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Sicherheitsfördernde Maßnahmen für Fahranfänger nach dem Fahrerlaubniserwerb

Die ersten Jahre der Fahrkarriere von Fahranfängern sind geprägt von einer hohen Unfallbeteiligung. Auf Initiative des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) bildete die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) eine Projektgruppe, in der Maßnahmen zur Absenkung des hohen Unfallrisikos von Fahranfängern erarbeitet werden sollten. Die von der Projektgruppe vorgeschlagenen Maßnahmen sollen zukünftig dazu beitragen, dass Fahranfänger am Beginn ihrer Fahrkarriere auf der Straße sicherer unterwegs sind.

Das Bild zeigt eine Fahranfängerin Sicherheitsfördernde Maßnahmen machen den Fahrstart leichter (Bild: ljubaphoto/Getty Images)

Aufgabenstellung

Das Risiko, in einen Verkehrsunfall verwickelt zu werden, ist bei Fahranfängern ungleich höher als bei Verkehrsteilnehmern, die bereits über mehrjährige Fahrerfahrung verfügen. Im Auftrag des BMVI bildete die BASt deshalb 2013 eine Projektgruppe. Mit dem Fokus auf die Hochrisikophase sollte die Projektgruppe weiterführende Maßnahmen für die Phase der Höchstgefährdung – unmittelbar am Anfang des selbstständigen Fahrens – erarbeiten. Berücksichtigt werden sollten Möglichkeiten sowohl des erweiterten Fahrerfahrungsaufbaus unter risikoarmen Bedingungen als auch der Verstärkung protektiver Regelungen sowie Verfahren der edukativen Intervention.

Untersuchungsmethode

Die von der BASt einberufene „Projektgruppe Hochrisikophase Fahranfänger“ (PGHR) bestand aus Vertretern der verkehrspolitischen Fachebene von Bund und Ländern, Experten der Praxisverbände sowie externen Wissenschaftlern und den Fachreferenten der BASt. Zwischen Februar 2014 und Oktober 2018 fanden insgesamt 10 Sitzungen der Projektgruppe statt, sowie mehrere Sitzungen zweier Unterarbeitsgruppen (UAG). Die UAG Fahrpraxismaßnahmen beschäftigte sich verstärkt mit Möglichkeiten des erweiterten Fahrerfahrungsaufbaus unter risikoarmen Bedingungen. In der UAG Edukative Maßnahmen wurden fahranfängerspezifische Schulungsmaßnahmen erarbeitet. Die Projektgruppenarbeit erfolgte im Rahmen eines 2-stufigen Vorgehens. Nach der Erstellung eines groben Konzeptes erfolgte eine Ausarbeitung konkreter Maßnahmenvorschläge. Dabei wurde auch berücksichtigt, dass sich Fahranfänger in Abhängigkeit von ihrer jeweiligen Lebenssituation für verschiedene Möglichkeiten zur Förderung der sicheren Teilnahme am Verkehr nach dem Fahrerlaubniserwerb entscheiden können sollen.

Ergebnisse

Für eine zukünftige Ausrichtung des deutschen Systems der Fahranfängervorbereitung in der Phase nach der obligatorischen Fahrausbildung und Fahrerlaubnisprüfung wurde ein Optionsmodell mit 3 wesentlichen Elementen ausgearbeitet: So sollte die Probezeit von derzeit 2 auf 3 Jahre ausgedehnt werden. Durch diese zeitliche Ausdehnung sollen Fahranfänger länger zu einem vorsichtigen und regelkonformen Fahren angehalten werden. Weiterhin wird vorgeschlagen, durch eine freiwillige Teilnahme an qualifizierten Maßnahmen die Probezeit um bis zu 12 Monate zu reduzieren. Somit ergibt sich als Untergrenze eine 2-jährige Probezeit entsprechend der derzeitigen Probezeitregelung. Als qualifizierte Maßnahmen werden sowohl Begleitetes Fahren als auch edukative Maßnahmen vorgeschlagen. Letztere werden zudem ausführlich im Rahmen zweier eigenständiger Berichtsbeiträge dargestellt, die – zusätzlich zur Projektgruppenarbeit – von den Erstellern der edukativen Maßnahmen in Auftrag gegeben wurden.

Folgerungen

Die Ergebnisse der Projektgruppenarbeit wurden den entsprechenden Gremien sowie der Verkehrsministerkonferenz vorgestellt. Die Möglichkeiten und Bedingungen der rechtlichen Umsetzung werden nun geprüft und diskutiert.

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    Bundesanstalt für Straßenwesen
    Brüderstraße 53
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    Telefon: 02204 43-9101
    Fax: 02204 43-2550
    info@bast.de

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