GSB 7.0 Standardlösung

HinweisCookies

Diese Webseite verwendet Cookies. Diese dienen der Zwischenspeicherung bei Bestell- oder Anmeldevorgängen. Nicht erfasst werden Daten wie Nutzungshäufigkeit oder Verhaltensweisen. Hier erfahren Sie mehr zum Thema Datenschutz.

OK

Betonbauweisen

Akustische Optimierung von Fahrbahndecken aus Beton durch Oberflächentexturierung (08.0222)
Das Forschungsvorhaben verfolgt das Ziel, die messtechnischen Voraussetzungen für die geometrische Erfassung und Bewertung der zeitlichen Entwicklung längsgerichteter Oberflächentexturen in-situ und im Labor zu schaffen. So soll in dem Vorhaben eine Messmethodik auf Basis der Streifenlichtprojektion zur definierten, wiederholbaren, räumlichen Erfassung von texturierten Betonoberflächen in situ und im Labor entwickelt, erprobt und angewandt werden. Das schließt auch die Entwicklung, Erprobung und Anwendung geeigneter Auswerteroutinen zur qualitativen und quantitativen Beschreibung der Texturen und Texturveränderungen unter Berücksichtigung der segmentierten Festbetonbestandteile ein. Diese bilden die Grundlage für die objektive Analyse der zeitlichen Entwicklung der Veränderungen der Oberflächentextur in Abhängigkeit von den äußeren Einwirkungen durch Klima und Verkehr. In einem mehrstufigen Vorgehen soll zudem überprüft werden, welchen Einfluss die Betonrezeptur in Abhängigkeit der Textur auf deren Dauerhaftigkeit hat. Hierbei soll der Einfluss der Betonzusammensetzung in Abhängigkeit der Textur auf die Griffigkeit, das Drainagevermögen, die lärmtechnischen Eigenschaften im Kontext mit der Verschleißanfälligkeit systematisch analysiert werden.

Textilbewehrter Oberbeton als Basis für eine fugenlose Oberfläche von Betonfahrbahnen (08.0249)
In konventionellen unbewehrten Betonfahrbahndecken stellen insbesondere Risse und Fugen potenzielle Schwachstellen dar. Im vorliegenden Projekt soll die Ausbildung des textilbewehrten Oberbetons im Fugenbereich eingehend analysiert werden. Angedacht ist, textile Bewehrungen nur in Oberbetonschichten vorzusehen, die nachträglich auf eine bereits erhärtete Unterbetonplatte aufgebracht werden – beispielsweise im Zuge von Instandsetzungen. Durch eine derartig textilbewehrte Oberbetonschicht kann die unbewehrte Bauweise im Unterbeton beibehalten werden. Die Abdichtung – und insbesondere die aufwendige Pflege der Fugen an der Betonoberfläche – entfällt hingegen. Durch den Einsatz einer oberflächennah angeordneten textilen Bewehrung könnte somit die Lebensdauer erhöht und eine insgesamt wirtschaftliche/robuste Betonbauweise realisiert werden.

Einfluss der Betonzusammensetzung von Straßenbetonen auf die Spaltzugfestigkeit unter Berücksichtigung einer ausreichenden Dauerhaftigkeit (08.0255)
Im Rahmen des Projekts ist der Einfluss der Betonzusammensetzung – insbesondere an speziellen, für die Grindingtechnologie entwickelten Betonrezepturen – auf die an Zylinderscheiben ermittelte Spaltzugfestigkeit zu bestimmen. Hierbei sind, vergleichend zu aktuellen Standardrezepturen, die genauen Zusammenhänge zwischen den einzelnen Ausgangsstoffen, den daraus konzipierten Betonzusammensetzungen und der Spaltzugfestigkeit detailliert zu untersuchen und zu bewerten. Um im Ergebnis einen zielgerichteten Entwurf derartiger Betone zu ermöglichen und bei Nicht-Erreichen der Anforderungen gezielt Gegenmaßnahmen treffen zu können, sind weiterhin die Auswirkungen aller relevanten betontechnologischen Parameter zu ermitteln. Gleichzeitig soll die Dauerhaftigkeit des Betons anhand einer nachzuweisenden Spaltzugfestigkeit erörtert werden. Mit den Ergebnissen sollen aktuelle und insbesondere neuartige Betonrezepturen für Fahrbahndecken zielgerichtet auf eine geforderte Spaltzugfestigkeit hin entwickelt werden können. Zudem sollen fundierte Aussagen zu den Zusammenhängen zwischen der Spaltzugfestigkeit und den dauerhaftigkeitsrelevanten Betoneigenschaften oder -kennwerten getroffen sowie mögliche Anforderungswerte definiert werden können.

