GSB 7.0 Standardlösung

Verkehrsbeeinflussung und Straßenbetrieb

EU ITS Platform (EU EIP) (6517006)
Die Einführung Intelligenter Verkehrssysteme (IVS) ist ein wesentliches, heutiges und zukünftiges Politikziel der Europäischen Union. Bekanntermaßen leisten IVS-Technologien ihren Beitrag zur nachhaltigen Mobilität im Hinblick auf die Verbesserung der Verkehrssicherheit, die Effizienzsteigerung, die Verringerung der Umweltbelastung und weitere positive Auswirkungen. Allerdings können bei einem Einsatz auf rein nationaler Ebene durch unterschiedliche technische Standards keine durchgehenden länderübergreifenden IVS-Dienste geschaffen werden, was nicht zu einem kohärenten europäischen Verkehrsnetz beiträgt. Die EU EIP-Studie bringt insgesamt 26 öffentliche und private Akteure aus 14 Mitgliedsstaaten zusammen, die gemeinsam an einer harmonisierten Umsetzung der IVS-Dienste arbeiten.

Verkehrsablauf an signalisierten Knotenpunkten mit hohem Radverkehrsaufkommen (70.925)
Radverkehr ist ein wichtiger Teil eines Gesamtverkehrskonzepts und Lichtsignalanlagen sind unverzichtbare Einrichtungen zur Steuerung des Verkehrsablaufs an plangleichen Knotenpunkten. In Abhängigkeit von Führung und Stärke des Radverkehrs können die Kapazität und Verkehrsqualität aller Verkehrsarten an signalisierten Knotenpunkten unterschiedlich stark beeinflusst werden. Die Beurteilung der Verkehrsqualität erfolgt mit dem Verfahren des HBS 2015 (Handbuch für die Bemessung von Straßenverkehrsanlagen). Als Qualitätskriterium dient dabei die Wartezeit, die allerdings nicht einheitlich für Kraftfahrzeug- und Radverkehr definiert ist. Zudem sind im Berechnungsverfahren nicht alle Fälle der Radverkehrsführungen enthalten und das vorhandene Verfahren ist nicht für hohes Radverkehrsaufkommen ausgelegt. Demnach ist ein Berechnungsverfahren, mit dem sowohl die Kapazität von lichtsignalgeregelten Knotenpunkten mit hohen Radverkehrsstärken ermittelt, als auch die Verkehrsqualität bewertet werden kann, für unterschiedliche Radverkehrsführungen und Signalisierungen erforderlich. Im Ergebnis sollen entsprechende praxistaugliche Berechnungsverfahren bereitgestellt werden. Des Weiteren sind die Einsatzgrenzen verschiedener Führungs- und Signalisierungsformen zu ermitteln und aufzuzeigen.

Praxisgerechte Empfehlungen zur Planung und Organisation von Arbeitsstellen kürzerer Dauer an Bundesautobahnen (03.520)
Die meisten Arbeitsstellen kürzerer Dauer (AkD) sind auf regelmäßig durchzuführende straßenbetriebliche Arbeiten zurückzuführen. Heute ist bereits von etwa 100.000 AkD pro Jahr auszugehen. Um die von AkD ausgehenden negativen Auswirkungen auf den Verkehrsablauf und die Verkehrssicherheit zu reduzieren und volkswirtschaftliche Verluste durch Staus, Verkehrsstörungen und Unfälle zu minimieren, sollen Planung, Organisation und Durchführung von AkD zukünftig effizienter gestaltet und optimiert werden. Ausgehend von den Ausführungen des Leitfadens zum Arbeitsstellenmanagement auf BAB ist als zentrales Ergebnis des Forschungsvorhabens ein anwenderorientiertes Handbuch mit „Best-practice“-Anwendungen aus dem straßenbetrieblichen Bereich zu erarbeiten. Dazu sollen bereits vorhandene Anweisungen und Erfahrungen in den Ländern sowie vorliegende Forschungserkenntnisse gesammelt, bewertet und Empfehlungen für bundesweite Vorgaben erarbeitet werden.

