GSB 7.0 Standardlösung

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Automatisiertes Fahren

Evidenzorientierte Ableitung von sicherheitsrelevanten Grundszenarien (Steuerungs-Typen) für die Fahrdomäne Bundesautobahn (82.0729)
Zur Bewertung der Eignung einer Automatisierung zur Steuerung eines Kraftfahrzeuges im realen Straßenverkehr fehlt eine geeignete Datengrundlage. Benötigt wird eine allgemeingültige Systematik zur Klassifikation von Steuerungssequenzen. Im Projekt sollen die für das Steuerungsverhalten relevanten situativen Merkmale erarbeitet werden, die für die Klassifikation notwendig sind. Das Klassifikationsschema und die notwendigen Merkmale werden in Form einer geeigneten Datensatzbeschreibung dokumentiert. In einer 2. Phase soll das erarbeitete Klassifikationsschema auf reale Verkehrsbeobachtungen angewendet werden. Die Systematik liefert eine wichtige Grundlage für die Zuarbeit der BASt zu den internationalen Arbeitsgruppen, welche das Vorgehen für die Zulassung von hoch- oder vollautomatisierten Fahrzeugfunktionen thematisieren. Gleichzeitig ist die zu entwickelnde Systematik Bestandteil der Vorarbeiten zur Umsetzung des Maßnahmenplans der Bundesregierung zum Bericht der Ethik-Kommission Automatisiertes und Vernetztes Fahren.

VV Methoden Projekt (5419004)
Im Zentrum des Projekts steht die Entwicklung eines methodischen Ansatzes für den Sicherheitsnachweis hochautomatisierter und autonomer Fahrzeuge des SAE-Level 4/5 im urbanen Umfeld. Das Projekt baut auf den Ergebnissen des Vorgängerprojektes PEGASUS auf, das automatisierte Fahrzeuge des SAE-Level 3 auf Autobahnen betrachtet hat. Die Erweiterung des Anwendungsbereiches der Automatisierung auf den städtischen Bereich geht einher mit einer steigenden Komplexität der zu berücksichtigenden straßenverkehrsrelevanten Aspekte. Exemplarisch wird hierbei der Anwendungsfall der innerstädtischen Kreuzung betrachtet, die sich durch querenden und abbiegenden Verkehr, die Wirkung von Lichtsignalanlagen, die Ausführung von separaten Fahrstreifen zum Abbiegen sowie eine Vielzahl von verschiedenen Verkehrsteilnehmern auszeichnet – insbesondere auch ungeschützte wie Fußgänger und Fahrradfahrer. Die BASt formuliert im Projekt Anforderungen an die Projektergebnisse von VV Methoden aus Sicht einer regelungsnahen Forschungseinrichtung des Bundes. Im Rahmen der Homologation urbaner SAE-Level 4/5 Fahrzeuge ist insbesondere ein tiefgreifendes Verständnis der Gefahrenentstehung in einer komplexen urbanen Verkehrsumwelt wesentlich. Auf Basis eines grundlegenden Verständnisses der Zusammenhänge von Verkehr und Gefährdungen können Risikofaktoren identifiziert und verallgemeinert und damit der Testumfang für die Homologation der Systeme abgeleitet werden.

EU-Forschungsprojekt HADRIAN (5419007)
Das EU-Forschungsprojekt HADRIAN (Holistic Approach for Driver Role Integration and Automation Allocation for European Mobility Needs) zielt auf die sichere Verwendung eines Fahrzeugs, das mit mehreren verschiedenen Systemen unterschiedlicher Automatisierungslevel ausgestattet ist. Die sichere Verwendung eines Automatisierungssystems setzt das Wissen der Fahrer voraus, welche Teile der Fahraufgabe durch ein System ausgeführt werden können, wo mögliche Systemgrenzen liegen und welche Aufgaben der Fahrer möglicherweise noch hat. Gesamtziel des EU-Projekts HADRIAN ist die Erforschung einer sicheren Mensch-Maschine-Schnittstelle, die gewährleistet, dass die Fahrer sich jederzeit über ihre Rolle im Klaren sind, auch beim Wechsel zwischen Funktionen verschiedener Automatisierungslevel. Systemgrenzen des automatisierten Fahrens werden zumeist durch Situationen im Umfeld des Fahrzeuges ausgelöst, sodass ein Zusammenhang der fahrzeuginternen Fahrereinbindung und der Straßeninfrastruktur besteht, die im Projekt berücksichtigt wird. Die BASt und weitere 15 europäische Partner aus Industrie, Wissenschaft und öffentlicher Hand arbeiten gemeinsam in dem von der EU im Rahmen des Horizont 2020 Programms geförderten Projekts.

