GSB 7.0 Standardlösung

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Automatisiertes Fahren

UrbANT (5419003)
Ziel des Projekts ist die Entwicklung, Fertigung und Erprobung eines individuellen, elektrisch angetriebenen Mikromobils. Es soll insbesondere Fußgängern die sichere und komfortable Mitnahme schwerer und großvolumiger Güter erlauben. Das Mikromobil wird Nutzern automatisiert folgen können. Es soll aber auch eine autonome Güterlieferung ermöglichen. Gemeinsam mit Partnern wird die BASt verkehrssicherheitsbezogene Anforderungen an das Mikromobil erarbeiten sowie Funktions- und Fahrzeugerprobungen der Hardware durchführen. Außerdem wird die BASt die Analyse und Bewertung der rechtlichen Zulassungs- und Betriebsvoraussetzungen vornehmen.

Grundlagen zur Kommunikation zwischen automatisierten Kraftfahrzeugen und Verkehrsteilnehmern (82.0701)
Da sich die Fahrzeugautomatisierung nur langsam, also schrittweise entwickelt, ist davon auszugehen, dass sich in Zukunft sowohl nicht-automatisierte, als auch in verschiedenen Stufen automatisierte Fahrzeuge im Straßenverkehr befinden, also sogenannter Mischverkehr. Ziel des Forschungsvorhabens ist es, Verkehrssituationen zu betrachten, die aufgrund des zukünftigen Mischverkehrs als kritisch beurteilt werden müssen, weil die heutigen Kommunikationsformen wie Gestik oder Blicke sich nicht auf die Kommunikation von Verkehrsteilnehmern mit automatisierten Fahrzeugen übertragen lassen. Es werden zunächst relevante Kommunikationsformen zwischen den Verkehrsteilnehmern analysiert, die heute in verschiedenen Verkehrssituationen (Stadt, Land, Autobahn) auftreten, sowie Kommunikationsformen erarbeitet, die sich bewährt haben und sich auf den zukünftigen Mischverkehr übertragen lassen. Es gilt auch neue Kommunikationsformen aufzuzeigen und zu bewerten, wo aufgrund des Mischverkehrs heutige Kommunikationsformen nicht funktionieren.

EuroNCAP HMI-AD (5417004)
Die Sicherheit des automatisierten Fahrens wird heute wie auch in Zukunft zu einem hohen Maße von einer sicheren Interaktion des Fahrers mit seinem automatisierten Fahrzeug abhängen. Im Rahmen der Euro NCAP Roadmap 2020 bis 2025 wurde deshalb entschieden, den Aspekt der Mensch-Maschine-Interaktion in den Bewertungsprozess aufzunehmen. Ziel ist es, unter Einsatz von aktuellen Human Factors Forschungsmethoden eine sichere Interaktion zwischen dem Fahrer und der automatisierten Fahrfunktion bewertbar zu machen. In Anbetracht bisher fehlenden Methodik wurde entschieden, sich dem Bewertungsgegenstand über eine Best-Practice-Betrachtung zu nähern. Dazu werden standardisierte Bewertungsmethoden entwickelt, die neben einer Expertenbetrachtung auch Probandenuntersuchungen einschließen. Use Case spezifisch sollen auf dem Markt verfügbare kontinuierliche Automatisierungsfunktionen, beginnend bei SAE Level 2, berücksichtigt werden.

EU-Projekt L3Pilot (5417006)
Ziel dieses im Rahmen des EU-Förderprogramms Horizon 2020 geförderten Projekts ist es, die Funktionsfähigkeit des automatisierten Fahrens in Pkw als ein sicheres und effizientes Verkehrsmittel zu testen und neue, auf dem automatisierten Fahren basierende Servicekonzepte für eine umfassende Mobilität zu erforschen und zu fördern. Aus dem übergreifenden Ziel wurden vier Teilziele abgeleitet: Schaffung einer harmonisierten europäischen Test-Umgebung für Pilotstudien zum automatisierten Fahren, Koordinierung von Vorbereitungen zur Datenerfassung, Durchführung und Auswertung von Pilotstudien zu automatisierten Fahrfunktionen und zum kooperativen automatisierten Fahren sowie Initiierung und Förderung der Markteinführung des automatisierten Fahrens. Koordinator des EU-Projekts ist die Volkswagen AG, Deutschland. Die BASt führt im Rahmen des Projekts eine Studie zur Untersuchung des Langzeiteinflusses von automatisiertem Fahren auf die Nutzerakzeptanz durch und wirkt bei der Abschätzung der Sicherheitswirkungen mit, die vom automatisierten Fahren ausgehen.

