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4. Deutsch-Russische Verkehrssicherheitskonferenz

BASt-Bericht A 33

Referate der Konferenz am 26. und 27. Mai 2008 in der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
Dieser Bericht ist nur in digitaler Form erhältlich, 405 Seiten
Erscheinungsjahr: 2009
Preis: vergriffen €

Am 26. und 27. Mai 2008 fand in der Bundesanstalt für Straßenwesen die 4.Deutsch-Russische Verkehrssicherheitskonferenz statt. Sie wurde veranstaltet vonnamhaften deutschen Institutionen, die sich mit Fragen der Verkehrssicherheit befassen. Die russischen Partner der Konferenz waren die Russische Staatliche Akademie für Autoverkehr und Straßen MADI in Moskau, das Russische Forschungszentrum "Probleme der Straßenverkehrssicherheit" des Russischen Ministeriums des Innern, das NIIAT, die Staatliche Technische Universität Irkutsk und die Staatliche Universität für Architektur und Bauwesen Wolgograd.

P. REICHELT, Stellvertreter des Präsidenten der Bundesanstalt für Straßenwesen, eröffnet die Konferenz mit einer Begrüßungsansprache. Es folgen der Eröffnungsvortrag von W. PRICHODKO und W. SILJANOW von der Staatlichen Technischen Universität MADI zu den Forschungs- und Ausbildungsschwerpunkten auf dem Gebiet der Verkehrssicherheit in Russland sowie Grußworten von M. BANDMANN, Präsident des Deutschen Verkehrssicherheitsrates, M. HARTJE, Geschäftsführer der Deutschen Verkehrswacht, und K. KRUSE, Bund gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr.

Die Reihe der Fachvorträge leitet der Vertreter des Ministeriums des Innern Russlands, W.D. KONDRATJEW, ein mit einem Beitrag zur Realisierung der Zielvorgaben des Russischen Verkehrssicherheitsprogrammes für die Jahre 2006 bis 2012. Zahlreiche politische und sozioökonomische Aspekte des Staates und der Gesellschaft wirken auf das komplexe soziale System des Straßenverkehrs ein. Sowohl staatliche und nichtstaatliche Organe und Organisationen als auch die Industrie sind in eine koordinierte und engagierte Unfallverhütungsarbeit einzubinden. Es wurde ein Schwerpunktprogramm initiiert, dessen erste Phase 2007abgeschlossen werden konnte.

U. HAMMER vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat e.V. stellt die Nationale Kampagne zum Thema Geschwindigkeit vor. Anhand einer PowerPoint-Präsentationwerden die geschwindigkeitsbedingten Unfälle und die typischen Fehlerquellenverdeutlicht. Die drastischen Folgen tödlicher Geschwindigkeitsunfälle werden eindrucksvoll dargestellt.

W.W. DONCHENKO und E.E. MUN vom Scientific and Research Institute of MotorTransport (NIIAT) berichten über die Probleme gehbehinderter Menschen beim Zugang zu den öffentlichen Verkehrsmitteln. In Russland werden große Anstrengungen zur Sicherstellung der Mobilität Behinderter in der Verkehrsumweltunternommen. Die umfangreichen gesetzgeberischen und normativen Rechtsakte in der Russischen Förderation werden im Beitrag präsentiert. Neben einer Beschreibung der Verkehrsleistungssysteme für Bürger mit Mobilitätseinschränkungen in den Regionen Russlands werden verschiedene behindertengerechte Verkehrsmitteln vorgestellt.

Für die Bundesanstalt für Straßenwesen stellen E. FAERBER und B. LORENZ anhand einer PowerPoint-Präsentation Europäische und Globale Technische Regelungen zum Fußgängerschutz vor. Ihre Bedeutung wird anhand von Unfallstatistiken, der Darstellung von Unfallursachen und Verletzungsmustern veranschaulicht. Die wichtigsten Richtlinien sowie Regelungen zur internationalen Harmonisierung werden auszugsweise erläutert.

I.M. GOLOWNYKH von der Staatlichen Technischen Universität Irkutsk referiert zu Untersuchungen zur Verkehrssicherheit von Fußgängern und zur Verkehrsberuhigung. Am Beispiel des Gebietes Irkutsk werden die Maßnahmen zur Schaffung von Verkehrsberuhigungs- und Fußgängerzonen erläutert und die dazu durchgeführten Forschungsthemen, Vorlesungsschwerpunkte, neuen Technologien und Bemühungen auf dem Gebiet der internationalen Zusammenarbeit bei der Staatlichen Technischen Universität Irkutsk vorgestellt.

