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Anforderungen an die Evaluation der Kurse zur Wiederherstellung der Kraftfahreignung gemäß § 70 FeV

BASt-Bericht M 288

Simone Klipp, Bundesanstalt für Straßenwesen, Bergisch Gladbach, Paul Brieler, IFS GmbH, Hamburg, Tom Frenzel, Akademie für Psychotherapie und Interventionsforschung, Potsdam
Mike Kühne, Tobias Hundertmark, Kraftfahrt-Bundesamt, Flensburg, Birgit Kollbach, DEKRA Akademie GmbH, Berlin, Peter Labitzke, Landesamt für Bauen und Verkehr, Frankfurt/Oder, Axel Uhle, TÜV SÜD Pluspunkt GmbH, Mannheim
Unter Mitarbeit von Martina Albrecht, BASt, Ingo Buchardt, BMVI
41 Seiten
Erscheinungsjahr: 2019
Preis: 14,50 €

Bestellung eines gedruckten Exemplars bei der Carl Ed. Schünemann KG

Dieser Bericht steht auch kostenfrei im elektronischen BASt-Archiv ELBA zur Verfügung.

Kurse zur Wiederherstellung der Kraftfahreignung gemäß § 70 Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV) – im Folgenden als §70-Kurse – bezeichnet, sind verkehrspsychologische Gruppenmaßnahmen für Personen, die im Straßenverkehr mit Alkohol und/oder Drogen auffällig wurden. In diesen Kursen sollen in der Begutachtung der Fahreignung (Medizinisch- Psychologische Untersuchung, MPU) festgestellte Eignungsdefizite ausgeräumt werden. Teilnehmenden an den Kursen wird nach erfolgreichem Abschluss die Fahrerlaubnis ohne erneute Begutachtung neu erteilt, das heißt diese Kurse haben Rechtsfolgen. Dementsprechend müssen an die Kurse hohe Qualitätsanforderungen gestellt werden. Dies beinhaltet auch die regelmäßige Evaluation der Kurse.

Im vorliegenden Bericht werden einheitliche Anforderungen für die Evaluation definiert, die zukünftig durch die Träger der §70-Kurse, aber auch in anderen Bereichen der Fahreignungsförderung, angewendet werden können. Diese sollen dazu beitragen, die Transparenz und Nachvollziehbarkeit von Evaluationsbefunden zu erhöhen, und gleichzeitig neue Möglichkeiten für die Evaluation aufzeigen.

Die Arbeitsgruppe hat die nachfolgenden Empfehlungen für die Evaluation entwickelt, eine verbindliche Festlegung wird empfohlen:

  • Kriterium: einschlägige Wiederauffälligkeit;
  • Datengrundlagen: ZFER und FAER;
  • Stichprobenziehung (grundsätzlich vor der Untersuchung festzulegen):

    • bei kleineren Trägern: Vollerhebung aus zwei Rekrutierungsjahrgängen,
    • bei größeren Trägern: zufällig gezogene Stichprobe aus zwei Rekrutierungsjahrgängen;
  • Beobachtungsdauer: drei Jahre mit Datum der Neuerteilung;
  • Grenzwert zur Bewertung des Kurserfolgs: 10 Prozent.

Für eine Evaluation sind als Untersuchungszeitraum einschließlich Versuchsplanung mindestens sieben Jahre zu veranschlagen.

Requirements for the evaluation of courses for the restoration of fitness to drive according to §70 FeV

Courses for restoring a person‘s fitness to drive in accordance with §70 German Driving Licence Regulation (FeV)), subsequently referred to as §70-courses, are traffic-psychological group measures for persons who have become conspicuous in road traffic with alcohol and/or drugs related offences. In these courses, deficits in aptitude that have been identified in the assessment of fitness to drive (medical-psychological examination, MPU) are to be eliminated. After successful completion of the course participants will be issued a new driving licence without a repeat assessment, i.e. these courses have legal consequences. Accordingly, the courses must meet high quality requirements. This also includes the regular evaluation of the courses.

This report defines uniform requirements for evaluation which can be applied in the future by the organisers of the §70-courses, but also in other areas promoting fitness to drive. They should contribute to increasing the transparency and comprehensibility of evaluation results and at the same time point out new possibilities for evaluation.

The working group has developed the following recommendations for evaluation, a binding specification is recommended:

  • Criterion: relevant repeat offences;
  • Data bases: ZFER (Central Register of Driving Licences) and FAER (Register of Driver Fitness);
  • Sampling (generally to be determined before the investigation):

    • for smaller institutions: complete survey from two recruitment years,
    • for larger institutions: random sample from two recruitment years;
  • Observation period: three years from date of new issue;
  • Limit value for evaluation of course performance: 10 percent.

For an evaluation, at least seven years should be estimated as investigation period including design of experiments.

  • Kontakt

    Bundesanstalt für Straßenwesen
    Brüderstraße 53
    51427 Bergisch Gladbach
    Info-Service
    Telefon: 02204 43-9101
    Fax: 02204 43-2550
    info@bast.de

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