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Korrosionsschutz von Brückenseilen – Wickelverfahren mit Korrosionsschutzbändern

BASt-Bericht B 154

Heinz Friedrich, Bundesanstalt für Straßenwesen
18 Seiten
Erscheinungsjahr: 2020
Preis: 9,00 €

Bestellung eines gedruckten Exemplars beim Carl Schünemann Verlag GmbH

Dieser Bericht steht auch kostenfrei im elektronischen BASt-Archiv ELBA zur Verfügung.

Für den äußeren Korrosionsschutz von vollverschlossenen Seilen werden üblicherweise ausschließlich für diesen Zweck zugelassene Beschichtungssysteme verwendet. Das hier beschriebene Wickelverfahren mit Korrosionsschutzbändern stellt eine interessante Alternative dar, vor allem, wenn dadurch bei Bestandsbauwerken auf umfangreiche Rüstarbeiten verzichtet werden kann. Die wesentlichen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Anwendung dieses Verfahrens werden am Beispiel von Erhaltungsmaßnahmen an der Talbrücke Obere Argen aufgezeigt.

Das Korrosionsschutzsystem besteht aus zwei Lagen von Butylkautschukbändern, die jeweils mit 50 prozentiger Überlappung um das Seil gewickelt werden. Da die Applikation mit Hilfe eines Wickelroboters vollautomatisch erfolgt, sind keine Gerüste, Hubsteiger, Einhausungen oder sonstige Maßnahmen notwendig, wodurch sich erhebliche Kosten- und Zeitvorteile ergeben können. Bei den Anschlüssen an den Verankerungen im Anfangs- und Endbereich der Seile werden die Korrosionsschutzbänder mit Hilfe eines Handwickelgerätes aufgebracht. Um die Haftung der Bänder auf der Seiloberfläche in diesen Bereichen zu optimieren, erfolgt hier in der Regel eine Grundbeschichtung mittels Primer.

An 22 Schrägseilen der Talbrücke Obere Argen wurde der Korrosionsschutz mittels des Wickelverfahrens erneuert. Im Vergleich zu der bisher aufgebrachten Beschichtung stellt dies mindestens eine gleichwertige Alternative dar.

Aufgrund der guten Erfahrungen und in Anbetracht der möglichen Minimierung von Verkehrseinschränkungen wird eine entsprechende Fortschreibung der ZTV-ING Teil 4 Abschnitt 5 „Korrosionsschutz von Brückenseilen“ empfohlen. Solange jedoch die Umwicklung von vollverschlossenen Seilen mit Korrosionsschutzbändern hier noch nicht geregelt ist, darf dieses Verfahren im Zuständigkeitsbereich des BMVI nur mit einer Zustimmung im Einzelfall erfolgen. Der vorliegende Bericht enthält Empfehlungen und Hinweise, die zur Vereinfachung und Beschleunigung dieses Prozesses beitragen sollen.

Wrapping locked coil ropes with corrosion protection tapes

For the corrosion protection of the exterior of full locked coil ropes only special coating systems may be applied. The described wrapping technology with corrosion-protection tapes constitutes an interesting alternative, especially as there is no major work on scaffolding required. The key requirements for a successful application are shown using the example of maintenance work at the bridge Obere Argen.

The corrosion protection consists of two layers butylcaoutchouc tape wrapped around the cable with 50 percent overlap, each. In the free length of the cables the corrosion-protection tapes are applied automatically by using a special wrapping-robot. Therefore no scaffolding, elevating platforms or enclosures are required, what might result in significant cost and time benefits. Close to the terminations the tapes are applied by the help of a hand-held device. In order to optimize the adhesion between tape and surface this area should previously be coated with a primer.

At 22 stay cables of the bridge Obere Argen the new corrosion protection has been applied by the use of wrapping technology. Compared with the previously used coating it can be considered as at least equivalent alternative.

Both good experience as well as the reduction of traffic restrictions lead to the recommendation to update the relevant regulations accordingly (ZTV-ING Teil 4 Abschnitt 5 „Korrosionsschutz von Brückenseilen“). As long wrapping with corrosion protection tapes is not included in the regulatory framework this technology may only be applied within the scope of an individual approval. The present report contains proposals and recommendations which may contribute substantially to simplification and acceleration of the process involved.

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