W. REINARZ ist Mitglied des Vorstandes der Kölner Verkehrs-Betriebe AG. In einer umfangreichen PowerPoint-Präsentation stellt er die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) im Rahmen des Verkehrs-Verbundraumes Rhein-Sieg vor. Die KVB versteht sich als moderner, integrierter Mobilitätsdienstleister, dessen wirtschaftliche Entwicklung sich über ein Jahrzehnt anhand der Fahrgastzahlen ablesen lässt. Infrastruktur, Streckenführung und die unterschiedlichen Fahrzeugangebote werden erläutert.

U. BRANNOLTE, Professor für Verkehrsplanung und Verkehrstechnik an der Bauhaus-Universität Weimar, referiert über Sicherheitsaudits für Straßen (SAS) als ein international verwendetes zusätzliches Instrument zur Qualitätssicherung in der Straßenplanung. In Deutschland dienen sie der systematischen und unabhängigen Ermittlung von Sicherheitsdefiziten, die beim Neu-, Um- oder Ausbau von Straßen zu berücksichtigen sind. Der Aspekt der Verkehrssicherheit erhält damit im gesamten Planungs- und Bauablauf eine herausragende Bedeutung. Die Charakteristika und Ziele der SAS werden beschrieben und die Wechselbeziehungen zwischen den verschiedenen am Auditprozess Beteiligten verdeutlicht.

Der Beitrag von M.M. DEWJATOW, S.S. MOKROUSSOW und M.W.SARUCHANJAN von der Staatlichen Universität für Architektur und Bauwesen in Wolgograd behandelt die Verkehrssicherung an Haltestellen des öffentlichen Personenverkehrs am Beispiel der Stadt Wolgograd. Das historisch entstandene Straßennetz Wolgograds führt zunehmend zur Nutzung der Hauptverkehrsstraßendurch den Transitverkehr. Die Unfälle in der Stadt wurden unter besonderer Berücksichtigung des Unfallgeschehens an Fußgängerüberwegen und an Haltestellen der öffentlichen Verkehrsmittel untersucht.

K.-H. SCHÄFER, Mitarbeiter des Büros für Stadt- und Verkehrsplanung Dr.-Ing. Baierin Aachen, präsentierte ein Forschungsprojekt im Auftrag des BMVBS: "Potenziale zur Verringerung des Unfallgeschehens an Haltestellen des ÖPNV". Nach einer Typisierung der Haltestellenformen wird das Unfallgeschehen in den Bereichen der Haltestellen selbst, im Annäherungsbereich und im Knotenpunktbereich detaillierten Analysen unterzogen. Die abgeleiteten Ergebnisse fließen in Schlussfolgerungen und Empfehlungen für Bus- und Straßenbahnhaltestellen ein.

V.V. NOWIZENTZEW und W. SILJANOW von der Staatlichen Technischen Universität MADI berichten über das Unfallgeschehen auf russischen Straßen. Kollisionen des motorisierten Verkehrs mit Fußgängern stehen im Mittelpunkt der Betrachtungen. Einer der Hauptgründe für derartige Unfälle ist die StVO-widrige Überquerung der Fahrbahn durch Fußgänger, entweder nicht an der vorgeschriebenen Stelle oder außerhalb der Überwege. 35,7 % der Getöteten gehen auf derartige Fehlverhaltensweisen zurück. Die Autoren geben Empfehlungen zur Reduzierung dieser Verkehrsunfälle.

Der PowerPoint-Beitrag von S. MATENA, Mitarbeiter der Bundesanstalt für Straßenwesen, setzt sich mit der EU-Direktive zum Verkehrssicherheitsmanagement und dem EU-Projekt Ripcord-Iserest auseinander. Die Beschlüsse der Verkehrsministerkonferenz aus dem Jahre 2003 werden präsentiert und die wichtigsten Themen aufgelistet, mit denen sich die Working Group on Infrastructure Safety auseinandergesetzt hat. Die wesentlichen Inhalte der EU Infrastrukturmanagement Direktive werden dargestellt und erläutert.

4th German-Russian Conference on Traffic Safety

The 4th German-Russian Conference on Traffic Safety was held at the Federal Highway Research Institute on 26 and 27 May 2008. It was organised by well-known German institutions dealing with traffic safety issues. The Russian partners of the conference were the Russian National Academy for Road Traffic and Roads (MADI) in Moscow, the Russian Research Centre for "Road Safety Issues" of the Russian Interior Ministry, the NIIAT, the Federal Technical University of Irkutsk and the National University for Architecture and Construction in Volgograd.

P. REICHELT, deputy president of the Federal Highway Research Institute, opened the conference with a welcome address. This was followed by opening presentations by W PRICHODKO and W SILJANOW from the National Technical University MADI concerning focal points for research and education in the field of traffic safety in Russia. Thereafter, M BANDMANN, president of the German traffic safety council, M HARTJE, managing director of the German road patrol and K KRUSE from the association against alcohol and drugs in road traffic greeted the participants.

