GSB 7.0 Standardlösung

HinweisCookies

Diese Webseite verwendet Cookies. Diese dienen der Zwischenspeicherung bei Bestell- oder Anmeldevorgängen. Nicht erfasst werden Daten wie Nutzungshäufigkeit oder Verhaltensweisen. Hier erfahren Sie mehr zum Thema Datenschutz.

OK

Weiterentwicklung der Verfahren zur Ableitung von Maßnahmen gegen Unfallhäufungsstellen

BASt-Bericht V 281

Reinhold Maier, Ralf Berger, Bernhard Kollmus, Technische Universität Dresden, Lehrstuhl für Straßenverkehrstechnik und Theorie der Verkehrsplanung, beauftragt durch GWT-TUD GmbH, Fachbereich Industrie in Zusammenarbeit mit der Sandstein Neue Medien GmbH
91 Seiten
Erscheinungsjahr: 2017
Preis: 17,50 €

Bestellung eines gedruckten Exemplars beim Carl Schünemann Verlag GmbH

Dieser Bericht steht auch kostenfrei im elektronischen BASt-Archiv ELBA zur Verfügung.

Ziel des Forschungsprojektes war die Erarbeitung eines webbasierten Verfahrens für die Verkehrssicherheitsarbeit, welches dem Anwender bei der Bearbeitung von Unfallhäufungen potenziell geeignete Maßnahmen in Abhängigkeit der örtlichen Randbedingungen vorschlägt, deren Sicherheitswirkung abschätzt sowie die Möglichkeit bietet, die Maßnahmenwirkung in einer retroperspektiven Betrachtung zu evaluieren. Dabei stellt das Verfahren eine Weiterentwicklung und Ergänzung des Merkblatts „Auswertung von Straßenverkehrsunfällen, Teil 2: Maßnahmen gegen Unfallhäufungen“ (FGSV 2002) dar.

Grundgerüst der Maßnahmensammlung bilden neben dem Merkblatt der FGSV (2002) aktuelle Erkenntnisse verschiedener Forschungsarbeiten (SPAHN 2012, GERLACH et al. 2009, MAIER et al. 2010, u. w.) zu Maßnahmen gegen Unfallhäufungen, die einer Prüfung und Kategorisierung unterzogen wurden.

Der Hauptbestandteil des webbasierten Verfahrens umfasst Schritte zur Unfallanalyse, Maßnahmenfindung und Wirksamkeitsprüfung nach dem „Merkblatt zur Örtlichen Unfalluntersuchung in Unfallkommissionen – M UKo“ (FGSV 2012). Mit der Übermittlung der Unfallinformationen zu Unfallhäufungen aus den EDV-Systemen der Unfalldatenhaltung in das Programm ist eine spezifische Bearbeitung von Unfallhäufungen möglich. Darüber hinaus wird die Möglichkeit von Rangfolgebildungen zur zielgerichteten Priorisierung von Arbeitsprogrammen angeboten.

Die Vorschläge geeigneter Maßnahmen zur Bekämpfung einer Unfallhäufung stützen sich im Verfahren auf die Analyse typischer Konfliktsituationen, welche aus den Unfalldatensätzen bestimmt werden. Zur Überprüfung der Angemessenheit und Durchsetzbarkeit von Maßnahmen (-paketen) steht dem Anwender eine Abschätzung des Nutzen-Kosten-Verhältnisses auf Basis des fallbezogenen Unfallgeschehens zur Verfügung.

Die kontinuierliche Anwendung des Verfahrens erlaubt dem Nutzer die Dokumentation der Arbeitsschritte. Diese beinhaltet über die Umsetzungskontrolle hinaus wiederum eine fallbezogene Wirksamkeitsprüfung (Evaluierung) der realisierten Maßnahmen.

Die stetige Aktualisierung der Maßnahmen und ihrer Kenngrößen (unter anderem Wirkungsgrad, Kosten) stellt einen wesentlichen Bestandteil des webbasierten Verfahrens dar, um einen zielorientierten Beitrag zur Bekämpfung von Unfallhäufungen zu leisten.

Improvement of processes to derive prevention measures against accident black spots

The aim of the research project was the development of a web-based procedure for road safety activities, which assists the program-user with decision-making of potentially appropriate safety measures dependent upon local constraints, estimates the safety effect, as well as offers a retrospective outlook on used measures, which enables a evaluation of such measures. It provides the further development and acts a supplement to the technical bulletin „Auswertung von Straßenverkehrsunfällen, Teil 2: Maßnahmen gegen Unfallhäufungen“ (FGSV 2002).

In addition to the information sheet by the FGSV (2002), the latest research findings on measures against black spots (SPAHN 2012, GERLACH et al. 2009, MAIER et al. 2010, and others), the examination and categorization thereof, have helped for the foundation of the collection of measures.

The main component of the web-based method includes steps for accident analysis, finding of measures and potency testing according to the „Merkblatt zur Örtlichen Unfalluntersuchung in Unfallkommissionen – M UKo“ (FGSV 2012). By providing information about black spots from the EDV-System of accident data management in the program, a specific processing of black spots is possible. Moreover, the possibility of ranking safety measures and creating a target-oriented prioritization of work programs is offered.

The proposals for appropriate measures for combating black spots rely on the analysis of typical conflict situations, which are determined from accident records. For the review of the adequacy, feasibility and applicability of measures (measure-packages) for the user, cost-benefit ratio on the basis of case-related accidents are available.

The continual use of the method allows the user to document the work steps. This also allows for implementation control, as well as case-related efficacy testing (evaluation) of the measures.

The constant upgrading of the measures and their characteristics (for example degrees of efficiency, cost) represent an integral part of the web-based process, which in turn makes a target-oriented contribution to combating black spots.