GSB 7.0 Standardlösung

Beanspruchung und Entfernbarkeit temporärer Fahrbahnmarkierung

BASt-Bericht S 94

Dirk Kemper, Andreas Schacht, Christoph Klaproth, Markus Oeser, Institut für Straßenwesen (isac) RWTH Aachen
Georg Beyer, traffiConsult beyer Saarbrücken
66 Seiten
Erscheinungsjahr: 2016
Preis: 16,50 €

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Dieser Bericht steht kostenfrei auch im elektronischen BASt-Archiv ELBA zur Verfügung.

Die vorübergehende (gelbe) Markierung ist ein wesentlicher Bestandteil der Absicherung von Arbeitsstellen auf Straßen. Im Bereich der Baumaßnahme dient diese Markierung als visuelle Führung des Verkehrs. Die gelbe Markierung gilt übergeordnet zur dauerhaften weißen Markierung.

Neben der Einhaltung der verkehrstechnischen Anforderungen der Markierung stellt die rückstandslose Entfernbarkeit der Markierung oftmals ein Problem in der Praxis dar. Verbleibende Rückstände auf der Fahrbahn (Markierungs- oder Gewebereste, Primer) werden oftmals als sogenannte Phantommarkierungen bezeichnet und müssen gegebenenfalls mechanisch (zum Beispiel mit Fräsen) aufwendig entfernt werden. Bislang konnte noch keine Erkenntnisse gewonnen werden, warum Markierungen auf bestimmten Fahrbahnoberflächen Rückstände hinterlassen.

Im Rahmen des Forschungsvorhabens wurden daher mittels Feldstudien sowie eines umfassenden Versuchsprogramms versucht, die wesentlichen Einflussgrößen auf die Haltbarkeit und die Entfernbarkeit der vorübergehenden Markierung zu ermitteln. Zudem sollte zur Ergänzung des existierenden Prüfverfahrens ein praxisnahes Bewertungssystem entwickelt werden.

Zunächst wurde daher ein Prüfprogramm erstellt, um die relevanten Parameter zu ermitteln, die die Entfernbarkeit der Markierung beeinflussen. Es konnte gezeigt werden, dass die Entfernbarkeit von vielen unterschiedlichen Einflussgrößen (unter anderem die Beanspruchung, die Oberflächentextur und -beschaffenheit, die Materialeigenschaften oder der Alterungszustand der Straßenoberfläche sowie der verwendete Primer und Kleber) abhängig ist. Aufgrund der Vielfalt der Einflussgrößen kann die Beurteilung nicht auf Basis einer einzelnen Versuchsanordnung, wie zum Beispiel bei den Versuchen in der Rundlaufprüfanlage, vorgenommen werden.

Insbesondere die Makrotexturbewertung zeigen, dass eine größere Makrotextur zu tendenziell geringeren Abzugskräften führt. Ebenso ließen sich Einflüsse aus der Alterung der Straßenoberfläche sowie der Verwendung der Gesteinsarten nachweisen.

Liegen die gemessenen maximalen Abzugskräfte zwischen 50 Newton und 150 Newton ist sichergestellt, dass die Markierungen ausreichend fest verklebt sind, aber nach Beendigung der Baumaßnahme in der Regel ohne Materialrückstände entfernt werden können. Die Messung der Entfernbarkeit, ohne vorherige Beanspruchung der Markierung, führt nicht zu realitätsnahen Ergebnissen, so dass die Belastung durch die ARTe erforderlich ist.

Auf Grundlage der erzielten Ergebnisse kann somit die Entfernbarkeit der Markierung als Zulassungsprüfung in das Standardprüfprogramm aufgenommen werden.

Stress and removability of temporary pavement marking

The temporary (yellow) marking is an essential component of the work site securing on roads. In the area of the construction measure, this marking serves as a visual traffic routeing. The yellow marking shall have priority over the permanent white marking.

In addition to the compliance with traffic-related requirements of the marking, also the residue-free removability of the marking often represents a problem for practice. Remaining residues on the lane (marking residues or mesh leftovers, primers) are often referred to as so-called phantom markings and, if necessary, need to be removed mechanically (for example by milling) with great effort. So far, no evidence could be obtained that explains why markings leave residues on certain road surfaces.

As part of the research project, it was therefore tried to determine the main factors influencing the durability and removability of the temporary marking by field studies and a comprehensive test programme. Furthermore, a practice-oriented evaluation system should be developed as a complement to the existing test method.

Therefore, a test programme was created in the first instance in order to determine the relevant parameters influencing the removability of the marking. It could be shown that the removability is dependent on many different factors (amongst others the stress, the surface texture and the surface properties, the material characteristics or the aging condition of the road surface as well as the used primer and adhesive). Due to the variety of influencing factors, the evaluation cannot be performed on the basis of a single test arrangement, as for instance for the tests in the RPA.

In particular the macro texture evaluations show that a larger macro texture tends to result in lower extraction forces. Likewise, influences from road surface aging and the use of rock types could be detected.

If the measured maximum extraction forces are between 50 Newton and 150 Newton, it is ensured that the markings are sufficiently glued and can be removed after the completion of the construction measure usually without material residues. The measurement of the removability, without prior stress of the marking, does not lead to realistic results so that the stress by ARTe is required.

Based on the achieved results, the removability of the marking can thus be integrated into the standard test programme as an admission procedure.

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  • Berichte zum Download

    Die Berichte der Bundesanstalt für Straßenwesen stehen ab dem Jahrgang 2003 zum Teil als kostenfreier Download im elektronischen BASt-Archiv ELBA zur Verfügung.