PEGASUS FAT Projekt (5416002)
Mit Hilfe des Projektes PEGASUS (Projekt zur Etablierung von generell akzeptierten Gütekriterien, Werkzeugen und Methoden sowie Szenarien und Situationen zur Freigabe hochautomatisierter Fahrfunktionen) sollen wesentliche Lücken im Bereich des Testens bis hin zur Freigabe hochautomatisierter Fahrfunktionen geschlossen werden. Ziel ist es, ein Vorgehen für das Testen automatisierter Fahrfunktionen zu entwickeln, um die zügige Einführung des automatisierten Fahrens in der Praxis zu ermöglichen. Die BASt beteiligt sich mit einer "Evaluation von Automationsrisiken einer hochautomatisierten Fahrfunktion" als assoziierter Partner an dem Projekt und wird durch die FAT gefördert. Ziel der BASt ist die Identifizierung von Automationsrisiken, welche bei der Interaktion zwischen einem hochautomatisiert fahrenden Fahrzeug und dem Fahrer entstehen können. In einem Feldversuch wird hierbei zunächst der Einfluss der Verkehrsdichte auf die Übernahmeleistung des Fahrers betrachtet werden. Die Fahrversuche sollen mögliche Sicherheitsrisiken während Transitionen aufdecken und eine erste Einschätzung bezüglich des Einflusses der Verkehrssituation ermöglichen. In einem weiteren Schritt erfolgt in Abstimmung mit dem PEGASUS-Konsortium und der FAT die Definition eines erweiterten Anwendungsszenarios, welches ebenfalls im Feld untersucht werden soll. Bei den empirischen Feldversuchen wird das BASt-eigene Versuchsfahrzeug eingesetzt, welches ein realitätsnahes Abbild einer automatisierten Fahrfunktion gewährleisten kann.

AdaptIVe (5413020)
Ziel des europäischen Forschungsprojekts AdaptIVe ist die Verbesserung der Effizienz und Sicherheit des Straßenverkehrs. AdaptIVe strebt ein gutes Zusammenspiel zwischen Fahrer und Fahrerassistenzsystemen unter Zuhilfenahme von erweiterter Sensorik, kooperativen Fahrzeugtechnologien und integrativen Strategien an. Dabei stellt sich der Automatisierungsgrad auf die Verkehrssituation und die Fähigkeiten des Fahrers dynamisch ein. Um automatisiertes Fahren Wirklichkeit werden zu lassen, bleibt der Fokus nicht auf die technologischen Aspekte beschränkt, sondern bezieht auch rechtliche Aspekte mit ein, um eine erfolgreiche Markteinführung zu unterstützen. Betrachtet werden sowohl automatisierte Fahrfunktionen für Autobahnen und für den Stadtverkehr, darüber hinaus auch spezielle Anwendungsfelder wie das vollautomatische Parken. Die BASt ist in mehreren Teilprojekten engagiert, beispielsweise bei der rechtlichen Bewertung der Vereinbarkeit von Fahrerassistenzsystemen mit europäischem Straßenverkehrs-, Produkthaftungs- und Datenschutzrecht. Daneben wird auch an der Entwicklung eines gemeinsamen Bewertungsrahmens für automatisierte Applikationen gearbeitet. Dabei steht die Entwicklung neuer Methoden zur Bewertung einer Sicherheitssteigerung durch automatisierte Fahrfunktionen im Mittelpunkt.

Grundlagenprojekt: Infrastrukturbedarf automatisierten Fahrens (82.0623)
Soweit eine Fahrzeugautomatisierung betrachtet wird, die den Fahrer aus dem Fahrer-Fahrzeug-Regelkreis entlässt, ist bislang weitgehend unklar, ob und welche Anforderungen eine Umsetzung automatisierten Fahrens an die Infrastruktur voraussetzt. Das vorliegende Grundlagenprojekt soll deshalb unter Berücksichtigung technischer Funktionsanforderungen von hochautomatisierten Systemen Anforderungen an die Infrastruktur ableiten. Betrachtet werden sollen Systeme, die im heute prognostizierbaren Zeitraum realistisch auf der Straße zu erwarten sind.