GSB 7.0 Standardlösung

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Straßenausstattung

Maßnahmen zur Verbesserung der Qualität von Markierungen durch erweiterte Prüfverfahren (6419001)
Fahrbahnmarkierungen dienen der Ordnung und der optischen Führung des Individualverkehrs. Sie leisten einen wesentlichen Beitrag zur Verkehrssicherheit. Die in Deutschland auf Bundesfernstraßen eingesetzten Markierungssysteme müssen zur Qualitätssicherung und -verbesserung den in den Zusätzlichen Technischen Vertragsbedingungen und Richtlinien für Markierungen auf Straßen (ZTV M) definierten Anforderungen genügen. Zu diesen zählt beispielsweise eine positive Eignungsprüfung auf der Rundlaufprüfanlage (RPA) der BASt. Zur Berücksichtigung technischer Entwicklungen im Bereich der Versuchs- und Messtechnik sowie im Bereich der Materialien und Produkte, gilt es, die Prüfungen an Neuerungen anzupassen und fortzuschreiben. Die kontinuierliche Weiterentwicklung der Prüfverfahren ist – vor dem Hintergrund einer möglichst detaillierten und zukunftsorientierten Abbildung der Realität – zwingend erforderlich. Weiterentwickelte Messverfahren sollen dazu beitragen, die Vergleichbarkeit von Prüfergebnissen auf der RPA mit dem tatsächlichen Verhalten der Markierungen auf der Straße zu verbessern. Je besser die Prüfbedingungen das Verhalten der Markierung auf der Straße abbilden, umso besser kann auch die Qualität der Markierungen auf der Straße werden.

Analyse von Einflussfaktoren und Kenngrößen für die maschinellen Detektion von Fahrbahnmarkierungen (03.0581)
Im Kontext des automatisierten und vernetzten Fahrens (AVF) gewinnen Fahrbahnmarkierungen für die Querpositionierung an Bedeutung. Ziel des Projekts ist die Beschreibung von Einflussfaktoren und Kenngrößen für die maschinelle Wahrnehmung von Fahrbahnmarkierungen beim AVF auf Bundesfernstraßen. Die Ergebnisse sollen als Grundlage für die Bestandsanalyse, das Ableiten des Handlungsbedarfs für Qualitätsanforderungen sowie die Verfügbarkeit und die Unterhaltung von Fahrbahnmarkierungen dienen.

EU-Forschungsprojekt HADRIAN (5419007)
Das EU-Forschungsprojekt HADRIAN (Holistic Approach for Driver Role Integration and Automation Allocation for European Mobility Needs) zielt auf die sichere Verwendung eines Fahrzeugs, das mit mehreren verschiedenen Systemen unterschiedlicher Automatisierungslevel ausgestattet ist. Die sichere Verwendung eines Automatisierungssystems setzt das Wissen der Fahrer voraus, welche Teile der Fahraufgabe durch ein System ausgeführt werden können, wo mögliche Systemgrenzen liegen und welche Aufgaben der Fahrer möglicherweise noch hat. Gesamtziel des EU-Projekts HADRIAN ist die Erforschung einer sicheren Mensch-Maschine-Schnittstelle, die gewährleistet, dass die Fahrer sich jederzeit über ihre Rolle im Klaren sind, auch beim Wechsel zwischen Funktionen verschiedener Automatisierungslevel. Systemgrenzen des automatisierten Fahrens werden zumeist durch Situationen im Umfeld des Fahrzeuges ausgelöst, sodass ein Zusammenhang der fahrzeuginternen Fahrereinbindung und der Straßeninfrastruktur besteht, die im Projekt berücksichtigt wird. Die BASt und weitere 15 europäische Partner aus Industrie, Wissenschaft und öffentlicher Hand arbeiten gemeinsam in dem von der EU im Rahmen des Horizont 2020 Programms geförderten Projekts.

Sonderlösungen für Fahrzeug-Rückhaltesysteme in besonderen Situationen in der Praxis an Landstraßen (6418000)
In der Praxis hat sich gezeigt, dass vor allem im Bereich der Landstraßen oft ungeprüfte Systemlösungen zum Einsatz kommen oder gar keine Systeme für bestimmte Situationen zur Verfügung stehen. Beengte Verhältnisse und Unterbrechungen sind nur einige Beispiele, wo geprüfte Lösungen benötigt werden. Die Prüfnorm DIN EN 1317 für Fahrzeug-Rückhaltesysteme (FRS) stellt Anforderungen an die Prüfung von längsgerichteten Schutzeinrichtungen, Anpralldämpfern, Anfangs- und Endkonstruktionen sowie Übergangskonstruktionen. An die örtlichen Randbedingungen angepasste Konstruktionen (sogenannte Sonderlösungen) stellen Neuentwicklungen dar, die jedoch keiner FRS-Art eindeutig zugeordnet werden können. Sie werden bislang nicht geprüft und deren Verhalten im Anprallfall wird in vielen Fällen als eher kritisch eingestuft. Zur Verbesserung der Verkehrssicherheit auf Landstraßen wird die Entwicklung neuer Sonderlösungen für bestimmte Einsatzbereiche begrüßt. Die Leistungsfähigkeit und praktische Eignung für den jeweiligen Einsatzbereich solcher Systeme sollte durch geeignete Anprallprüfungen nachgewiesen werden. Im Rahmen des Projekts sollen typische Situationen, insbesondere auf Landstraßen, systematisch analysiert und daraus Anforderungen an Sonderlösungen sowie an ihre Prüfungen entwickelt werden.

