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Stationär-Geräusch von elektrisch angetriebenen Fahrzeugen

BASt-Bericht F 134

Ercan Altinsoy, Margitta Lachmann, Robert Rosenkranz, Lisa Steinbach, Technische Universität Dresden, Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik, Institut für Akustik und Sprachkommunikation, Lehrstuhl für Akustik und Haptik
113 Seiten
Erscheinungsjahr: 2020
Projektnummer: 82.0665
Preis: 19,00 €

Bestellung eines gedruckten Exemplars beim Carl Schünemann Verlag GmbH

Dieser Bericht steht auch kostenfrei im elektronischen BASt-Archiv ELBA zur Verfügung.

Vor dem Hintergrund des zunehmenden Einsatzes von Elektrofahrzeugen im Straßenverkehr besteht ein wachsender Bedarf zur Bestimmung der Wahrnehmbarkeit von Fahrzeuggeräuschen durch Fußgänger, da sich Elektrofahrzeuge bei niedriger Geschwindigkeit nahezu lautlos bewegen. Ziel des Projektes ist die Erarbeitung von Aussagen über den Einfluss eines künstlich erzeugten Stationär-Geräuschs von elektrisch angetriebenen Fahrzeugen auf die Sicherheit. Des Weiteren wurde erarbeitet, ob ein Stationär-Geräusch zur Vermeidung von Unfällen beitragen kann. Dazu wurden verschiedene sicherheitsrelevante Verkehrssituationen, verschiedene Stationär-Geräusche und auch Fahrgeräusche herangezogen. Für die Stationär-Geräusche wurden zwei Fahrgeräusche (UN-konformes Fahrgeräusch und US-konformes Fahrgeräusch) jeweils als Basis herangezogen und zusätzlich der Frequenzsprung durch prozentuale Frequenzänderung, eine Variation der Rauigkeit durch Veränderung der Frequenzabstände der tonalen Komponenten und ein Gesamtpegelsprung beim Wechsel von Stationär- auf Fahrgeräusch variiert, sodass insgesamt 58 verschiedene Geräusch-Variationen in drei Verkehrssituationen untersucht wurden. Insgesamt nahmen 40 Probanden (davon 20 Blinde und Sehbeeinträchtigte) an der Laborstudie teil. Sowohl in den Laboruntersuchungen, als auch im anschließenden Feldversuch mit Vertretern des Europäischen Blindenverbandes, der Autoindustrie, des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur, der Bundesanstalt für Straßenwesen und Anwohnern wurde gezeigt, dass nicht generell jedes Stationär-Geräusch in jeder Fahrsituation zu einer besseren Detektion führt. Einige Stationär-Geräusche zeigen sowohl bei Normalsehenden als auch bei blinden und sehbeeinträchtigten Personen signifikante Effekte bezüglich der Detektionsfähigkeit. Es wurde gezeigt, dass deutliche Unterschiede zwischen Fahr- und Stationär-Geräusch zum Beispiel durch Pegelsprung oder Frequenzsprung die Detektionsfähigkeit begünstigen.

Stationary sound of electrically powered vehicles

Due to the increasing use of electric vehicles in road traffic, there is a growing need to determine the perceptibility of vehicle sounds by pedestrians, since electric vehicles move almost silently at low speed. The aim of this project was to develop statements on the influence of an artificially generated stationary sound of electrically driven vehicles on safety. Furthermore, it was investigated whether a stationary sound can contribute to the avoidance of accidents. Various safety-related traffic situations, various stationary sounds and driving sounds were used for listening tests. For the stationary sounds, two driving sounds (UN-compliant driving sound and US-compliant driving sound) were used as a basis and additionally the frequency jump by percentage frequency change, a variation of the roughness by changing the frequency spacings of the tonal components and a total level jump when switching from stationary to driving sound varied so that a total of 58 different sound variations were examined in three traffic situations. A total of 40 subjects (including 20 blind and partially sighted) participated in the laboratory study. Both in the laboratory tests and in the subsequent field test with representatives of the European Blind Association, the automobile industry, the Federal Ministry of Transport and Digital Infrastructure, the Federal Highway Research Institute, it was shown that not every stationary sound in every driving situation leads to a better detection. Some sounds show significant effects in terms of detection capability for both the sighted and blind/partially sighted subjects. It has been shown that clear differences between driving and stationary sound, e.g. level jump or frequency jump positively influence the detectability.

  • Kontakt

    Bundesanstalt für Straßenwesen
    Brüderstraße 53
    51427 Bergisch Gladbach
    Info-Service
    Telefon: 02204 43-9101
    Fax: 02204 43-2550
    info@bast.de

  • Zu beziehen über

    Carl Ed. Schünemann KG
    Zweite Schlachtpforte 7
    28195 Bremen
    Telefon: 0421 36903-53
    Fax: 0421 36903-48
    buchverlag@schuenemann-verlag.de
    www.schuenemann-verlag.de

  • Berichte zum Download

    Die Berichte der Bundesanstalt für Straßenwesen stehen ab dem Jahrgang 2003 zum Teil als kostenfreier Download im elektronischen BASt-Archiv ELBA zur Verfügung.