GSB 7.0 Standardlösung

Verkehrspsychologie, Verkehrspädagogik

Kinderunfallatlas 2013 bis 2017 (4318004)
Ziel des Projekts ist die Erstellung eines Kinderunfallatlas, in dem die Anzahl der Kinderunfälle von 2013 bis 2017 in den Kreisen nach Kategorien der Unfallhäufung eingeteilt werden. Hierzu werden die Kinderunfallzahlen (aufgeteilt nach Verkehrsteilnahme als Fußgänger, Radfahrer, Mitfahrer) auf Kreisebene in Bezug zu den Bevölkerungsdaten gesetzt. Weitere Bezugsgrößen sollen im Rahmen des Projektes erarbeitet werden. Die regionale Verteilung der Kinderunfälle nach Häufigkeit wird dann in einem Atlas dargestellt. Darüber hinaus werden die Gemeinden und Kreise zu Kategorien verschiedener Größe zusammengefasst, sodass Gemeindevergleiche innerhalb einer Kategorie möglich werden. Zusätzlich erfolgt eine Auswertung auf Landesebene. Es ist die dritte Auflage des Kinderunfallatlas, 2005 und 2012 ist das Projekt bereits auf große Resonanz gestoßen.

ESRA2 (4318006)
Die BASt ist eines der 26 Forschungsinstitute, die sich an der internationalen Befragungsstudie ESRA (E-Survey of Road Users' Attitudes) beteiligen. Innerhalb dieses vom belgischen Forschungsinstitut Vias initiierten Netzwerks werden vergleichbare Daten zu Einstellungen und Verhaltensweisen von Verkehrsteilnehmern erhoben, sodass vielfältige Informationen zu Geschwindigkeitsüberschreitungen, Fahren unter Alkoholeinfluss, Ablenkung/Müdigkeit sowie Schutzsystemen aus mehreren Ländern vorliegen. Durch einen wiederkehrenden Pool von Fragen seit der ersten Erhebung im Jahr 2015 wird eine Analyse der Entwicklung von Einstellungen zur Verkehrssicherheit über die Zeit ermöglicht.

Ältere Fußgänger – Voraussetzungen einer problemfreien und sicheren Verkehrsteilnahme aus psychologischer Sicht (SENIORWALK) (4318005)
Der Anteil an Senioren, die als Fußgänger im Straßenverkehr verunglücken, betrug in der Gruppe der 65-Jährigen und älter in 2014 annähernd 15%. Für die Personengruppe ab 75 Jahre betrug dieser Anteil sogar 59%. Als Fußgänger unterwegs sein, bedeutet für Ältere nicht notwendigerweise mehr Sicherheit im Vergleich zur Teilnahme als Pkw-Fahrer, gleichwohl Ältere besonders häufig als Fußgänger unterwegs sind. Zudem ist die Verletzbarkeit bei älteren Fußgängern besonders stark ausgeprägt, durch beispielsweise erhöhte Sturzgefahr mit Gefahr von Knochenbrüchen und Morbidität. Durch die demographische Entwicklung ist eine Zunahme der Anzahl von unfallbeteiligten Fußgängern zu erwarten. Die Unterstützung älterer Verkehrsteilnehmer in Fragen einer sicheren Mobilität als Fußgänger stand bislang nicht im Fokus von Forschung und Maßnahmen. Eine solche Unterstützung kann durch gezielte Sicherheitskommunikation, Wegbegleitung und Anpassungen der Infrastruktur erfolgen. Aber auch eine verbesserte Fahrzeugkonstruktion und -technologie kann dazu beitragen, Fußgängerunfälle zu vermeiden oder – im Falle einer Kollision – deren Folgen abzuschwächen. Eine zentrale Voraussetzung zur Umsetzung unterstützender Maßnahmen für Senioren als Fußgänger ist die Kenntnis über die Erwartungen der Senioren im Hinblick auf Sicherheit und Barrierefreiheit, die wahrgenommenen eigenen Kompetenzen sowie die Nutzung von Beratungs- und Informationsangeboten. Ziel des Projekts ist es, diese Zusammenhänge detailliert zu untersuchen, um unterstützende Maßnahmen ableiten zu können.