W. D. KONDRATJEW, a representative of the interior ministry, started the series of technical presentations with a contribution concerning the implementation of the targets of the Russian traffic safety programme for 2006 to 2012. Numerous political and socio-economical factors of the state and the society affect the complex social system of road traffic. Government and non-government bodies and organisations as well as industry must be integrated into a coordinated and committed accident prevention programme. A focus programme was initiated and its first phase concluded in 2007.

U. HAMMER from the German Traffic Safety Council presented the national campaign concerning speed. A PowerPoint presentation illustrated speed-related accident problems and the typical fault sources. The drastic consequences of lethal high-speed accidents were impressively demonstrated.

W. W. DONCHENKO and E E MUN from the Scientific and Research Institute of Motor Transport (NIIAT) reported on problems experienced by persons with impaired mobility in obtaining access to public transport. Russia makes a considerable effort to ensure the mobility of physically handicapped persons in the traffic environment. The extensive legislative and regulatory structures of the Russian Federation were presented. In addition to a description of the traffic service systems for citizens with impaired mobility in the various Russian regions, a range of transport systems suitable for handicapped persons was presented.

E. FAERBER and B. LORENZ provided a PowerPoint presentation for the Federal Highway Institute on European and global technical regulations for the protection of pedestrians. The importance of this issue was illustrated by accident statistics and analyses of accident causes and injury patterns. Examples of the most important guidelines and regulations for international harmonisation were explained.

I. M. GOLOWNYKH of the National Technical University in Irkutsk reported on investigations into traffic safety for pedestrians and measures for traffic calming. Measures intended to calm traffic and create pedestrian zones were illustrated with examples from the Irkutsk area and research topics, focal points in lectures, new technologies and efforts in the area of international cooperation at the National Technical University of Irkutsk were presented.

W. REINARZ is member of the board of the Kölner Verkehrs-Betriebe AG (Cologne traffic company) (KVB). He introduced the KVB in an extensive PowerPoint presentation as an integral part of the Rhein-Sieg traffic network. The KVB presents itself as a modern, integrated mobility service provider. Its economic development during the last decade is well illustrated by the increasing number of passengers. The infrastructure, routing and different vehicle offers were explained.

U. BRANNOLTE, professor for traffic planning and traffic technology at the Bauhaus University in Weimar, spoke about safety audits for roads (SAS) as an internationally used, additional tool for quality assurance in road planning. In Germany, these audits are used for systematic and independent assessment of safety problems that have to be taken into account for new constructions, alterations or extensions of roads. This gives special importance to the aspect of traffic safety. The characteristics and goals of the SAS were described and the interdependencies between the various participants in the audit process were highlighted.

The contribution of M. M. DEWJATOW, S. S MOKROUSSOW and M. W. SARUCHANJAN from the National University for Architecture and Construction in Volgograd dealt with traffic safety at stopping points for local public transport, using the city of Volgograd as an example. The historically grown city network of Volgograd is increasingly leading to utilisation of the main traffic roads by transit traffic. The accidents in the city were investigated, with special consideration of the accident events at pedestrian crossings and stopping points.

K-H. SCHÄFER, a staff member of the Office for City and Traffic Planning Dr-Ing Baier in Aachen, presented a research project ordered by the Federal Ministry of Transport, Building and Urban Affairs titled: "Potential for reducing accident events at stopping points for local, public passenger traffic." The types of stopping points were classified and the accident events in the vicinity of the stopping points, the approach areas and the intersection areas were subjected to detailed analyses. The results derived will be integrated into the conclusions and recommendations for bus and tramway stopping points.

V. V. NOWIZENTZEW and W. SILJANOW from the National Technical University MADI reported on accident events on Russian roads. The considerations focused on collisions between vehicles and pedestrians. One of the main reasons for this kind of accident is illegal road crossing by pedestrians, either at places that were not intended for crossing or outside the pedestrian crossings: 35% of all fatalities are due to such inappropriate behaviour. The authors provide recommendations for reducing these traffic accidents.

The PowerPoint presentation of S. MATENA, a member of the Federal Highway Research Institute, dealt with the EU directive concerning traffic safety management and the EU project "Ripcord-Iserest". The decisions of the 2003 conference of traffic ministers were presented and the most important issues, which were handled by the Working Group on Infrastructure Safety, were listed. The most important issues of the EU infrastructure management directive were presented and explained.

  • Kontakt

    Bundesanstalt für Straßenwesen
    Brüderstraße 53
    51427 Bergisch Gladbach
    Info-Service
    Telefon: 02204 43-9101
    Fax: 02204 43-2550
    info@bast.de

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    www.schuenemann-verlag.de

  • Berichte zum Download

    Die Berichte der Bundesanstalt für Straßenwesen stehen ab dem Jahrgang 2003 zum Teil als kostenfreier Download im elektronischen BASt-Archiv ELBA zur Verfügung.