Untersuchungen zur FS50-Technologie (6516010)
Die Feuchtsalz-Streuung FS 30 (30 Prozent Lösungsanteil) ist seit Jahren im Winterdienst etabliert. Bei der zunehmend notwendigen und üblichen vorbeugenden Streuung weist diese Technik aber den Nachteil auf, dass relativ viel Salz vor der Wirkung durch Weh- und Schleuderverluste verloren geht. Die in jüngster Zeit praxisreif entwickelte Flüssigstreuung „FS 100“ haftet wesentlich besser auf der Fahrbahn und hat daher mit deutlich geringeren Mengen eine wesentlich verbesserte Wirkung. Sie erfordert aber spezielle Streumaschinen und daher erhebliche Investitionen, die nicht kurzfristig flächendeckend geleistet werden können. Zudem kann sie bei tiefen Temperaturen und bei größeren Eis- und Schneemengen nicht eingesetzt werden. Versuche aus Österreich, bei denen Feuchtsalz mit erhöhtem Lösungsanteil zur vorbeugenden Anwendung ausgebracht wurde (FS 50 und FS 70), lassen die Tendenz erkennen, dass dies eine Kompromiss- oder Übergangslösung sein könnte, da die Ausbringung mit modernen Streumaschinen ohne Umrüstung möglich ist. Außerdem kann der Einsatz von FS 50 auch dauerhaft das Einsatzspektrum der Feuchtsalz-Streuung ergänzen. Im Rahmen des Projekts soll die Methode der differenzierten Feuchtsalz-Streuung (Feuchtsalz mit nach Einsatz- und Witterungssituation differenzierter Anfeuchtung) praktisch erprobt und wissenschaftlich auf ihre Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit hin bewertet werden. Auf dieser Basis sollen Anwendungsempfehlungen gegeben werden.

Stammschäden an jungen Straßenbäumen (02.394)
Seit etwa 15 Jahren werden an jungen Straßenbäumen vermehrt Rindenaufplatzungen mit flächigen Absterbeerscheinungen im Rinden- und dem darunterliegenden Kambialbereich, vor allem auf der Süd- bis Südwestseite, festgestellt. Die Ursachen für diese Schädigungen sind bisher nicht eindeutig geklärt. Vermutungen wie Sonnenbrandnekrosen, Wassermangel, Pilze, Frostschäden oder weitere ungünstige klimatische Standortbedingungen, werden durch punktuelle Untersuchungen in NRW und Sachsen-Anhalt begründet und sollen verifiziert werden. Maßnahmen zur Schadensvermeidung und -begrenzung werden abgeleitet und können in das bestehende Regelwerk für die Artenwahl der bonitierten Gattungen, für die Pflanzung und für die straßenbetriebsdienstlichen Pflegemaßnahmen eingearbeitet werden. Das betrifft neben der Sortenwahl bei Neuanpflanzungen vor allem den Standort, die Pflanzung und die Pflegeschnitt- und Stammschutzmaßnahmen. Dadurch soll die Funktion der straßenbegleitenden Baumpflanzung als gestalterisches Element bei der Einbettung von Straßen in die Landschaft erhalten und gesichert werden.

Automatisch gesteuerte Streustoffausbringung durch Nutzung neuer mobiler Sensoren (04.297)
Die richtige Streustoffdosierung für eine effiziente Glättevermeidung und -beseitigung ist eine wesentliche Fragestellung im Straßenwinterdienst. Die notwendige Streustoffdosierung hängt von einer Vielzahl von Parametern ab. Diese sind je nach Glätteart unterschiedlich. In einem abgeschlossenen Forschungsvorhaben wurden die Voraussetzungen der streckenabhängigen automatischen Berechnung der Dosierung bereits untersucht und in ersten Testapplikationen bereits erprobt. Allerdings konnte nur die Fahrbahnoberflächentemperatur während der Streufahrten gemessen und entsprechend verarbeitet werden. Die Wasserfilmdicke musste der Streufahrzeugführer wie bisher aufgrund seiner subjektiven Wahrnehmung einschätzen und in das System manuell eingeben. Die Taupunkttemperatur spielte bei den bisherigen Betrachtungen noch keine Rolle. Neuartige Sensoren, die am Fahrzeug installiert werden, lassen die Messung der drei genannten Parameter während Fahrt zu. In einer Weiterentwicklung des vorhandenen Rechenmodells sollen diese in eine automatische Berechnung für die Streustoffausbringung mit einbezogen werden. Durch die zukünftige Verwendung aller wesentlichen Einflussgrößen bei der Streustoffdosierung wird in Zukunft eine deutlich bessere Einstellung der notwendigen Streudichte erwartet.

