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Verkehrssicherheit in Einbahnstraßen mit gegengerichtetem Radverkehr

BASt-Bericht V 83

D. Alrutz, D. Gündel, J. Stellmacher-Hein, M. Lerner, W. Mätting, H. Meyhöfer, Planungsgemeinschaft Verkehr (PGV), Hannover
W. Angenendt, W. Draeger, G. Falkenberg, D. Klöckner, A. Abu-Salah, A. Blase, J. Rühe, M. Wilken, Büro für integrierte Stadt-und Verkehrsplanung (BiS), Bonn
120 Seiten
Erscheinungsjahr: 2001
Preis: 5,00 €

Bestellung eines gedruckten Exemplars beim Carl Schünemann Verlag GmbH

Einbahnstraßen dienen innerorts vorrangig der Lenkung und Regelung des Kfz-Verkehrs. Für den Radverkehr unterbrechen sie dagegen vielfach direkte Radverkehrsverbindungen und erschweren die Benutzung verkehrsarmer Erschließungsstraßen. Deswegen wurden schon in der Vergangenheit in vielen Städten Einbahnstraßen für den gegengerichteten Radverkehr geöffnet. Diese Entwicklungen und vorliegende meist positive Erfahrungen führten zu der am 01.09.1997 in Kraft getretenen StVO-Regelung, dass das Rad fahren in Gegenrichtung von Einbahnstraßen - zunächst versuchsweise befristet bis zum 31.12.2000 - unter bestimmten Bedingungen zugelassen werden kann. Ziel der Untersuchung war es, die Verkehrssicherheit in Einbahnstraßen mit zugelassenem gegengerichteten Radverkehr vertiefend zu analysieren und im Vergleich mit nicht geöffneten Einbahnstraßen zu bewerten.

Das Erhebungsprogramm umfasste eine Literaturauswertung, eine Städteumfrage zur derzeitigen Praxis und Anwendung der Regelung, eine flächenhafte Analyse aller Einbahnstraßenunfälle mit Beteiligung von Radfahrern des Jahres 1999 in zahlreichen Bundesländer, eine vertiefende 3- bis 4-ährige Unfallanalysen in 15 ausgewählten Städten sowie Zählungen und Verhaltensbeobachtungen in ausgewählten Straßen dieser Städte.

Die Untersuchungsergebnisse zeigen, dass die Problematik bezüglich der Verkehrssicherheit des Radverkehrs in Einbahnstraßen insgesamt nur gering ist. Eine Öffnung der Einbahnstraßen lässt weder in Bezug auf die Zahl der Unfälle noch die Unfallschwere negative Auswirkungen erkennen. Tendenziell lassen die Ergebnisse unter Heranziehung anderer Untersuchungen sogar einen Sicherheitsgewinn erwarten.

Da durch die Öffnung von Einbahnstraßen in Erschließungsstraßen die Attraktivität des Radverkehrs verbessert werden kann, ohne dass damit negative Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit verbunden sind, stehen einer breiten Anwendung der Regelung in den Kommunen keine Bedenken entgegen. Mögliche Problempunkte z.B. Knotenpunkte, die durch Verbesserungsmaßnahmen gegebenenfalls zu entschärfen sind, lassen allerdings eine Einzelfallprüfung nach wie vor als geboten erscheinen.

Eine zulässige Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h sollte weiterhin Voraussetzung für eine Öffnung von Einbahnstraßen für gegengerichteten Radverkehr sein. Schmale Fahrgassen sind kein Ausschlusskriterium, sofern Ausweichmöglichkeiten bestehen.

Der Originalbericht enthält als Anlagen den Fragebogen für die Städteumfrage sowie einen gesonderten Anhangband, der im Wesentlichen eine Darstellung der Einzelergebnisse für unterschiedliche Kollektive der flächenhaften Unfallanalyse sowie die Unfalldaten der vertiefenden Erhebungen in ausgewählten Städten beinhaltet. Auf die Wiedergabe der Anlagen und des Anhangbandes wurde in der vorliegenden Veröffentlichung verzichtet. Sie liegen bei der Bundesanstalt für Straßenwesen vor und sind dort einsehbar. Verweise auf die Anlagen und den Anhang im Berichtstext wurden beibehalten.

Traffic safety in one way roads with cycle traffic in the opposite direction

In town centres one way roads are primarily used for directing and regulating vehicle traffic. On the other hand, for cycle traffic they often interrupt direct cycle traffic routes and make it more difficult to use low traffic urban roads. Therefore, in the past in many towns and cities one way roads were opened up for cycle traffic in the opposite direction. These developments and the mostly positive experiences led to the road traffic regulation, which came into force on 01.09.1997, that cycling in the opposite direction down one way roads may be allowed under certain circumstances – at least for test purposes until 31.12.2000. The aim of the investigation was an in-depth analysis of traffic safety in one way roads where cycle traffic was allowed in the opposite direction, and a comparison of the results with one way roads which were not opened up to cycle traffic in the opposite direction.

The survey programme included a literature evaluation, an inquiry in towns and cities about current practice and application of the regulation, a broadly-based analysis of all accidents involving cyclists in one way roads from the year 1999 in numerous German Länder, an in-depth 3-4 year accident analysis in 15 selected cities, and counts and traffic behaviour observations in selected roads of these cities.

The results of the investigation show that altogether there is only a limited problem regarding the traffic safety of cycle traffic in one way roads. Opening up one way roads to cycle traffic in the opposite direction shows no negative effects – neither with regard to the number of accidents nor the severity of the accidents. If other investigations are taken into consideration, the results even tend to show an increase in safety.

Since the opening up of one way roads in urban streets can improve the attractiveness of cycle traffic without being linked to any negative effects on traffic safety, there are no reservations about a broad application of the regulation in the local authorities. However, possible problem points, for instance junctions, which – if necessary – can be made less problematic through improvement measures, means that an individual investigation of specific situations still appears necessary.

A legal maximum speed limit of 30 km/hour should continue to be the prerequisite for opening up one way roads for cycle traffic in the opposite direction. Narrow alleys are not a criteria warranting exclusion, insofar as there are possibilities of avoiding obstacles.

The original report contains enclosures with questionnaires for the city inquiries and a separate annex publication, which primarily contains a presentation of the individual results for different collectives of the broadly-based accident analysis and the accident data of the in-depth surveys in the selected cities. This publication does not contain the enclosures and the annex publication. They are available at the Federal Highway Research Institute and can be examined there. References to the enclosures and the annex were retained in the report text.

  • Kontakt

    Bundesanstalt für Straßenwesen
    Brüderstraße 53
    51427 Bergisch Gladbach
    Info-Service
    Telefon: 02204 43-9101
    Fax: 02204 43-2550
    info@bast.de

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  • Berichte zum Download

    Die Berichte der Bundesanstalt für Straßenwesen stehen ab dem Jahrgang 2003 zum Teil als kostenfreier Download im elektronischen BASt-Archiv ELBA zur Verfügung.