: Juni 2015
  • Bauzeit: rund zwei Jahre
  • Kosten: rund 13 Millionen Euro
  • Nutzungsdauer: rund 30 Jahre
  • Länge: rund ein Kilometer
  • Fläche: rund 25.000 Quadratmeter
  • Demonstratoren undUntersuchungsareale: 16
  • Referenzflächen: Längsebenheit, Querebenheit, Griffigkeit, Substanzmerkmale (Oberfläche) und Textur

Weitere Informationen

Fachbetreuung: Stefan Höller