UrbANT (5419003)
Ziel des Projekts ist die Entwicklung, Fertigung und Erprobung eines individuellen, elektrisch angetriebenen Mikromobils. Es soll insbesondere Fußgängern die sichere und komfortable Mitnahme schwerer und großvolumiger Güter erlauben. Das Mikromobil wird Nutzern automatisiert folgen können. Es soll aber auch eine autonome Güterlieferung ermöglichen. Gemeinsam mit Partnern wird die BASt verkehrssicherheitsbezogene Anforderungen an das Mikromobil erarbeiten sowie Funktions- und Fahrzeugerprobungen der Hardware durchführen. Außerdem wird die BASt die Analyse und Bewertung der rechtlichen Zulassungs- und Betriebsvoraussetzungen vornehmen.

Grundlagen zur Kommunikation zwischen automatisierten Kraftfahrzeugen und Verkehrsteilnehmern (82.0701)
Da sich die Fahrzeugautomatisierung nur langsam, also schrittweise entwickelt, ist davon auszugehen, dass sich in Zukunft sowohl nicht-automatisierte, als auch in verschiedenen Stufen automatisierte Fahrzeuge im Straßenverkehr befinden, also sogenannter Mischverkehr. Ziel des Forschungsvorhabens ist es, Verkehrssituationen zu betrachten, die aufgrund des zukünftigen Mischverkehrs als kritisch beurteilt werden müssen, weil die heutigen Kommunikationsformen wie Gestik oder Blicke sich nicht auf die Kommunikation von Verkehrsteilnehmern mit automatisierten Fahrzeugen übertragen lassen. Es werden zunächst relevante Kommunikationsformen zwischen den Verkehrsteilnehmern analysiert, die heute in verschiedenen Verkehrssituationen (Stadt, Land, Autobahn) auftreten, sowie Kommunikationsformen erarbeitet, die sich bewährt haben und sich auf den zukünftigen Mischverkehr übertragen lassen. Es gilt auch neue Kommunikationsformen aufzuzeigen und zu bewerten, wo aufgrund des Mischverkehrs heutige Kommunikationsformen nicht funktionieren.

EuroNCAP HMI-AD (5417004)
Die Sicherheit des automatisierten Fahrens wird heute wie auch in Zukunft zu einem hohen Maße von einer sicheren Interaktion des Fahrers mit seinem automatisierten Fahrzeug abhängen. Im Rahmen der Euro NCAP Roadmap 2020 bis 2025 wurde deshalb entschieden, den Aspekt der Mensch-Maschine-Interaktion in den Bewertungsprozess aufzunehmen. Ziel ist es, unter Einsatz von aktuellen Human Factors Forschungsmethoden eine sichere Interaktion zwischen dem Fahrer und der automatisierten Fahrfunktion bewertbar zu machen. In Anbetracht bisher fehlenden Methodik wurde entschieden, sich dem Bewertungsgegenstand über eine Best-Practice-Betrachtung zu nähern. Dazu werden standardisierte Bewertungsmethoden entwickelt, die neben einer Expertenbetrachtung auch Probandenuntersuchungen einschließen. Use Case spezifisch sollen auf dem Markt verfügbare kontinuierliche Automatisierungsfunktionen, beginnend bei SAE Level 2, berücksichtigt werden.

EU-Projekt L3Pilot (5417006)
Ziel dieses im Rahmen des EU-Förderprogramms Horizon 2020 geförderten Projekts ist es, die Funktionsfähigkeit des automatisierten Fahrens in Pkw als ein sicheres und effizientes Verkehrsmittel zu testen und neue, auf dem automatisierten Fahren basierende Servicekonzepte für eine umfassende Mobilität zu erforschen und zu fördern. Aus dem übergreifenden Ziel wurden vier Teilziele abgeleitet: Schaffung einer harmonisierten europäischen Test-Umgebung für Pilotstudien zum automatisierten Fahren, Koordinierung von Vorbereitungen zur Datenerfassung, Durchführung und Auswertung von Pilotstudien zu automatisierten Fahrfunktionen und zum kooperativen automatisierten Fahren sowie Initiierung und Förderung der Markteinführung des automatisierten Fahrens. Koordinator des EU-Projekts ist die Volkswagen AG, Deutschland. Die BASt führt im Rahmen des Projekts eine Studie zur Untersuchung des Langzeiteinflusses von automatisiertem Fahren auf die Nutzerakzeptanz durch und wirkt bei der Abschätzung der Sicherheitswirkungen mit, die vom automatisierten Fahren ausgehen.

