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Autobahnen liefern Energie

12.05.2021, Nr.: 10/2021

Bis zum Jahr 2030 müssen die Treibhausgasemissionen in Deutschland drastisch reduziert werden. Eine energieeffiziente Verkehrsinfrastruktur kann hierzu einen Beitrag leisten. Aktuell untersucht die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums und gemeinsam mit der Autobahn GmbH die Tauglichkeit einer Photovoltaik-Straßenüberdachung an einer Tank- und Rastanlage an der A 81. Den Startschuss für diesen Demonstrator gibt Steffen Bilger, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur am 12. Mai 2021. Der Baubeginn ist für den Herbst 2021 geplant. Danach wird der Betrieb der Anlage etwa ein Jahr wissenschaftlich begleitet.

Visualisierung einer über die Autobahn gebauten Photvolatikanlage Autobahnen liefern Energie Visualisierung der Photovoltaik-Straßenüberdachung (Bild: AIT)

Auf einer Fläche von 10 mal 17 Metern in über 5 Metern Höhe wird neben der Energiegewinnung durch Photovoltaik (PV) auch der Schutz der Fahrbahn vor Witterung getestet. So könnten einerseits Betriebs- und Wartungskosten reduziert sowie andererseits die Dauerhaftigkeit der Fahrbahn und die Verkehrssicherheit erhöht werden. Zudem würde die Energieerzeugung für E-Tankstellen mit geringen Netzausbaukapazitäten ermöglicht. Darüber hinaus profitieren auch Sicherheit und Komfort an Parkplätzen durch Beleuchtung und andere elektrisch betriebene Einrichtungen.

Für den Bau des Demonstrators fiel die Standortwahl auf die Rastanlage Hegau-Ost an der A 81 in Baden-Württemberg. Das Projekt ist Teil der gemeinsamen Straßenbauforschung der drei Nachbarländer Deutschland, Österreich und Schweiz (D-A-CH). Die 3 Forschungsnehmer Fraunhofer ISE (Freiburg), Forster FF und Austrian Institute of Technology (beide Österreich) haben erfolgreich eine Konstruktion für die Überdachung der Autobahn mit PV-Modulen konzipiert. Mit diesem Prototyp soll nun gezeigt werden, dass die Erzeugung von Solarstrom über dem fließenden Verkehr nicht nur im Labor, sondern auch in der Realität funktioniert.

Die Ausschreibung des Projekts wurde vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) im Rahmen der DACH Kooperation Verkehrsinfrastrukturforschung gemeinsam mit den Partnern Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) und dem Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) durchgeführt. Fachlich begleitet wird das Projekt von dem DACH Projektbeirat in dem Experten der BASt, der österreichischen Autobahnen- und Schnellstraßen-Finanzierungs-Aktiengesellschaft (ASFINAG) und des schweizerischen Bundesamts für Straßen (ASTRA) vertreten sind.

Ein langfristiger Betrieb der Anlage über die Projektlaufzeit hinaus ist im Hinblick auf die Verwendung der produzierten Energie grundsätzlich sinnvoll. Auf Basis der gesammelten Erfahrungen können dann weitere Pilotanwendungen folgen.

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