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Entwicklung der Fahr- und Verkehrskompetenzmit zunehmender Fahrerfahrung

BASt-Bericht M 280

Thomas Jürgensohn, Sandra Böhm, Dorota Gardas, Tilman Stephani, HFC Human-Factors-Consult GmbH Berlin
116 Seiten
Erscheinungsjahr: 2018
Preis: 19,50 €

Bestellung eines gedruckten Exemplars beim Carl Schünemann Verlag GmbH

Dieser Bericht steht auch kostenfrei im elektronischen BASt-Archiv ELBA zur Verfügung.

Ziel des Forschungsvorhabens war die Erarbeitung eines Durchführungskonzepts für eine Längsschnittstudie zur Erfassung der zeitlichen Entwicklung von Fahr- und Verkehrskompetenz bei Fahranfängern. Aus den Ergebnissen der Längsschnittstudie sollen Anforderungen an Maßnahmen zur Unterstützung des Kompetenzerwerbs abgeleitet werden können. Zur Erfüllung dieses Forschungsziels wird im ersten Teil des Berichtes auf Basis theoretischer Überlegungen und vor dem Hintergrund veröffentlichter Befunde zur Verkehrssicherheit von jungen Fahrern und Fahranfängern sowie deren Unterschieden zu erfahrenen Fahrern ein theoretisches Gerüst zu Fahrvermögen, Fahrkompetenz und deren Erhöhung durch Übung und Erfahrung abgeleitet.

Die Begriffe Fahrvermögen und Fahrkompetenz werden dabei als messbare Konstrukte definiert, die an die Verkehrssicherheit gekoppelt sind. Während Fahrvermögen das reine Fahrenkönnen beschreibt, umfasst der Begriff der Fahrkompetenz zusätzlich verkehrssicherheitsrelevante motivationale und volitionale Faktoren.

Im Bericht wird eine neue Klassifikation der Fahraufgabe vorgestellt, die auf die Belange der Untersuchung von Fahranfängern zugeschnitten ist. Es wird weiterhin eine Modellvorstellung zum Informationsverarbeitungsprozess beim Autofahren und zu Prozessen der Fahrkompetenzerhöhung auf Basis einer Ressourcenbetrachtung erarbeitet. Demnach gibt es drei verschiedene Informationsverarbeitungsebenen: die rein kognitive, die kognitiv-sensumotorische und die rein sensumotorische. In der kognitiven Ebene werden Aufgaben bearbeitet, die keine direkte Verbindung zu motorischen Aktionen haben. In der kognitiv-sensumotorischen Ebene arbeiten Kognition und Sensumotorik zur Erfüllung der primären Fahraufgaben der Quer- und Längsführung dauernd und kontinuierlich Hand in Hand. Auf die rein sensumotorische Ebene hat die Kognition keinen Einfluss.

Auf Basis der erarbeiteten Modellvorstellungen werden im zweiten Teil des Berichtes Anforderungen an das Design von Längsschnittstudien diskutiert. Der Kern der Untersuchung wird dabei durch die Erfassung von Befragungsdaten, durch Verhaltensbeobachtungen im Realverkehr sowie durch Simulatorversuche definiert. Schließlich werden zwei unterschiedlich komplexe Designs für Längsschnittstudien mit Fahranfängern erarbeitet.

Development of driving and traffic competence with increasing driving experience

The aim of this research project was to develop an implementation concept for a longitudinal study for the recording of the development of the driving and traffic competence of novice drivers over time. Requirements on measures for the support of the competence acquisition are to be developed from the results of the longitudinal study. To meet this research aim, in the first part of the report a theoretical framework for driving skill, driving competence and their increase by practice and experience is derived based on theoretical considerations and against the background of published findings regarding the traffic safety of young and novice drivers and the differences compared to experienced drivers.

The terms driving skills and driving competence are therefore defined as measurable constructs which are linked to traffic safety. Whilst driving skills describes purely the ability to drive, the term driving competence also includes the motivational and volitional factors relevant for traffic safety.

The report introduces a new classification of the driving task, which is tailored to the needs of the study of novice drivers. In addition, a model concept of the information processing process when driving cars and for the processes of the increase in driving competence is developed based on a consideration of resources. According to that, there are three different information processing levels: purely cognitive, cognitive-sensorimotoric and the purely sensorimotoric. On the cognitive level, tasks are processed which are not connected directly to motoric actions. On the cognitive-sensorimotoric level cognition and sensomotoric continuously work hand in hand to fulfil the primary driving tasks of the lateral and longitudinal guidance. On the purely sensorimotoric level, cognition does not have any influence.

Based on the developed model representations, the requirements on the design of longitudinal studies are discussed in the second part. In doing so, the essence of the study is defined by the recoding of survey data, traffic observations in real traffic and simulator experiments. Finally, two different complex designs for longitudinal studies with novice drivers are developed.

  • Kontakt

    Bundesanstalt für Straßenwesen
    Brüderstraße 53
    51427 Bergisch Gladbach
    Info-Service
    Telefon: 02204 43-9101
    Fax: 02204 43-2550
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  • Berichte zum Download

    Die Berichte der Bundesanstalt für Straßenwesen stehen ab dem Jahrgang 2003 zum Teil als kostenfreier Download im elektronischen BASt-Archiv ELBA zur Verfügung.