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Einfluss gleichaltriger Bezugspersonen (Peers) auf das Mobilitäts- und Fahrverhalten junger Fahrerinnen und Fahrer

BASt-Bericht M 292

Eva Baumann, Sarah Geber, Christoph Klimmt, Fabian Czerwinski, Institut für Journalistik und Kommunikationsforschung, Hochschule für Musik, Theater und Medien, Hannover
96 Seiten
Erscheinungsjahr: 2019
Preis: 18 €

Bestellung eines gedruckten Exemplars bei der Carl Ed. Schünemann KG

Dieser Bericht steht auch kostenfrei im elektronischen BASt-Archiv ELBA zur Verfügung.

Das Projekt „Einfluss gleichaltriger Bezugspersonen (peers) auf das Mobilitäts- und Fahrverhalten junger Fahrerinnen und Fahrer“ untersucht, inwiefern riskantes Verhalten im Straßenverkehr durch Merkmale des Freundeskreises (Peergruppe) erklärt werden kann. Dieser Forschungsansatz ist als Ergebnis neuerer theoretischer und empirischer Entwicklungen entstanden, die zur Erklärung individuellen Verhaltens zunehmend auch solche Faktoren bemühen, die nicht auf der Ebene der einzelnen Person liegen, sondern die Normen (das Verhalten und die Einstellungen) im sozialen Nahraum integrieren. Ein zweiter Fokus dieser Studie lag auf der Identifikation verhaltensspezifischer und differenzieller Einflussfaktoren, weshalb drei unterschiedliche Arten des Risikoverhaltens junger Fahrerinnen und Fahrer adressiert worden sind, die für die Verkehrssicherheit alle hochgradig relevant sind: Fahren mit deutlich erhöhter Geschwindigkeit, Fahren nach dem Konsum von Alkohol und Handybenutzung während des Fahrens.

Im Rahmen dieses Projekts wurden zunächst 311 Personen repräsentativ ausgewählt, die einen Pkw-Führerschein besitzen und zwischen 18 und 24 Jahren alt sein mussten. Diese haben jeweils drei gute Freunde beziehungsweise Freundinnen genannt, die anschließend ebenfalls ausführlich befragt worden sind.

Die Ergebnisse basieren also auf einem Stichprobenumfang von 1.244 Personen und belegen einen starken Einfluss der Peergruppe auf das Risikoverhalten junger Fahrerinnen und Fahrer. Die Ergebnisse der Analysen auf individueller Ebene zeigen, dass die wahrgenommene Häufigkeit des Risikoverhaltens im Freundeskreis einen deutlich stärkeren Effekt auf die selbstberichtete Prävalenz des Risikoverhaltens hat als die wahrgenommene Einstellung der Freunde zu diesem Risikoverhalten.

Die Befunde der vorliegenden Studie verweisen in vielfältiger Hinsicht darauf, dass die Peergruppe mit Blick auf die Entwicklung verkehrssicherheitsstrategischer Kommunikationsmaßnahmen zu adressieren ist.

Peer influences on young adults’ risk behavior in road traffic

The project titled “Peer influences on young adults’ risk behavior in road traffic” analyzes the impact of peers’ characteristics on the explanation of young car drivers’ risky behavior. This research framework has emerged as a result of recent theoretical and empirical developments that integrated factors beyond the individual scope to explain behavior. The focus of this study is on the influence of social norms on individual behavior, with special regard to the differential effects of descriptive (i.e., behavioral) and injunctive (i.e., attitudinal) norms. Furthermore, this project aims to identify factors that are specific to one risk behavior (e.g. “drink & drive”) as well as factors with a generic influence on young adults’ risky behavior in road traffic. Therefore, we analyze three different kinds of risk behavior, which are all of high relevance for road traffic safety issues: speeding, drink & drive and texting.

A representative sample of 311 young adults aged 18 to 24 (and having car driver’s license) was drawn. Each of these subsequently nominated three peers and all have been surveyed with a standardized questionnaire. In sum, our sample consists of 1,244 persons.

The findings of this study document a strong influence of the peer group on the risk behavior in road traffic among young drivers. The results of the conducted multilevel regression models show that only drink & drive has a gender gap, i.e., men reported this kind of risk behavior significantly more frequently. Regarding the influence of individual (perceived) norms, descriptive norms of the peers (their perceived behavior) is a stronger predictor than injunctive norms (their perceived attitude).

The findings of this study point to the high relevance of the peer group as an important framework concerning risk behavior related injunctive and descriptive norms of young drivers. Thus, with regard to developing strategic road traffic safety communication campaigns, the peer group has to be addressed.

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    Bundesanstalt für Straßenwesen
    Brüderstraße 53
    51427 Bergisch Gladbach
    Info-Service
    Telefon: 02204 43-9101
    Fax: 02204 43-2550
    info@bast.de

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