Prävalenz, Merkmale der Nutzer und Gefahrenpotenziale von Mobiltelefonen beim Radfahren (4317015) 
In einer Befragungsstudie in den Niederlanden gaben 55 % der befragten Radfahrer an, ihr Mobiltelefon zumindest gelegentlich während des Radfahrens zu nutzen. Informationen über die Prävalenz der Nutzung in Deutschland sowie die Merkmale der Nutzer liegen bislang nicht vor.  Das Projekt soll dazu beitragen, den Wissensstand zum Einfluss von Mobiltelefonen auf die Verkehrssicherheit von Radfahrern zu erweitern. Es sollen im Rahmen einer Befragung Erkenntnisse gewonnen werden über die Art und Häufigkeit der Nutzung von Mobiltelefonen beim Radfahren, die Motive und Merkmale der Nutzer sowie sicherheitskritische Verkehrssituationen. Diese subjektiven Angaben sollen ergänzt werden durch objektive Daten aus Verhaltensbeobachtungen von Radfahrern im Straßenverkehr. Auf diese Weise soll Wissen darüber gewonnen werden, wie häufig Mobiltelefone beim Radfahren genutzt werden und inwiefern dies das Risiko an einem Unfall beteiligt zu sein erhöht. Es sollen weiterhin Erkenntnisse über die Nutzer und ihre Motive gewonnen werden, um abschätzen zu können, wie bestimmte Radfahrermerkmale die Nutzung beeinflussen. Dieses aus den Befragungen und Beobachtungen gewonnene Wissen soll helfen, Empfehlungen für die zielgruppenspezifische Gestaltung von Verkehrssicherheitsmaßnahmen für Radfahrer abzuleiten.

Re-Evaluation Alkoholverbot für Fahranfänger (4317001)
Seit August 2007 gilt in Deutschland das absolute Alkoholverbot für Fahranfängerinnen und Fahranfänger. Dies gilt für alle Fahranfänger in der zweijährigen Probezeit sowie für Personen, die das 21. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Die BASt hat die Wirksamkeit des Alkoholverbots für Fahranfänger evaluiert. Im Ergebnis zeigten sich damals ein Rückgang alkoholisierter unfallbeteiligter Fahranfänger um 15% sowie ein Rückgang von Alkoholverstößen um 17% in den ersten 12 Monaten nach der Gesetzeseinführung. Vor dem Hintergrund zwischenzeitlicher gesellschaftlicher und rechtlicher Veränderungen sollen die Wirksamkeit und Nachhaltigkeit des Alkoholverbots für Fahranfänger erneut geprüft werden. Zu diesem Zweck soll mittels eines Forschungsdesigns, das methodisch analog dem der ersten Evaluation in 2008 ist, die Entwicklung des alkoholbedingten Unfallgeschehens und der Verkehrsverstöße von Fahranfängerinnen und Fahranfängern ermittelt und bewertet werden. Weiterhin sollen Erwartungen und Erfahrungen der Zielgruppe mittels Befragungen erhoben werden.

Entwicklung einer Methodik zur Untersuchung der Determinanten der Routenwahl von Radfahrern (82.673)
In Deutschland liegt der Anteil der getöteten Radfahrer an allen Verkehrstoten gleichbleibend über viele Jahre bei rund 10%, der Anteil schwerverletzter Radfahrer an allen Schwerverletzten sogar bei circa 19%. Situationsbezogene Merkmale, personenbezogene Merkmale und weitere zahlreiche Faktoren haben einen Einfluss zum einen auf die Entscheidung überhaupt Rad zu fahren, zum anderen auf die Wahl einer spezifischen Route. Für die Radnutzung sind bereits einige Determinanten mit unterschiedlich starkem Einfluss bekannt, beispielsweise Streckenlänge, durchschnittliche tägliche Verkehrsstärke, Anzahl an Halten an Knotenpunkten und Wetter. Die Faktoren oder Determinanten, die einen Einfluss auf die Wahl einer spezifischen Route haben, sind hingegen noch nicht ausreichend untersucht. Diese Determinanten der Routenwahl können sich dabei beispielsweise zwischen Personengruppen, genutzten Radtypen und Nutzungszwecken sowie nach der infrastrukturellen Flächennutzung unterscheiden. Ziele des Projekts sind den Stand der Forschung zur Routenwahl und deren Determinanten bei Radfahrenden zusammenzutragen sowie eine Methodik zur Untersuchung dieser Determinanten zu entwickeln und für eine aufbauende Studie zu erproben.

