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Pilotversuche zur Behandlung der Abwässer von PWC-Anlagen

BASt-Bericht V 305

Matthias Hartmann, Jörg Londong, Bauhaus-Universität Weimar, Professur Siedlungswasserwirtschaft
58 Seiten
Erscheinungsjahr: 2018
Preis: 15,50 €

Bestellung eines gedruckten Exemplars beim Carl Schünemann Verlag GmbH

Dieser Bericht steht auch kostenfrei im elektronischen BASt-Archiv ELBA zur Verfügung.

Die spezifische Charakteristik der an PWC-Anlagen anfallenden Abwässer (viel Urin und hoher Anteil von Toilettenpapier und Grobstoffen im Abwassergemisch), deren Ursache (Nutzerverhalten, sparsame Sanitärtechnik) und schließlich die Konsequenzen (Betriebsstörungen durch Verstopfungen und Ablagerungen, Schwierigkeiten bei der biologischen Behandlung und Schlammabfuhr) erfordern angepasste Konzepte und Technologien für einen wirtschaftlichen und sicheren Betrieb der Abwasserentsorgung von PWC-Anlagen.

Aufbauend auf den Erkenntnissen des Forschungsvorhabens FE 02.202/2000/MRB wurde die Planung und Umsetzung der abwassertechnischen Sanierung der PWC Anlage Jalmer Moor an der Bundesautobahn A7 wissenschaftlich begleitet sowie der Betrieb evaluiert.

Einerseits wurde Augenmerk auf den wirksamen Rückhalt von Feststoffen in einer Vorklärung gelegt, der speziell für die Betriebssicherheit von Bodenfiltern entscheidend ist. Anderseits wurde die Abtrennung von männlichem Urin aus dem Abwassergemisch als mögliche Option zur Stabilisierung des Reinigungsprozesses untersucht.

Im Projekt konnten konstruktive Empfehlungen für die Absetzbehälter von PWC-Anlagen abgeleitet werden und gezeigt werden, dass sich Bogensiebe als Alternative zu Absetzbecken auf Grund zu erwartender betrieblicher Probleme nicht eignen.

Die Untersuchungen zur Urinabtrennung zeigten, dass diese einen signifikanten Beitrag zur Sicherstellung von Ablaufgrenzwerten und insbesondere zur Stabilisierung der Nitrifikation im Bodenfilter leisten kann. Urinabtrennung allein ist kein Garant für das Einhalten von Ablaufgrenzwerten. Wichtig ist der ordnungsgemäße Betrieb der Gesamtanlage, der solide Fachkunde erfordert und deshalb bevorzugt an eine geeignete Institution/Firma übergeben werden sollte. Auf tägliche Kontrollgänge, wie sie prinzipiell von geschultem beziehungsweise eingewiesenem Personal der Autobahnmeisterei zu leisten wäre, kann letztlich nicht verzichtet werden. Der zeitliche Aufwand dafür lässt sich nur durch eine geeignete konstruktive Gestaltung der Anlage in Grenzen halten. Bei der Planung zukünftiger Anlagen müssen deshalb die Belange des späteren Betreibers wesentlich stärker Berücksichtigung finden.

Pilot application of a system for treatment of sewage from PWC parking areas

The specific characteristics of sewage generated by the PWC parking areas (a lot of urine and a high proportion of toilet paper and coarse particles in the sewage), the cause of this (user behaviour, water saving sanitation facilities) and the consequences (disturbances of operation by clogging, difficulties in biological treatment and sludge removal) require adapted concepts and technologies for the economical and safe operation of wastewater disposal.

Based on the findings of the research project FE 02.202 / 2000 / MRB, the design and implementation of the wastewater treatment system of the PWC Jalmer Moor at the Autobahn A7 was scientifically supported and the concept and the operation were evaluated.

On the one hand, attention was focused on the effective retention of solids in a primary clarifier, which is particularly important for the operational safety of sand filters. On the other hand, the separation of male urine from the wastewater mixture was investigated as a possible option for stabilizing the purification process.

In the project, it was possible to derive constructive recommendations for the settling tanks of PWC plants and to show that curved screens as an alternative to settling tanks are not suitable due to operational problems.

The investigations on urine separation showed that separation could make a significant contribution to the safeguarding of effluent limits and in particular to the stabilization of nitrification in the soil filter. Urine separation alone is not a guarantor for compliance with limit values. Important is the proper operation of the entire system, which requires a firm specialist and therefore should preferably be handed over to a suitable institution / company. Day-to-day inspections, such as would normally be required by trained or educated staff, cannot be dispensed with. The time required for this can only be limited by a suitable structural design of the plant. The design of future plants must take into account the interests of the subsequent operator.

  • Kontakt

    Bundesanstalt für Straßenwesen
    Brüderstraße 53
    51427 Bergisch Gladbach
    Info-Service
    Telefon: 02204 43-9101
    Fax: 02204 43-2550
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  • Berichte zum Download

    Die Berichte der Bundesanstalt für Straßenwesen stehen ab dem Jahrgang 2003 zum Teil als kostenfreier Download im elektronischen BASt-Archiv ELBA zur Verfügung.