Streckenbezogene Glättevorhersage (04.279)
Die genaue Vorhersage einer winterbedingten Glätte für die einzelnen Abschnitte innerhalb eines zu betreuenden Straßennetzes stellt eine wesentliche Voraussetzung für die Durchführung eines effizienten Winterdienstes dar. Mit dem derzeitigen Straßenzustands- und Wetterinformationssystem (SWIS) werden nur durchschnittliche Vorhersagen für Regionen oder genaue Punktvorhersagen für vorhandene Glättemeldeanlagen-Standorte angeboten. Für die oft sehr unterschiedliche Netztopografie und verschiedenen Umgebungen der Straßen durch Bebauungen und Bewuchs innerhalb einer Vorhersageregion sind diese für die effektive Durchführung des Winterdienstes nicht immer ausreichend detailliert. Kostenintensive Kontrollfahrten und zu viel ausgebrachte Streustoffmengen sind häufig die Folge. Im Rahmen des Forschungsvorhabens sollen heute bekannte Verfahren für eine streckenbezogenen Glättevorhersage beschrieben, bewertet und weiterentwickelt werden. Zielsetzung ist die Ausarbeitung von Grundlagen und die Entwicklung einer Methodik, die eine genaue streckenbezogene Glättevorhersage ermöglicht. Diese soll alle Glättearten berücksichtigen und abbilden können, um zukünftig eine effizientere Streustoffausbringung und einen verbesserten Winterdiensteinsatz zu ermöglichen.

Erhöhung der Verkehrssicherheit schwächerer Verkehrsteilnehmer auf Geh- und Radwegen bei kritischer Witterung (89.308)
Winterbedingte Glätte führt immer wieder zu Unfällen bei Fußgängern und Radfahrern. Gleichwohl gelten die gesetzlichen Vorgaben zur Verkehrssicherungspflicht und die damit verbundenen Anforderungen an die Winterdienstdurchführung auch für Geh- und Radwege. Der nichtmotorisierte Verkehr soll zur Stärkung der umweltgerechten Mobilität gezielt gefördert werden. Allerdings sind schwächere Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger und Radfahrer im Verkehr besonderen Gefahren ausgesetzt, insbesondere bei kritischen Witterungssituationen wie Schnee- und Eisglätte. Ungenügend geräumte und gestreute Verkehrsflächen für Fußgänger und Radfahrer in den Wintermonaten schränken deren Verkehrsteilnahme ein und stellen ein erhöhtes Unfall- beziehungsweise Verletzungsrisiko dar. Ziel ist die Erarbeitung von effektiven Handlungsempfehlungen. Dazu sind verschiedene Verfahren in Bezug auf Wirksamkeit, Kosten und Umweltverträglichkeit zu untersuchen und vergleichend zu bewerten. Im Ergebnis wird ein den Anforderungen entsprechender Winterdienst unter möglichst geringen Kosten und Beeinträchtigungen auf die Umwelt bei ausreichender Gewährleistung der Verkehrssicherungspflicht erwartet.

Lkw-Parkinformationen (6514014)
Laut einer Erhebung des Bundesverkehrsministeriums aus April 2013 fehlen auf und an Bundesautobahnen circa 11.000 Lkw-Parkstände. Neben dem Bau neuer Parkstände fördert das Ministerium auch den Einsatz telematischer Systeme zur besseren Auslastung und Kapazitätserhöhung auf bestehenden Rastanlagen. Ziel des Projekts ist die Entwicklung einer Streckensteuerung zur besseren Verteilung der Lkw-Parknachfrage auf die Rastanlagen eines Streckenabschnittes. Dabei sollen infrastruktur- und fahrzeugbasierte Eingangsdaten berücksichtigt werden.

Vergleich der Detektoren für die Verkehrserfassung an signalisierten Knotenpunkten (03.513)
Die Aufgabe eines Detektors ist die zuverlässige Erfassung des Verkehrsgeschehens. Diese Daten dienen häufig der verkehrsabhängigen Steuerung von Lichtsignalanlagen im Zuge stark belasteter Straßen des örtlichen und überörtlichen Straßennetzes. Die Daten werden jedoch zunehmend auch für weitergehende Zwecke genutzt. So werden die Daten zum Beispiel in den modernen Verkehrsmanagementsystemen zur Identifikation der Verkehrslage genutzt. Die Grundlage aller sinnvollen verkehrsbeeinflussenden Maßnahmen ist die Auswahl geeigneter und zuverlässiger Detektoren. Allerdings sind deren Eigenschaften und Anwendungsmöglichkeiten derzeit noch nicht hinreichend untersucht worden. Die in den Bereichen der Detektion benötigten Erkenntnisse über eine Eignung der einzelnen Verfahren für die Anwendungsfälle stehen nicht überall zur Verfügung. Ziel des Projekts ist es, Einsatzkriterien für die verschiedenen Detektoren zu erarbeiten.