Die Entwicklung verkehrssicherheitsrelevanter Personenmerkmale von Seniorinnen und Senioren und ihre Einflussfaktoren: Eine Längsschnittstudie über fünf Jahre (82.649)
Bislang stützen sich alle verkehrssicherheitsrelevanten Erkenntnisse über das Unfallrisiko älterer Fahrerinnen und Fahrer auf Querschnittsanalysen. Auf dieser Basis dokumentieren nationale und internationale Publikationen ein erhöhtes fahrleistungsbezogenes Unfallrisiko älterer Autofahrer ab etwa 75 Jahren. Bislang nicht erforscht sind die individuellen Entwicklungen mobilitätsbezogener und verkehrssicherheitsrelevanter Merkmale älterer Pkw-Fahrer und -Fahrerinnen. Dadurch fehlt der wichtige Einblick in die Dynamik von Veränderungsprozessen. Das betrifft auch die Frage, wann altersbedingte verkehrssicherheitsrelevante Veränderungen exakt auftreten, wie lange es dauert, bis sich bestimmte Verhaltensanpassungen ausbilden und durch welche innere oder äußere Faktoren diese initiiert werden. Ziel des Projekts ist es, die Entwicklung verkehrssicherheitsrelevanter und mobilitätsbezogener Merkmale von Seniorinnen und Senioren im Rahmen einer Längsschnittstudie über einen Zeitraum von sechs Jahren zu verfolgen. Es soll untersucht werden, welche personenbezogenen Veränderungen – beispielsweise Krankheiten, Medikation, Erwartungen, Einstellungen – und welche Veränderungen der Lebensumstände und der Verkehrsumwelt sich wann und wie auf das Mobilitätsverhalten und das Unfallrisiko dieser Zielgruppe auswirken. Dabei sollte ein Zeitraum definiert werden, der als Übergang zu einem erhöhten Unfallrisiko wahrscheinlich ist.

Stand der Wissenschaft: Kinder im Straßenverkehr (82.559)
Kinder verhalten sich im Straßenverkehr in vielfacher Hinsicht anders als erwachsene Verkehrsteilnehmer. Die Ursachen hierfür wurden insbesondere in den 80er und 90er Jahren untersucht und beschrieben. Die damaligen Ergebnisse werden seither zitiert, häufig ohne hinreichende Berücksichtigung neuerer Untersuchungsergebnisse und Entwicklungen. Durch eine breitangelegte Analyse in- und ausländischer Literatur soll der Kenntnisstand zum Thema „Kinder im Straßenverkehr“ aktualisiert werden. Dabei sind sowohl motorische als auch kognitive und soziale Inhalte zu berücksichtigen und neue Ansätze der Prävention zu beschreiben. Ausdrücklich sind über den Bereich der verkehrswissenschaftlichen Literatur hinaus die entsprechenden Erkenntnisse diverser anderer Fachgebiete/Wissenschaften zu betrachten und in die Analyse einzubeziehen. Unfallursachen von Kindern im Straßenverkehr lassen sich nur dann sinnvoll beheben, wenn alle relevanten Zusammenhänge bekannt sind. Darauf aufbauend können neue Präventionsansätze erarbeitet und bereits vorliegende Ansätze modifiziert werden.