PEGASUS FAT Projekt (5416002)
Mit Hilfe des Projektes PEGASUS (Projekt zur Etablierung von generell akzeptierten Gütekriterien, Werkzeugen und Methoden sowie Szenarien und Situationen zur Freigabe hochautomatisierter Fahrfunktionen) sollen wesentliche Lücken im Bereich des Testens bis hin zur Freigabe hochautomatisierter Fahrfunktionen geschlossen werden. Ziel ist es, ein Vorgehen für das Testen automatisierter Fahrfunktionen zu entwickeln, um die zügige Einführung des automatisierten Fahrens in der Praxis zu ermöglichen. Die BASt beteiligt sich mit einer "Evaluation von Automationsrisiken einer hochautomatisierten Fahrfunktion" als assoziierter Partner an dem Projekt und wird durch die FAT gefördert. Ziel der BASt ist die Identifizierung von Automationsrisiken, welche bei der Interaktion zwischen einem hochautomatisiert fahrenden Fahrzeug und dem Fahrer entstehen können. In einem Feldversuch wird hierbei zunächst der Einfluss der Verkehrsdichte auf die Übernahmeleistung des Fahrers betrachtet werden. Die Fahrversuche sollen mögliche Sicherheitsrisiken während Transitionen aufdecken und eine erste Einschätzung bezüglich des Einflusses der Verkehrssituation ermöglichen. In einem weiteren Schritt erfolgt in Abstimmung mit dem PEGASUS-Konsortium und der FAT die Definition eines erweiterten Anwendungsszenarios, welches ebenfalls im Feld untersucht werden soll. Bei den empirischen Feldversuchen wird das BASt-eigene Versuchsfahrzeug eingesetzt, welches ein realitätsnahes Abbild einer automatisierten Fahrfunktion gewährleisten kann.

AdaptIVe (5413020)
Ziel des europäischen Forschungsprojekts AdaptIVe ist die Verbesserung der Effizienz und Sicherheit des Straßenverkehrs. AdaptIVe strebt ein gutes Zusammenspiel zwischen Fahrer und Fahrerassistenzsystemen unter Zuhilfenahme von erweiterter Sensorik, kooperativen Fahrzeugtechnologien und integrativen Strategien an. Dabei stellt sich der Automatisierungsgrad auf die Verkehrssituation und die Fähigkeiten des Fahrers dynamisch ein. Um automatisiertes Fahren Wirklichkeit werden zu lassen, bleibt der Fokus nicht auf die technologischen Aspekte beschränkt, sondern bezieht auch rechtliche Aspekte mit ein, um eine erfolgreiche Markteinführung zu unterstützen. Betrachtet werden sowohl automatisierte Fahrfunktionen für Autobahnen und für den Stadtverkehr, darüber hinaus auch spezielle Anwendungsfelder wie das vollautomatische Parken. Die BASt ist in mehreren Teilprojekten engagiert, beispielsweise bei der rechtlichen Bewertung der Vereinbarkeit von Fahrerassistenzsystemen mit europäischem Straßenverkehrs-, Produkthaftungs- und Datenschutzrecht. Daneben wird auch an der Entwicklung eines gemeinsamen Bewertungsrahmens für automatisierte Applikationen gearbeitet. Dabei steht die Entwicklung neuer Methoden zur Bewertung einer Sicherheitssteigerung durch automatisierte Fahrfunktionen im Mittelpunkt.

Grundlagenprojekt: Infrastrukturbedarf automatisierten Fahrens (82.0623)
Soweit eine Fahrzeugautomatisierung betrachtet wird, die den Fahrer aus dem Fahrer-Fahrzeug-Regelkreis entlässt, ist bislang weitgehend unklar, ob und welche Anforderungen eine Umsetzung automatisierten Fahrens an die Infrastruktur voraussetzt. Das vorliegende Grundlagenprojekt soll deshalb unter Berücksichtigung technischer Funktionsanforderungen von hochautomatisierten Systemen Anforderungen an die Infrastruktur ableiten. Betrachtet werden sollen Systeme, die im heute prognostizierbaren Zeitraum realistisch auf der Straße zu erwarten sind.