Erprobung von Betonfertigteilen für den Neubau und die grundhafte Erneuerung auf dem duraBASt (08.0253)
Im Bereich der baulichen Erhaltung wird der Einsatz modularer Fertigteilsysteme untersucht, da diese zum einen eine Verkürzung der Bauzeiten erwarten lassen. Zum anderen ist durch die werkseitige Fertigung von einer zielsicheren Herstellung mit einer hohen Qualität aufgrund der seriellen Produktion unter gleichbleibenden Randbedingungen auszugehen. Diese gilt es, auf den Bereich des Betonstraßenbaus zu übertragen. Im vorliegenden Forschungsvorhaben steht die Entwicklung und Herstellung einer speziellen Oberbaukonstruktion mit einer Betonfertigteildecke im Fokus. Ziel ist die Adaption und Erprobung von Fertigteilsystemen in die Bereiche der grundhaften Erneuerung und des Neubaus. Hierfür sind eine Weiterentwicklung und Optimierung bisher im Straßenbau erprobter Fertigteile und eine Anpassung der entsprechenden Kopplungs- und Höhenjustiersysteme vorzunehmen. Neben der Überprüfung der technischen Umsetzbarkeit und Einbaubarkeit sind insbesondere eine Multifunktionalität in der Oberflächenausbildung zu erreichen sowie der Einsatz verschiedener oberflächennaher Betongefüge zu untersuchen.

HESTER (3715008)
Straßenbefestigungen sind sowohl verkehrsbedingten als auch klimatischen Einwirkungen ausgesetzt. Da diese beiden Größen mehr oder minder großen Veränderungen unterliegen, kann hinsichtlich der Dauerhaftigkeit der Straßenbefestigungen nur bedingt auf vorhandene Erfahrungswerte aus der Vergangenheit zurückgegriffen werden. So hat sich die Verkehrsbelastung während der letzten 30 Jahre verfünffacht, für die nächsten 30 Jahre wird weiterhin eine Verdopplung des Schwerverkehrsaufkommens prognostiziert. Ebenso sind bereits heute die Auswirkungen der Klimaänderung deutlich erkennbar. Für die Verfügbarkeit der Straßen werden Ertüchtigungssysteme benötigt, die in relativ kurzer Zeit nutzbar sein müssen. Priorität sollte dabei die Dauerhaftigkeit der durchgeführten Erhaltungsmaßnahme haben. Ziel des Projektes ist es, die Betonfertigteilbauweise für Straßenbefestigungen zur Erhöhung der Dauerhaftigkeit der Befestigungen, Reduzierung der Bauzeiten in situ, Verbesserung der Wirtschaftlichkeit und Ressourcenschonung sowohl für den Neubau als auch für Maßnahmen im Rahmen der Erhaltung weiterzuentwickeln. Anwendungsfelder erschließen sich vor allem im kommunalen Bereich, wobei hier insbesondere Bushaltebuchten und -flächen sowie Kreisverkehre und hoch frequentierte Kreuzungsbereiche in inner- und außerstädtischen Gebieten zu nennen sind, die beispielsweise großen Beanspruchungen aus Brems- und Beschleunigungsvorgängen unterliegen.

Analyse des gefügeabhängigen Löslichkeitsverhaltens potenziell AKR-empfindlicher Gesteinskörnungen (06.0108)
Die Entwicklungen der letzten Jahre und laufende Forschungsarbeiten, zum Beispiel auf den Gebieten der durchgehend bewehrten Betonfahrbahn und/oder des Faserbetons zeigen, dass Fahrbahndecken aus Beton noch ein deutliches Potenzial in Bezug auf eine Verlängerung der belastungsorientierten Nutzungsdauer besitzen. Ein in den letzten Jahrzehnten nicht zufriedenstellend gelöstes Problem ist die schädigende Alkali-Kieselsäure-Reaktion (AKR) im Bereich des Betonbaus. Ziel des Forschungsvorhabens ist die Untersuchung, Analyse und Beschreibung der physikalisch-chemischen Abläufe sowie des Zusammenhangs zwischen dem Gefüge von Körnern im Oberflächenbereich und deren Löslichkeit in alkalischer Umgebung an ausgewählten Gesteinskörnungen mit unterschiedlicher Alkaliempfindlichkeit. Damit soll speziell jener Wissens- und Kenntnisstand aufgebaut und erweitert werden, der die Reaktionsabläufe auf der Oberfläche von Gesteinskörnungen umfasst. Die gesammelten Erkenntnisse sollen künftig dazu beitragen, eine schnelle und sichere Bewertung von Gesteinskörnungen hinsichtlich ihres Verhaltens im alkalischen Milieu vornehmen zu können, um dadurch eine Einschätzung ihrer Widerstandfähigkeit gegenüber einer AKR treffen zu können.

Einsatz von offenporigem Beton im Straßenbau (3712002)
Ziel des Projekts ist es, eine Betonfahrbahndecke zu entwickeln, deren obere Schicht aus einem offenporigen Beton hergestellt wird. Entgegen der derzeit praktizierten zweischichtigen Bauweise "frisch auf frisch", ist hier im ersten Schritt die Betonage des Oberbetons auf einer bereits erhärteten Unterlage vorgesehen. Ein weiteres Ziel ist die Optimierung der Bauweise, so dass eine dauerhafte Lärmminderung bei gleichzeitig hohem Dränagevermögen sowie guter Griffigkeit sichergestellt werden kann. Mit der Entwicklung dauerhafter lärmmindernder offenporiger Betonfahrbahnbeläge soll eine Alternative zu offenporigen Belägen in Asphaltbauweise etabliert werden, um den Straßenbauverwaltungen weiterhin, trotz steigender Anforderungen an die Lärmminderung, einen Gestaltungsspielraum bei der straßenbautechnischen Ausführung zu ermöglichen.