Häufigkeit von Ablenkung beim Autofahren (82.642)
Dieses Projekt ist die Fortführung einer Machbarkeitsstudie (82.376), in der eine Methodik zur Erfassung der Häufigkeit von ablenkenden Tätigkeiten beim Fahren entwickelt wurde, beispielsweise Smartphonebenutzung. Diese hat gezeigt, dass Befragungen unmittelbar im Anschluss an Fahrten eine geeignete Möglichkeit sind, um mit überschaubarem Aufwand umfassende Informationen über Art, Häufigkeit und Umstände der Ausführung solcher ablenkender Nebentätigkeiten zu erhalten. Der Stichprobenumfang war in dieser Machbarkeitsstudie aber zu klein, um belastbare und generalisierbare Aussagen treffen zu können. Im vorliegenden Projekt wird die entwickelte Methodik für die Erfassung einer größeren Stichprobe von Fahrern verwendet. Weiterhin wird die Verlässlichkeit der Angaben der Fahrer geprüft, indem diese während Fahrten beobachtet werden.

Förderung eigenständiger Mobilität von Erwachsenen mit geistiger Behinderung (82.663)
Menschen mit geistiger Behinderung sind oftmals in ihrer Mobilität eingeschränkt, da sie Schwierigkeiten haben, sich allein gefahrlos im Straßenverkehr zu bewegen. Die Erledigung täglicher Wege erfolgt meist durch organisierte Individualtransporte. Verkehrsspezifische Kompetenzen, die es den Betroffenen erlauben würden, bestimmte Wege selbständig zu Fuß, mit dem Fahrrad oder öffentlichen Verkehrsmitteln zu erledigen, können so nicht ausreichend erworben werden. Das Erlernen verkehrsspezifischer Kompetenzen ist grundsätzlich auch Menschen mit geistiger Behinderung möglich. Im Forschungsprojekt MogLi (Verbundprojekt MogLi Barrierefreier Schülerverkehr, Schlussbericht 2012) konnten 54 Prozent der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler befähigt werden, eigenständig Bus und Bahn zu benutzen. 30 Prozent der Schüler waren langfristig nicht mehr auf den Individualtransport angewiesen und konnten ihren Schulweg selbständig zurücklegen. Im Rahmen des vorliegenden Forschungsprojekts sollen die Erfahrungen aus dem Projekt „Mogli“ nun auf die Zielgruppe der Erwachsenen mit geistiger Behinderung ausgeweitet werden. Dabei sollen in Zusammenarbeit mit entsprechenden Einrichtungen Konzepte, die eine eigenständige Mobilität erwachsener Menschen mit Behinderung fördern, erarbeitet werden, wobei verschiedene Mobilitätsformen und Behinderungen berücksichtigt werden sollen. Ziel des Pilotprojektes ist dieser Zielgruppe eine möglichst sichere und eigenständige Mobilität zur Arbeit und in der Freizeit zu ermöglichen.

Analyse des Leistungsniveaus im Rettungsdienst für die Jahre 2016/17 (87.014)
Die Qualität der Versorgung von Verkehrsunfallopfern (und anderer Patienten) hängt unter anderem vom Leistungsniveau des Rettungsdienstes ab. Dieses Leistungsniveau lässt sich anhand ausgewählter Kenngrößen quantifizieren und als Jahresdurchschnittswerte darstellen. Die Untersuchung verfolgt zwei Ziele: Zum einen sollen repräsentative Daten über die Leistungen des Rettungsdienstes in der Bundesrepublik Deutschland für die Jahre 2016 und 2017 sowie für den Zeitraum 2016/17 insgesamt erstellt werden. Die Untersuchung soll auf den Ergebnisse der Leistungsanalysen der Vorjahre aufbauen und diese fortschreiben. Die zu erfassenden Daten sollen dabei mindestens dem Merkmalkatalog der früheren Studien entsprechen und unter anderem Angaben zum Einsatzanlass, Einsatzzeit, alarmierte Rettungsmittel, Sondersignalbenutzung, Notarztbeteiligung und Hilfsfrist umfassen. Zum anderen sollen entsprechend der Leistungsanalyse von 2008/09 und 2012/13 in Erweiterung dieses Merkmalkatalogs Erhebungen und Auswertungen erfolgen, die sich auf die Art und Schwere der Verletzungen/Erkrankungen beziehen, die vom Rettungsdienst versorgt werden. Diese zusätzlichen Merkmale sollen dabei schwerpunktmäßig für Straßenverkehrsunfallopfer ermittelt werden. Eine Integration darüber hinausgehender Informationen zu Straßenverkehrsunfallopfern soll hierbei soweit verfügbar berücksichtigt werden.

