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Anwendung von Sicherheitsaudits an Stadtstraßen

BASt-Bericht V 126

R. Baier, S. Heidemann, A. Klemps, H. H. Schäfer, L. Schuckließ, BSV Büro für Stadt-und Verkehrsplanung Dr.-Ing. Reinhold Baier GmbH, Aachen
91 Seiten
Erscheinungsjahr: 2005
Preis: 5,00 €

Bestellung eines gedruckten Exemplars beim Carl Schünemann Verlag GmbH

Im Rahmen dieses Forschungsvorhabens sollten die Erkenntnisdefizite betreffend der Anwendung des Auditverfahrens für Innerortsstraßen auf eine größere Anzahl unterschiedlichster kommunaler Entwurfsaufgaben unter Berücksichtigung der je vorliegenden strukturellen, prozessrelevanten Rahmenbedingungen, abgebaut werden. Hierzu wurden in drei Modellkommunen verwaltungsspezifische Verfahren zur Durchführung des Sicherheitsaudits mit internen Auditoren entwickelt. Es wurden insgesamt 46 Audits durchgeführt und sowohl personenbezogen als auch projektbezogen analysiert. Durchschnittlich wurden ca. 11 Defizite je Projekt festgestellt, wobei 55% der Defizite den Knotenpunkten zuzurechnen sind. Von diesen entfielen wiederum 60 % auf Probleme für Fußgänger und Radfahrer. Gut 30% der Defizite bezogen sich auf Strecken, von denen wiederum 80% auf Fußgänger und Radfahrer entfielen. Insgesamt betrafen gut 30% aller Defizite unmittelbar die Radverkehrsführung und 27% den Fußgängerverkehr.

Die Akzeptanz der Auditergebnisse war hoch: So wurde in der Vorplanungsphase den Feststellungen des Audits zu 74 %, in der Vorentwurfsphase bzw. Ausführungsphase zu 65 % bzw. 57 % gefolgt. In der Phase der Verkehrsfreigabe war die Bereitschaft den Auditergebnissen zu folgen mit 20 % gering. Die mit den Auditergebnissen "konfrontierten" Planer beurteilten den Beitrag des Sicherheitsaudits zum Projekt überwiegend positiv, stellten keine Verzögerung im Planungsablauf fest und würden überwiegend die regelmäßige Durchführung von Audits begrüßen. Die Unfallanalyse konnte keine belastbaren Ergebnisse erbringen. In den drei Kommunen wurden 9 Verwaltungsmitarbeiter/innen zu Auditoren ausgebildet. Ein besonderer Effekt dieser Art der Auditorenschulung liegt in der gleichzeitigen Auditierung von Projekten für die Kommunen während der Schulung durch die Mitarbeiter und den Dozenten. Die durchgeführte Qualifizierungsanalyse ergab, dass die Auditoren ihre Kenntnisse im Straßenentwurf, im Straßenverkehrsrecht und in Unfalluntersuchungen verbessert haben. Sie empfinden das Sicherheitsaudit als eine Qualitätssteigerung in der Planung.

Dem Originalbericht ist ein umfangreicher Anhangband beigefügt. Er enthalt eine Dokumentation der auditiertern Projekte (Anhang I), Anschreiben, Fragebogen und Angaben zum Fragebogenrücklauf (Anhang II), Fragebogen zur Qualifizierungs- und Akzeptanzanalyse sowie das Programm zum Expertengespräch Anhang III). Auf die Wiedergabe dieser Anhänge wurde in der vorliegenden Veröffentlichung verzichtet. Sie liegen bei der Bundesanstalt für Straßenwesen vor und sind dort einsehbar. Verweise auf die Anhänge wurden zur Information des Lesers im Berichtstext beibehalten.

Applying safety audits on urban roads

This research project serves the purpose of reducing deficits in findings in respect of the application of an audit procedure on urban roads for a larger number of greatly-differing municipal draft tasks, taking into consideration the structural, process-relevant conditions prevalent. To this purpose, administration-related procedures for conducting the safety audit were developed with internal auditors in three model municipalities. A total of 46 audits was carried out and analyzed, both person-related and also project-related. An average of approximately 11 deficits per project was determined, although 55% of the deficits applied to road junctions, of which 60% again applied to problems for pedestrians and cyclists. Just over 30% of the deficits concerned stretches of road of which 80% again referred to pedestrians and cyclists. In general, just over 30% of all of the deficits were directly due to guiding traffic involving road users on bicycles and 27% was directly due to pedestrian traffic.

The audit results were well-accepted. In the pre-planning stage, 74% of audit ascertainments were accepted, and in the pre-draft phase or implementation phase 65% or 57% were accepted. In the traffic-release phase willingness to accept the audit results was low at 20%. Most of the planners who were "confronted" with the results of the audit were positive about the contribution of the safety audit towards the project. They did not ascertain any delay in the planning procedure and most of them would welcome regular audits. An accident analysis did not result in any negative results. Nine administrative staff members were trained to become auditors in the three communities. A special effect of this type of training for auditors lies in the simultaneous auditing of projects for the municipalities during the training course by members of staff and seminar leaders. A qualification analysis carried out showed that the auditors had improved their knowledge in road design, in traffic laws and in accident research. They considered the safety audit to be an enhancement of planning quality.

An extensive book of supplements has been enclosed with the original report. It comprises documentation of audited projects (Supplement I), letters, questionnaires and information on the return of questionnaires (Supplement II), questionnaires on qualification and acceptance analyses and the schedule for the talk with experts (Supplement III). These supplements were not presented in the present publication. It has been submitted to the Bundesanstalt für Straßenwesen (Federal Highway Research Institute), where it can be looked at. References to the supplements were maintained in the report for the information of readers.