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Systematische Untersuchung sicherheitsrelevanten Fußgängerverhaltens

BASt-Bericht M 299

Hagen Schüller, Miriam Niestegge, Matthias Roßmerkel, PTV Transport Consult GmbH, Stuttgart
Jens Schade, Lars Rößger, Katharina Rehberg, IAPA Research, Dresden
Reinhold Maier
205 Seiten
Erscheinungsjahr: 2020
Projektnummer: 82.0602
Preis: 24,50 €

Bestellung eines gedruckten Exemplars bei der Carl Ed. Schünemann KG

Dieser Bericht steht auch kostenfrei im elektronischen BASt-Archiv ELBA zur Verfügung.

Fußgänger sind in Unfallsituationen durch erhöhte Verletzlichkeiten gekennzeichnet. Der erhöhte Anteil von Kindern (0-14 Jahre) und Senioren (≥ 65 Jahre) bei dieser Verkehrsteilnehmergruppe und deren besonderen Verhaltensweisen verschärft diese Problematik. Es werden unterschiedliche Verhaltensweisen bei Fußgängern vermutet, die in der Altersgruppe oder der Ablenkung durch zum Beispiel Handynutzung begründet sind. Die Sicherheitsrelevanz der Ablenkung und weitere unfallbegünstigende und mitwirkende Faktoren wurden untersucht. Fußgängerverhalten und Fußgängersicherheit wurden gemeinsam in einer Grundlagenanalyse behandelt, unter Berücksichtigung der Infrastruktur, des Umfelds, der Personencharakteristika und der Konfliktgegner.

Im Fokus stand das Querungsverhalten auf Hauptverkehrsstraßen innerorts mit einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h entlang der freien Strecke außerhalb von Hauptverkehrsknotenpunkten. Die Untersuchungsmethoden umfassten eine makroskopische Unfallanalyse der amtlichen Straßenverkehrsunfallstatistik, eine Netzanalyse der Verteilung von Fußgängerunfällen, eine Analyse des Verkehrsaufkommens der Fußgänger differenziert nach Quer- und Längsverkehr in Zusammenhang mit dem Unfallgeschehen, Einzelstellenanalysen von Unfällen, Verhaltensbeobachtungen, quantitative Analyse von Konfliktparametern und Verfolgungsläufe.

Für eine Stichprobe von 82 Untersuchungsstelle ergänzt um 24 Stellen aus externen Erhebungen wurden Merkmale des Straßenraums, der Lage im Netz sowie verschiedener Expositionsgrößen des Fuß-, Rad- und motorisierten Fahrzeugverkehrs gegenübergestellt und ausgewertet. An acht Untersuchungsstellen wurden detaillierte Verhaltensbeobachtungen zum Sicherungsverhalten vor und während der Fahrbahnquerung durchgeführt.

Im Ergebnis wurden Auffälligkeiten im Unfallgeschehen und den Verhaltensweisen der Fußgänger herausgearbeitet. Das beinhaltet auch eine Priorisierung von Konfliktsituationen und unfallbegünstigender Merkmalen.

Abschließend wurden Maßnahmen der Bereiche Infrastruktur und Erziehung diskutiert.

Systematic study of safety-related behavior of pedestrians

Pedestrians show an increased vulnerability in crash situations. The higher shares of children (0-14 years) and elders (≥ 65 years) in this road user group and their particular behaviors intensify this issue. There is an assumption that different age groups and the distraction e. g. by electronic devices lead to different behaviors. The safety relevance of distraction and other crash contributing factors were analyzed. Traffic safety and behavior of pedestrians were analyzed together in a more fundamental analysis, with a specific focus on infrastructure, street environment, person characteristics and conflict opponent.

The study is focused on crossing situations on urban main roads with speed limits of 50 km/h along links outside of main intersections. The research topic was covered with numerous different methods like macroscopic crash analysis of accident statistics, network analysis on spatial distribution of pedestrian crashes, analysis of pedestrian volumes detailed by crossing and longitudinal traffic also in combination with pedestrian crashes, single site analysis of crashes, behavioral observations as well as pilot studies on quantitative analysis of conflict parameters and tracking of single pedestrian routes.

For a sample of 82 sites complemented by 24 sites from external publications features regarding street space, position in the network and expositions parameters for pedestrian, cyclist and motorized traffic volumes were combined and analyzed. For 8 sites a detailed behavioral observation of the safeguarding that pedestrians show before and during the crossing situation was conducted.

Conspicuities in crash situations and traffic behavior of pedestrians were identified. This included a prioritization of conflict situations as well as crash supporting factors.

The research project documentation closes with a compact discussion about recommendations for road infrastructure design as well as education and information for pedestrians.

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    Bundesanstalt für Straßenwesen
    Brüderstraße 53
    51427 Bergisch Gladbach
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    Telefon: 02204 43-9101
    Fax: 02204 43-2550
    info@bast.de

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