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Häufigkeit von Ablenkung beim Autofahren

BASt-Bericht M 297

Maria Kreußlein, Katja Schleinitz, Josef Krems, Professur für Allgemeine Psychologie I und Arbeitspsychologie, Technische Universität Chemnitz
91 Seiten
Erscheinungsjahr: 2020
Projektnummer: 82.0642
Preis: 17,50 €

Bestellung eines gedruckten Exemplars bei der Carl Ed. Schünemann KG

Dieser Bericht steht auch kostenfrei im elektronischen BASt-Archiv ELBA zur Verfügung.

Fahrfremde Tätigkeiten stellen eine Quelle für Verkehrsunfälle dar. Die Häufigkeit von solchen Nebentätigkeiten wurde daher vielfach in Befragungs- und Beobachtungsstudien untersucht. Angaben in Befragungen unterliegen jedoch häufig Erinnerungsverzerrungen und Beobachtungsstudien weisen Defizite bei der Erfassung subjektiv empfundener Ablenkungen auf. Das Ziel dieses Projektes war zum einen eine genauere Aussage über die Auftretenshäufigkeit von Nebentätigkeiten von Pkw-Fahrern in Deutschland zu treffen. Zum anderen sollte die hierfür eingesetzte Befragungsmethode mittels Abgleich mit Beobachtungsdaten validiert werden. In der ersten Studie wurde eine Befragung mittels Face-to-face Interviews zu Nebentätigkeiten mit 1.072 Pkw-Fahrern in vier verschiedenen Städten Deutschlands durchgeführt. Die Stichprobe orientierte sich in Alter und Geschlecht an den Führerscheinbesitzern in Deutschland. Im Schnitt gaben die Fahrer an, zwei Nebentätigkeiten innerhalb der letzten 30 Minuten ihrer Fahrt ausgeführt zu haben. Die am häufigsten genannten Nebentätigkeiten waren Interaktionen mit Mitfahrenden, die Bedienung von fahrzeugzugehörigen Geräten sowie selbstinitiierte Handlungen (zum Beispiel Selbstgespräche). In der zweiten Studie wurde zur Validierung der verwendeten Befragungsmethodik eine naturalistische Fahrstudie (NDS) durchgeführt. In die Analyse gingen Daten von 76 Fahrern ein. Es zeigten sich Unterschiede zwischen den Angaben der Fahrer in den Befragungen und der Videobeobachtung. Mittels Befragung konnten vor allem bewusst ausgeführte und seltene Tätigkeiten (zum Beispiel Telefonieren, Lesen /Schreiben von Textnachrichten) valide erhoben werden. Für eher unbewusst ausgeführte und oder sehr häufig auftretende kleinteilige Handlungen (zum Beispiel Bedienung von fahrzeugzugehörigen Geräten, Körperhygiene, Wechseln von Kleidung) zeigte sich ein Vorteil für die Beobachtung. Aus den Ergebnissen zur Validierung lässt sich schlussfolgern, dass die Befragung unmittelbar im Anschluss an Fahrten eine geeignete Methode zur Erfassung der Häufigkeit von bewusst ausgeführten Nebentätigkeiten für große Stichproben darstellt.

Frequency of distraction while driving

Secondary task engagement is one of the main causes of traffic accidents. In order to determine the crash risk, the prevalence of secondary task engagement has been examined in a variety of surveys and observational studies. However, the data in surveys and questionnaires may be subject to memory biases and observational studies show deficits in assessing subjectively perceived distraction. Therefore, the aim of this project was first of all to investigate prevalence of secondary tasks while driving for a representative sample of German drivers. Secondly, the study examines the validity of the survey methodology. In the first study, a nationwide representative survey on secondary task engagement by means of face-to-face interviews was conducted with 1.072 car drivers in four different cities in Germany. Quota sampling based on the frequency of German driver´s license holders was applied in order to achieve a representative sample with respect to age and gender. On average, the drivers performed two secondary tasks in the last 30 minutes of their trip. The most frequently mentioned tasks were interacting with passengers, operating vehiclerelated equipment, and self-initiated actions (e.g. self-talk). In the second sub-study, a validation of the survey methodology was conducted with a naturalistic driving study (NDS). Therefore, a comparison of video and survey data was undertaken. The analysis included data of 76 drivers. Whereas accordance between survey and video data was rather high for consciously performed and sporadic activities (e.g. making phone calls, reading / writing text messages) it was relatively low for recurrent unconscious activities (e.g., operation of vehicle-related equipment, personal hygiene, changing clothes / glasses). From the results of the validation it can be concluded that surveys are a suitable and valuable method to gather information about prevalences of more consciously performed and sporadic secondary tasks.

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