Betrieb neuer Sensorbauarten für Glättemeldeanlagen (6514016)
In den letzten Jahren wurden eine Reihe neuer Sensoren für Glättemeldeanlagen angeboten. Ziele der Hersteller sind die Verbesserung der Messwertqualität, die Erweiterung des Messwertumfangs und Vereinfachungen zur Kostenreduzierung. Teststellungen von verschiedenen Sensoren in der BASt führten allerdings zu neuen Fragestellungen für den Betrieb dieser Sensoren. Bei Tests unter Laborbedingungen erzielten geprüfte Sensoren nur unter sehr eng definierten Bedingungen anforderungsgerechte Ergebnisse. Diese Bedingungen existieren nicht auf der Straße. Sensoren für den Niederschlag zeigten bei niedrigen Niederschlagsintensitäten keinen Niederschlag an, obwohl sehr feuchte Fahrbahnen entstanden sind. Hier sind die Anforderungen bezüglich der Messempfindlichkeit in der bestehenden Europäischen Norm für Glättemeldeanlagen nicht ausreichend. Zunehmend werden berührungslos arbeitende Sensoren für Fahrbahnparameter angeboten. Diese bieten im Vergleich zu in der Fahrbahn eingebauten Sensoren den Vorteil, dass sie die tatsächlichen Fahrbahnoberflächen betrachten können. Diese Messflächen sind deutlich größer als die von eingebauten Sensoren. Anhand von Labor- und Feldtests soll das Messverhalten der einzelnen Sensoren untersucht werden. Dazu sind genaue Anforderungen zu definieren. Des Weiteren sind aussagekräftige Testverfahren zu entwickeln. Die Ergebnisse der Untersuchungen sollen in ein geplantes FGSV-Hinweispapier für die Planung, Bau und Betrieb und in zu überarbeitende Europäische Normen für Straßenzustands- und -wetterinformationssysteme einfließen. Mit dem genauen Wissen über die tatsächliche Qualität neuer Sensoren soll zukünftig ein höheres Vertrauen bei der Nutzung der Sensormesswerte entstehen und somit die Winterdienststeuerung weiter verbessert werden.

Praktische Erprobung des Steuerungsverfahrens telematisch gestütztes Kompaktparken (6512004)
Laut einer Erhebung im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung fehlten 2008 an Bundesautobahnen etwa 14.000 Lkw-Parkstände. Neben dem Ausbau der Rastanlagen sollen auch telematische Systeme eingesetzt werden, um den Belegungsgrad automatisch zu detektieren und die Kapazitäten von Rastanlagen zu erhöhen. Mit dem Ziel der Kapazitätserhöhung auf bestehenden Rastanlagen wurde ein neues Steuerungsverfahren entworfen, das „Kompaktparken“: Mehrere Lkw sollen kompakt hinter- und nebeneinander parken und somit durch den Wegfall von Fahrgassen die vorhandene Rastanlagenfläche bestmöglich ausnutzen. Mit Hilfe von dynamischen Anzeigen über den Parkstandsreihen erhalten die Fahrzeugführer Informationen über die späteste Abfahrzeit der Fahrzeuge, die in einer Reihe parken. Ankommende Fahrzeugführer sollen in der Reihe parken, in der die eigene geplante Abfahrtszeit angezeigt wird, so dass sich die Fahrzeuge gegenseitig bei der Abfahrt nicht behindern. Die Herausforderung für den neuen Steuerungsansatz ist die Entscheidung, wann und durch welche neue Abfahrtszeit eine angezeigte Abfahrtszeit ersetzt wird. Ziel des Projekts ist es, den Steuerungsansatz weiter zu entwickeln und mittels Simulation zu erproben und die Leistungsfähigkeit zu ermitteln. Im Rahmen des Projektes wird daran anschließend die praktische Umsetzung des Kompaktparkens auf einer Rastanlage durch die BASt begleitet.

