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Evaluation des Zielgruppenprogramms „Aktion junge Fahrer“ (DVW) – Phase II

BASt-Bericht M 307

Walter Funk, Thomas Rossnagel, Désirée Bender unter Mitarbeit von Alexander Barth, Marco Bochert, Florian Detert, Lisa Erhardt, Timon Hellwagner, Thilo Hummel, Verena Maria Karg, Julia Kondrasch, Hanna Schubert, Richard Zensen, Institut für empirische Soziologie (ifes)Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
228 Seiten
Erscheinungsjahr: 2021
Projektnummer: 81.0014
Preis: 0,00 €

Dieser Bericht steht ausschließlich kostenfrei im elektronischen BASt-Archiv ELBA zur Verfügung.

Die vorliegende Evaluation untersucht die Wirkung von Verkehrssicherheitstagen an Schulen im Programm „Aktion junge Fahrer“ (AjF) der Deutschen Verkehrswacht (DVW). Hierzu wurden in einem Prüf- / Kontrollgruppendesign 5.227 Jugendliche und junge Erwachsene bis zu drei Mal befragt. Außerdem liegt zu 190 Verkehrssicherheitstagen ein „Datenblatt Aktionstag“ vor. An der separaten Befragung der Mitwirkenden an AjF nahmen 270 Ehrenamtliche teil.

Aufgrund des Erhebungsdesigns unterscheiden sich Teilnehmer und Nichtteilnehmer an AjF in geringem Ausmaß hinsichtlich soziodemographischer Merkmale und ihres Status der Verkehrsteilnahme. Allerdings trifft AjF nicht auf eine inhaltlich selektive Zielgruppe mit besonderer Affinität zum Thema „Verkehrssicherheit“.

Die AjF-Ziele, den Jugendlichen und jungen Erwachsenen eine adäquatere Selbsteinschätzung, eine erhöhte Gefahrensensibilisierung und ein sichereres Verhalten im Straßenverkehr zu vermitteln, werden nur teilweise erreicht. Kurzfristig zeigen sich zum Teil Einstellungsänderungen, die den Zielsetzungen entgegenstehen, es sind jedoch auch eine bessere Einschätzung von Fähigkeiten zur Gefahrenerkennung, -vermeidung und -bewältigung sowie eine ausgeprägtere Gefahrenwahrnehmung zu beobachten. Langfristig zeigen sich in den quantitativen Prä- / Post-Messungen der itembasierten Analysen vereinzelt Effekte, die mit den Zielsetzungen von AjF in Einklang stehen. Anhand der subjektiven Selbsteinschätzungen der Jugendlichen ist überwiegend von positiven Wirkungen durch AjF auszugehen.

Bezüglich der Umsetzungstreue zeigt sich eine große Heterogenität in der Umsetzungsrealität, die auch auf eine fehlende Qualifizierung der Ehrenamtlichen hindeutet.

Insgesamt zeigt die Wirkungsevaluation das grundsätzliche Potenzial des Zielgruppenprogramms AjF auf. Aufgrund einer Vielzahl von Befunden ist allerdings davon auszugehen, dass der Programmteil „Projektbausteine“ in seiner eigentlichen Konzeption von den Ehrenamtlichen weitgehend nicht wie definiert wahrgenommen und in AjF kaum den Vorgaben gemäß umgesetzt wird. Die weitere Förderung von AjF durch das BMVI sollte an die Umsetzung der ganzen Breite des Programmangebotes (Aktionselemente und Projektbausteine) gebunden werden.

Der Evaluationsbericht endet mit Ansatzpunkten zur Optimierung des Zielgruppenprogramms hinsichtlich Programminhalten, -organisation und -steuerung.

Evaluation of the target group programme "Campaign Young Driver" (DVW) – Phase II

The present evaluation examines the effect of so called “road safety days” at schools in the “Campaign Young Driver” (“Aktion junge Fahrer”, AjF) programme of the German Traffic Watch (Deutsche Verkehrswacht, DVW). For this purpose, 5,227 adolescents and young adults were interviewed up to three times in a test / control group design. In addition, there is also data available from an “event data sheet” for 190 campaign events. 270 volunteers took part in the separate survey of DVW members active in AjF.

Due to the survey design young participants and non-participants in AjF slightly differ with regard to socio-demographic characteristics and the status regarding their presence on the road. However, AjF does not encounter a target group that is selective with a particular affinity to the topic of “road safety”.

The objectives of AjF – i.e. to convey the adolescents and young adults a more adequate selfassessment, an increased sensitisation for hazards, and a safer behaviour in road traffic – are only partly achieved. In the short term there partly appear changes in attitudes in the target group that contradict the objectives of AjF. But also a better assessment of the ability to detect, to avoid and to cope with hazards as well as a more pronounced hazard perception can be observed. In the long term the quantitative pre / post measurements of the survey items occasionally show effects that are consistent with the objectives of AjF. By means of the subjective self-assessments of the adolescents predominantly positive effects of AjF can be hypothesized.

Regarding the compliance there appears to be a great heterogeneity in the practical implementation of AjF that, inter alia, points to a missing qualification of the DVW volunteers.

In total the impact evaluation shows the fundamental potential of the target group programme AjF. Based on a variety of findings it appears that the programme part “project component” is to a large extent not perceived by DVW volunteers like it is defined in its original concept and hardly implemented according to the guidelines. Further funding of AjF by the German Federal Ministry of Transport (BMVI) should be conditional to the implementation of the whole width of the particular programme (“action elements” and “project components”).

The evaluation report ends with introducing starting points for the optimisation of the target group programme with regard to programme content, programme organization and programme control.

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  • Berichte zum Download

    Die Berichte der Bundesanstalt für Straßenwesen stehen ab dem Jahrgang 2003 zum Teil als kostenfreier Download im elektronischen BASt-Archiv ELBA zur Verfügung.