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Verkehrssicherheitsindikatoren: Internationale Erfahrungen

Verkehrssicherheitsindikatoren (Safety Performance Indicators, SPI) werden genutzt, um Änderungen des Sicherheitsniveaus im Straßenverkehr, ergänzend zu den etablierten Unfallkenngrößen, differenzierter abzubilden. Die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) initiierte eine Analyse der in 24 Ländern genutzten SPI. Die Studie ist ein wichtiger Beitrag, um die Entwicklung und Etablierung weiterer solcher Indikatoren in Deutschland voranzutreiben.

Das Bild zeigt eine Collage von 4 Bildern aus verschiedenen Bereichen der Verkehrssicherheitsarbeit, in denen Verkehrssicherheitsindikatoren genutzt werden Ob Verkehrsverhalten, Fahrzeugtechnik oder Straßenverkehrsinfrastruktur – in vielen Bereichen der Verkehrssicherheitsarbeit werden SPI genutzt

Aufgabenstellung

Die Entwicklung der Verkehrssicherheit wird üblicherweise durch Unfallkenngrößen bestimmt. Allgemeinere Kenngrößen, die SPI, gewinnen sowohl international als auch national zunehmend an Bedeutung. Die BASt beauftragte deshalb das Institut für empirische Soziologie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg mit der Ermittlung der auf internationaler Ebene bereits genutzten entsprechenden Ansätze. Ziel war eine systematische Identifizierung und Analyse der SPI, die in anderen Ländern bereits verwendet werden. Die in der vorliegenden Studie erarbeiteten Ergebnisse dienen als Grundlage für die Weiterentwicklung von SPI in Deutschland.

Untersuchungsmethode

Die Identifizierung der SPI erfolgte maßgeblich durch eine systematische Recherche in Literaturdatenbanken und über die Befragung internationaler Experten. Alle SPI wurden, zusammen mit Länderinformationen, analysiert und den Bereichen Verkehrsverhalten, Fahrzeugtechnik, Straßeninfrastruktur und Rettungswesen zugeordnet. Die Rechercheergebnisse wurden abschließend länder- und indikatorspezifisch in einer Datenbank aufbereitet.

Ergebnisse

Insgesamt wurden 120 SPI aus 21 europäischen und 3 außereuropäischen Ländern für die weitere Analyse ausgewählt. Die hohe Anzahl spiegelt auch die große Bandbreite von in der Verkehrssicherheitsarbeit genutzten SPI wider.

Allerdings ergab die Auswertung eine große Heterogenität hinsichtlich des Implementierungsgrades im jeweiligen nationalen Kontext. So wird die Einbindung von SPI in eine Verkehrssicherheitsstrategie, die Setzung von Zielwerten für SPI sowie das aktive SPI-Monitoring und dessen Umsetzung in Verkehrssicherheitsmaßnahmen in den einzelnen Ländern unterschiedlich gehandhabt. Die Vergleichbarkeit wird unter anderem durch die inhaltliche Ausrichtung der Indikatoren und eine variierende Dokumentationstiefe erschwert. Auch die unterschiedlichen rechtlichen Rahmenbedingungen, welche auch Einfluss auf die verwendete Erhebungsmethodik haben, beeinflussen die Vergleichbarkeit

Folgerungen

Die BASt erhebt bereits seit den 70er Jahren regelmäßig SPI. Mit den Ergebnissen der hier durchgeführten Studie liegt eine umfangreiche Basis für die Entwicklung weiterer SPI im Bereich der Verkehrssicherheit für Deutschland vor. Ebenfalls bieten sich vielfältige Anknüpfungspunkte, beispielsweise hinsichtlich der Implementierung und dem Monitoring der Entwicklung der Verkehrssicherheit. Die Ergebnisse werden auch für laufende und geplante BASt-Forschungsprojekte zur Entwicklung weiterer SPI genutzt. Hierzu zählen unter anderem die Entwicklung einer Methodik zur Erfassung von Fahrten unter Alkoholeinfluss, die Erstellung des Erhebungsdesigns für das Infrastruktursicherheitsverbesserungspotenzial, die Erfassung von Nutzungsgraden von sicherheitsrelevanten Assistenzsystemen und automatisierten Fahrfunktionen sowie zur Wahrnehmung des Verkehrsklimas.

  • Kontakt

    Bundesanstalt für Straßenwesen
    Brüderstraße 53
    51427 Bergisch Gladbach
    Info-Service
    Telefon: 02204 43-9101
    Fax: 02204 43-2550
    info@bast.de

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