Kriterien für die Beurteilung des Gefährdungspotenzials für Motorradfahrer durch scharfkantige Konstruktionsteile in Fahrzeug-Rückhaltesystemen (03.0514)
Gefährliche Kurven an Motorradstrecken sind in der Regel mit speziellen Unterfahrschutzsystemen ausgestattet. Schutzeinrichtungen ohne Unterfahrschutzsystem sollten auch möglichst motorradfahrerfreundlich gestaltet sein und auf scharfkantige Konstruktionsteile verzichtet werden. So wurden bereits in den 1980er Jahren scharfkantige Pfosten von Schutzeinrichtungen durch abgerundete Pfosten ausgetauscht, um das Gefährdungspotenzial der Schutzeinrichtungen für gestürzte Zweiradfahrer zu vermindern. Diesem Grundgedanken der Gefahrenvermeidung folgen auch die Technischen Kriterien für den Einsatz von Fahrzeug-Rückhaltesysteme in Deutschland sowie auch die Zusätzlichen Technischen Vertragsbedingungen und Richtlinien für Fahrzeug-Rückhaltesysteme (ZTV FRS 2013). Derzeit fehlt jedoch eine für die Bewertung von Schutzeinrichtungen erforderliche, durch Forschung belegte Definition der Scharfkantigkeit. Im vorliegenden Projekt sollen mittels Unfallanalyse und Gefährdungseinstufung bekannter Systeme ein Versuchsprogramm an Komponenten von Schutzeinrichtungen entwickelt und durchgeführt werden. Als Ergebnis sollen Kriterien für die Beurteilung scharfkantiger Konstruktionsteile in Fahrzeug-Rückhaltesystemen und deren Einfluss auf die Gefährdung von Motorradfahrern beim Anprall formuliert werden, mit denen Fahrzeug-Rückhaltesysteme bei der Ausschreibung bewertet werden können.

Wirkung von Markierungen auf die Verkehrssicherheit (82.0609)
Ziel des Projekts ist die Quantifizierung des Einflusses von Längsmarkierungen auf Landstraßen auf die Verkehrssicherheit außerorts am Tag und bei Nacht. Hierzu ist die Wirkung der Fahrbahnmarkierung auf sicherheitsrelevante Verhaltensweisen zu ermitteln. Es soll untersucht werden, welche Auswirkungen fehlende Markierungen auf die Verkehrssicherheit haben können. Der Einfluss verschiedener Straßentypen, Querschnitte, Markierungszeichen, Witterungsbedingungen und umfeldbezogener Randbedingungen ist dabei zu berücksichtigen. Innerhalb der von den Richtlinien für die Markierung von Straßen gegebenen Randbedingungen soll das Potenzial für weitere Sicherheitsverbesserungen aufgrund eines zielgerichteten Einsatzes von Markierungen ermittelt werden. Zudem soll beurteilt werden, inwieweit die Bereitstellung und Erhaltung qualitativ hochwertiger Fahrbahnmarkierungen volkswirtschaftlich generell vorteilhaft ist, und ob die Markierung im Hinblick auf die demografische Entwicklung des Fahrerkollektivs und die zunehmende Verbreitung von Fahrerassistenzsystemen künftig besondere Bedeutung erlangt.

Qualifizierung der in Deutschland verwendeten Fahrzeug-Rückhaltesysteme mit verbesserten Schutz für Motorradfahrer nach den aktuellen europäischen Spezifikationen (03.0516)
Mit dem Ziel der Verbesserung der Verkehrssicherheit für Motorradfahrer wurden in Deutschland verschiedene motorradfahrerfreundliche Schutzeinrichtungen entwickelt, die insbesondere an Strecken mit hohem Motorradfahreraufkommen eingesetzt werden (BASt-Berichte V157 und V193). Im Jahre 2012 wurde die Technische Spezifikation CEN/TS 1317-8:2012 „Rückhaltesysteme für Motorräder, die die Anprallheftigkeit an Schutzplanken für Motorradfahrer reduzieren, veröffentlicht. Die darin veröffentlichten Bewertungskriterien weichen von den deutschen Annahmen zum Teil ab, die man als Grundlage für die bisherigen Versuche genommen hatte. In der Folge könnten die in Deutschland eingesetzten Systeme möglicherweise die europäischen Bedingungen nicht erfüllen. Das soll im Rahmen dieses Vorhabens überprüft und mögliche Handlungsempfehlungen abgeleitet werden.