Telematisch gesteuertes Kompaktparken für das Lkw-Parkraummanagement auf Rastanlagen an Bundesautobahnen - Anforderungen und Begleitung eines Piloten (02.334)
Laut einer Erhebung des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) fehlen auf und an Bundesautobahnen rund 14.000 Lkw-Parkstände (März 2008). Sicherheitsdefizite durch das unkontrollierte Abstellen von Lkw außerhalb der dafür vorgesehenen Flächen können die Folge sein. Neben dem Aus- und Neubau von Rastanlagen sollen auch telematische Systeme eingesetzt werden. Das neue Steuerungsverfahren "telematisch gesteuertes Kompaktparken" zeichnet sich dadurch aus, dass mehrere Lkw ohne Mittelfahrgasse kompakt, unmittelbar hinter- und nebeneinander parken. Um Behinderungen zu vermeiden, sollen nur Fahrzeuge in einer Parkstandsreihe parken, die die gleiche Abfahrtszeit haben oder später als die davor parkenden Fahrzeuge abfahren. Ziele des Einsatzes telematischer Einrichtungen zur Steuerung des Lkw-Parkens auf hochbelasteten Autobahnrastplätzen sind die Verteilung der Nachfrage auf der Rastanlage selbst und auf benachbarte Anlagen mit Kapazitätsreserven sowie die Reduktion des Parksuchverkehrs von Lkw-Fahrern. Generell soll eine Erhöhung der Kapazität durch die bessere Nutzung der vorhandenen Fläche auf der Rastanlage erzielt werden. Die vorliegende Untersuchung begleitet das Pilotprojekt.

Modernisierung Achslasterfassung (6508009)
Um Kenntnisse über die tatsächliche Belastung der Autobahnen durch den Schwerverkehr zu erhalten, werden die Gewichte und Achslasten der Schwerverkehrsfahrzeuge benötigt. Um die tatsächlichen Achslasten und Gewichte erfassen zu können, werden die Autobahnen mit einem Messstellennetz zur Achslasterfassung ausgestattet. Diese Daten werden für eine wirtschaftlichere Dimensionierung von Straßen und Brückenbauwerken, Abschätzung der restlichen Nutzungsdauer der bestehenden Infrastruktur, gesetzlichen Regelungen und Überwachung der zulässigen Fahrzeuggewichte benötigt. Es wird sukzessive ein Netz zur Achslasterfassung auf Autobahnen errichtet. Die BASt begleitet und koordiniert diesen Aufbau aus fachlicher Sicht.

Neues Verfahren zur Streubildbeurteilung (6508001)
Die richtige Ausbringung von Tausalzen ist eine wichtige Voraussetzung für die Sicherheit und Leistungsfähigkeit der Straßen unter winterlichen Bedingungen. Für eine bessere Verteilung nutzen die Streumaschinen die Feuchtsalztechnologie. Das Vermischen von Tausalzlösungen mit den eingesetzten trockenen Tausalzen unmittelbar bei der Ausbringung lässt eine bessere Verteilung der Tausalze infolge weniger Verwehungen zu. Für die Prüfung der Streustoffverteilung mit der Feuchtsalztechnologie gibt es bislang kein eingeführtes Prüfverfahren, das die separate Beurteilung der gleichmäßigen Verteilung der trockenen Tausalze und der Lösungen zulässt. Ein neu entwickeltes Verfahren kann Tausalze und Lösungen durch eine Art Feuchtaufsaugen aufnehmen. Die aufgenommenen Mengen sind anschließend getrennt nach Trockensalz und Lösung zu analysieren. Dieses Verfahren ist in seiner Anwendungseignung zu erproben und bei Eignung eine entsprechende Prüfvorschrift zu erarbeiten.

Realisierung der dritten Ausbaustufe der Achslasterfassung auf BAB (6507006)
Die Messstellen zur Achslasterfassung erfassen die tatsächlichen Gesamtgewichte und Achslasten der Schwerverkehrsfahrzeuge auf den BAB für statistische Zwecke. Diese Daten werden für eine wirtschaftlichere Dimensionierung von Straßen und Brückenbauwerken, Abschätzung der restlichen Nutzungsdauer der bestehenden Infrastruktur, gesetzlichen Regelungen und Überwachung der zulässigen Fahrzeuggewichte benötigt. Es wird sukzessive ein Netz zur Achslasterfassung auf Bundesautobahnen errichtet. Die BASt begleitet und koordiniert diesen Aufbau aus fachlicher Sicht. In der dritten Ausbaustufe des Netzes sollen Messstellen in elf BAB-Streckenabschnitten in fünf Bundesländern eingerichtet werden. Diese Netzerweiterung ermöglicht auch die Achslasterfassung im nördlichen Autobahnnetz. Die Aussagegenauigkeit und Repräsentanz der erfassten Achslastdaten wird hierdurch weiter gesteigert. In Abstimmung mit dem BAG sollen einige Messstellen zusätzlich zur Vorselektion überladener Schwerverkehrsfahrzeuge genutzt werden.