Methoden zur Untersuchung der Fahrsicherheit älterer Autofahrer (82.601)
Alters- und krankheitsbedingte Defizite der Wahrnehmungs- und Aufmerksamkeitsleistung sowie ein mögliches Nachlassen motorischer und kognitiver Fähigkeiten können die Fahrkompetenz älterer Autofahrer negativ beeinflussen. Es wurde bereits vielfältig gezeigt, dass die Erfassung der Fahrkompetenz von Senioren am besten mit Fahrverhaltensbeobachtungen im Straßenverkehr gelingt. Deren Durchführung ist jedoch sehr aufwändig, nur schwer standardisierbar und nicht völlig ungefährlich. Studien der BASt haben bereits gezeigt, dass psychometrische Leistungstests alleine nicht geeignet sind, das negative Abschneiden in Fahrverhaltensbeobachtungen zuverlässig zu prädizieren. Daher stellt die Durchführung von Fahrverhaltensbeobachtungen in Fahrsimulatoren möglicherweise eine geeignete Alternative dar. Ziel ist es eine Fahrverhaltensbeobachtung für die Durchführung in einem Fahrsimulator zu entwickeln und zu validieren. Für diese soll geprüft werden, ob damit die Fahrkompetenz älterer Verkehrsteilnehmer vergleichbar gut erfasst werden kann wie bei der Durchführung im Straßenverkehr.

Untersuchung sicherheitsrelevanten Fußgängerverhaltens (82.602)
Im Jahr 2012 wurden laut der amtlichen Straßenverkehrsunfallstatistik 32.716 Unfälle mit Personenschaden mit der Beteiligung von Fußgängern registriert. Zwar ist in den vergangenen zehn Jahren die Anzahl an verunglückten, schwerverletzten und getöteten Fußgängern rückläufig, jedoch liegen die Rückgänge im Vergleich niedriger als zu vergleichbaren Kollektiven bei Fahrern und Mitfahrern beim Pkw. Der Hauptteil der Forschungsaktivitäten im Bereich Fußgängerschutz hat sich in der Vergangenheit auf die Erhöhung der passiven Fahrzeugsicherheit und der aktiven Sicherheit konzentriert. Der Rückgang der Verletzungsschwere ist dadurch gut erklärbar. Wenige aktuelle Informationen liegen allerdings zum Verhalten von Fußgängern vor. Ziel des Projektes ist es, mittels Literaturauswertung und vorliegender Unfallanalysen situations- und personenbezogene Einflussfaktoren auf die Verkehrssicherheit von Fußgängern zu ermitteln. Zudem soll durch Beobachtungen das Verhalten von Fußgängern im Realverkehr beschrieben werden.  Ziele des Projektes sind die Ableitung der Einsatzmöglichkeiten und -grenzen von Fußgänger-Überquerungsanlagen sowie die Entwicklung von Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit von Fußgängern an Überquerungsanlagen.

Versorgung psychischer Unfallfolgen (4314001)
Die Folgen von schweren Straßenverkehrsunfällen sind vielfältig. In dem Forschungsprojekt sollen bestehende Angebote für Unfallopfer, die infolge eines Verkehrsunfalls unter psychischen Beeinträchtigungen leiden, gesichtet und systematisiert werden. Bestehende Probleme sollen sowohl aus Sicht der Betroffenen als auch der Unterstützung anbietenden Institutionen zusammengetragen und analysiert werden. Ziel des Projekts soll es sein, den Handlungsbedarf für Forschung und Umsetzung zu identifizieren. Durch eine Systematisierung und Kategorisierung der Leistungen der jeweiligen Institutionen wird eine Übersicht über die in Deutschland zur Verfügung stehenden Angebote für Straßenverkehrsunfallopfer in Form eines „Versorgungsatlas“ gewonnen. Versorgungslücken und der Handlungsbedarf werden aufgezeigt. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Angebote im Hinblick auf die Bewältigung psychischer Unfallfolgen. Aufgrund der Komplexität der Thematik sind jedoch auch weitere Angebote zu berücksichtigen, zum Beispiel juristische Hilfen oder soziale Unterstützungsangebote.