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Nachweis alkoholbedingter Leistungsveränderungen mit einer Fahrverhaltensprobe im Fahrsimulator der BASt

BASt-Bericht M 263

Markus Schumacher, Bundesanstalt für Straßenwesen
Dieser Bericht ist nur in digitaler Form erhältlich, 40 Seiten
Erscheinungsjahr: 2015
Preis: 0,00 €

Dieser Bericht steht kostenfrei ausschließlich im elektronischen BASt-Archiv ELBA zur Verfügung.

Kenntner-Mabiala et al. (2015) konnten für einen Fahrsimulator mit Bewegungssystem zeigen, dass die von ihnen entwickelte Fahrverhaltensprobe geeignet ist, alkoholbedingte Leistungsbeeinträchtigungen des Fahrers nachzuweisen. Mit dem Ziel, diesen Nachweis auch für den Fahrsimulator der BASt zu erbringen, der zwar mit derselben Software betrieben wird, jedoch über kein Bewegungssystem verfügt, wurde die vorliegende Studie durchgeführt. Dabei absolvierten 24 Probanden (doppelblind, randomisiert) diese Fahrprobe mit einem Blutalkoholspiegel von 0‰, 0.5‰ und 0.8‰. Die Fahrtdauer betrug etwa 45 Minuten. Dabei wurden die Fahrer mit Verkehrsszenarien konfrontiert, die typisch sind für Fahrten auf Landstraßen, Autobahnen und im Innenstadtbereich. Die Leistungsbewertung erfolgte über Selbsteinschätzungen, durch geschulte Beobachter sowie über die Erfassung von Verhaltensmaßen der Längs- und Querregulation. Zusätzlich wurde die Leistung in fahrsicherheitsrelevanten Leistungsbereichen mit einem computerbasierten Testsystem erfasst, das auch im Rahmen der amtlichen Fahreignungsbegutachtung eingesetzt wird. Zusammenhänge zwischen beiden Erfassungsmethoden wurden geprüft.

Es konnte gezeigt werden, dass die abgeleiteten Leistungsparameter ähnlich gut wie in der Vergleichsstudie zwischen den nüchtern und den unter Beeinträchtigung absolvierten Fahrten differenzieren. Dabei waren die relativen Veränderungen in den Leistungsparametern vergleichbar, in deren absoluter Höhe jedoch gewisse Unterschiede bestanden. Zusammenhänge zwischen der Leistung in der Fahrprobe und in der computerbasierten Testung konnten nicht nachgewiesen werden.

Zusammenfassend konnte für diese Fahrprobe gezeigt werden, dass sie auch bei Durchführung in einem Fahrsimulator ohne Bewegungssystem geeignet ist, alkoholbedingte Leistungsbeeinträchtigungen nachzuweisen. Die dabei erzeugten Daten können somit als Referenzdaten in weiteren Studien herangezogen werden, in denen Beeinträchtigungen durch Alter, Medikamente oder Erkrankungen untersucht werden.

Effects of alcohol on driving a representative test course in the BASt driving simulator

The impairment caused by alcohol is very often used as a benchmark for driving impairment caused by medicinal drugs or by illicit drugs. Kenntner-Mabiala et al. (2015) developed a representative test course and collected alcohol calibration data in a dynamic driving simulator. The test course com-prised highway driving and driving in rural and in urban areas.

The aim of the study at hand was to collect alcohol calibration data for the same test course in a stationary driving simulator and to compare this data to the data of the dynamic driving simulator.

In accordance with the procedure described by Kenntner-Mabiala et al. (2015), driving performance and driving errors of 24 healthy volunteers driving under placebo as well as with 0.05% and 0.08% BACs were assessed by trained observers (double-blind, randomized, crossover design). Additionally, performance indicators of longitudinal and of lateral control were assessed by the simulator software. Furthermore, all participants completed a set of computer-based tests developed for the assessment of skills related to driving (Vienna test system).

Performance measurements allowed to distinguish comparably well between sober and alcoholized driving in both driving simulators. There was no correlation between the performance in the driving simulator and the performance in the computerbased tests under any condition.

In summary, the representative test course turned out to be appropriate for the assessment of performance decrements caused by sedating drugs like alcohol, in a dynamic as well as in a stationary driving simulator. Therefore the experimental setup used in this study is also appropriate for further psychopharmacological research.

  • Kontakt

    Bundesanstalt für Straßenwesen
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    Telefon: 02204 43-9101
    Fax: 02204 43-2550
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  • Berichte zum Download

    Die Berichte der Bundesanstalt für Straßenwesen stehen ab dem Jahrgang 2003 zum Teil als kostenfreier Download im elektronischen BASt-Archiv ELBA zur Verfügung.