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Führung des Radverkehrs an Landstraßen

BASt-Bericht V 330

Reinhold Baier, Philipp Leu, Julia Rittershaus, BSV Büro für Stadt- und Verkehrsplanung Dr.-Ing. Reinhold Baier GmbH Aachen
72 Seiten
Erscheinungsjahr: 2020
Projektnummer: 21.0055
Preis: 00,00 €

Dieser Bericht steht ausschließlich kostenfrei im elektronischen BASt-Archiv ELBA zur Verfügung.

In Deutschland haben sich laut der amtlichen Straßenverkehrsunfallstatistik im Jahr 2013 rund 10 Prozent (absolut 6.585) der Unfälle mit Personen- und schwerwiegendem Sachschaden mit Beteiligung von Radfahrern an Außerortsstraßen (ohne Autobahnen) ereignet.

Bei Straßen der Entwurfsklasse 3 (EKL 3) ist nach den Richtlinien für die Anlage von Landstraßen (RAL, 2012) zu prüfen, ob der Radverkehr auf der Fahrbahn oder aus Gründen der Verkehrssicherheit und des Verkehrsablaufs auf fahrbahnbegleitenden Radwegen beziehungsweise gemeinsamen Geh- und Radwegen geführt werden soll. Zu berücksichtigen sind dabei Stärke und Geschwindigkeit des Kfz-Verkehrs, Anteil des Schwerverkehrs und Übersichtlichkeit der Straße sowie Stärke des Radverkehrs und Anteil schutzbedürftiger Radfahrer.

Ziel dieses Forschungsvorhabens war es durch Unfallanalysen und Analysen des Verkehrsablaufs, ein Gefährdungspotenzial des Radverkehrs auf Strecken und an Knotenpunkten zweistreifiger Landstraßen zu ermitteln. Nach einer makroskopischen Unfallanalyse für die Jahre 2008 bis 2012 erfolgten empirische Untersuchungen an insgesamt 17 Strecken an Bundes- und Landesstraßen mit insgesamt 20 Messeinheiten. Dabei wurden die Merkmale Geschwindigkeit, Abstand usw. von über 13.000 Überholvorgängen von Kfz durch Messfahrten mit einem Pedelec erfasst und analysiert. Aus einer Detailanalyse des Unfallgeschehens an 61 Knotenpunkten mit vorfahrtregelnden Verkehrszeichen (ohne Kreisverkehre) konnten Empfehlungen zur Führung des Radverkehrs an Knotenpunkten abgeleitet werden.

Management of cycling on rural roads

In Germany in 2013 around 10 percent (i.e. 6,585) accidents involving personal injury and serious material damage, around 10 percent of the bicycle accidents (traffic accidents involving cyclists) occurred on rural roads (not considering motorways).

According to the guidelines for the design of rural roads (RAL, 2012), especially in the case of roads of design class 3 (EKL 3) it has to be examined, whether bicycle traffic can be routed on the carriageway or whether, for safety reasons and traffic flow, cycle traffic should be routed on a separate cycle path. Such consideration should consider volume and speed of motor vehicle traffic, the percentage of heavy truck traffic, the openness of the road as well as the volume of bicycle traffic, and its share of vulnerable cyclists.

The aim of this research project was, to establish the risk potential of cycle traffic on roadways and intersections on two-lane rural roads, applying accident and traffic flow analysis. After a macroscopic accident analysis of road accident statistics for the years 2008 to 2012, an empirical investigation were carried out on a total of 17 roadways of federal and regional roads, with a total of 20 measurement units. By means of a specially equipped pedelec, the characteristics speed, distance, etc. of more than 13,000 overtaking manoeuvres of motor vehicle traffic were recorded and analysed. Based on a detailed analysis of accidents occurring at 61 intersections with road signs (without roundabouts), recommendations regarding the cycle traffic routing at intersections were derived.

  • Kontakt

    Bundesanstalt für Straßenwesen
    Brüderstraße 53
    51427 Bergisch Gladbach
    Info-Service
    Telefon: 02204 43-9101
    Fax: 02204 43-2550
    info@bast.de

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    Carl Ed. Schünemann KG
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    buchverlag@schuenemann-verlag.de
    www.schuenemann-verlag.de

  • Berichte zum Download

    Die Berichte der Bundesanstalt für Straßenwesen stehen ab dem Jahrgang 2003 zum Teil als kostenfreier Download im elektronischen BASt-Archiv ELBA zur Verfügung.