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Staatssekretär Ferlemann übergibt Förderbescheide zum induktiven Laden von Elektrofahrzeugen

28.01.2021, Nr.: 02/2021

Am 28. Januar 2021 erhielten der Forschungsnehmer Eurovia Teerbau GmbH und die Konsortialpartner Volkswagen AG, Omexom GA Süd GmbH und Technische Universität Braunschweig ihre Förderbescheide aus dem Innovationsprogramm Straße der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt). Gefördert wird das Projekt „eCharge“ mit 1,9 Millionen Euro vom Bund. Ziel des Vorhabens ist die Entwicklung einer wirtschaftlichen und funktionsfähigen Gesamtlösung für das induktive berührungslose Laden von Elektrofahrzeugen während der Fahrt.

Digitale Übergabe der Förderbescheide Staatssekretär Ferlemann übergibt Förderbescheide zum induktiven Laden von Elektrofahrzeugen Die offizielle Förderbescheid-Übergabe erfolgte coronabedingt digital – von oben links nach unten rechts: Prof. Dr. Ulf Zander, Prof. Katja Koch, Dr. Nikolai Ardey, Staatssekretär Enak Ferlemann, Tim Lorenz (Bild: BASt)

Durch das Forschungsvorhaben „eCharge“ wird die Strategie, die Elektromobilität zu fördern, vorangetrieben. Es sollen neue Ansätze bei der Interaktion von Straße und Fahrzeug entwickelt werden. Die induktive Energieübertragung bietet hier Potenziale, sowohl die Batteriekosten zu senken als auch die Ladeinfrastruktur für die Fahrzeuge zu verbessern. Schwerpunkt ist die Entwicklung eines Gesamtsystems zum induktiven Laden auf Basis von infrastrukturintegrierten Induktionsmodulen in Asphaltstraßen.

Im Projekt sind insbesondere straßenbautechnische Lösungen für die Herausforderungen beim Neubau und für Straßen im Bestand zu entwickeln. Auch Fragen eines zuverlässigen Abrechnungsverfahrens sowie eines ökonomischen Betriebs des Systems werden in dem Projekt adressiert.

Staatssekretär Enak Ferlemann: „Kabelloses Laden ist für Smartphones bereits Realität, bei E-Fahrzeugen bisher nur Vision. Deshalb unterstützen wir jetzt das berührungslose Laden von E-Fahrzeugen während der Fahrt – und das ganz ohne Oberleitungen. Mit 1,9 Millionen Euro fördern wir das Projekt „eCharge“, um zu schauen, wie unsere Straßeninfrastruktur moderner gestaltet und eine Lademöglichkeit im Asphaltbelag integriert werden könnte. Damit würde sich nicht nur für alle Fahrzeuge – vom Auto bis zum schweren Lkw – die Reichweite immens erweitern, sondern auch der Weg zur Ladesäule gespart werden. Eine spannende Forschung!“

BASt-Abteilungsleiter Prof. Dr. Ulf Zander: „Die Straße muss sich den wachsenden Herausforderungen der Digitalisierung und Automatisierung des Verkehrs stellen und Lösungen anbieten, die den zukünftigen Mobilitätsbedürfnissen der Bevölkerung gerecht werden. Das induktive Laden bietet bei erfolgreicher Umsetzung Vorteile für alle Verkehrsteilnehmer, insbesondere aber für die Umwelt, weil mit dieser Entwicklung die Attraktivität der E-Mobilität deutlich gesteigert werden kann. Wir sind froh, dass wir dieses Projekt mit dem Innovationsprogramm Straße unterstützen können.“

Tim Lorenz, CEO EUROVIA Deutschland | VINCI: „Die Förderung von Elektromobilität sowie der Wandel in den Mobilitätsanforderungen ist eng mit dem Bau verbunden. So können wir etwa unserer Verpflichtung zur Erreichung der Klimaziele nur nachkommen, wenn wir Infrastruktur und ihre Funktionen neudenken. Das Forschungsprojekt macht deutlich, dass durch die intensive Zusammenarbeit aller Partner innovative Lösungen sowohl für den Verkehrssektor insgesamt als auch zur Reduzierung von CO2-Emissionen entstehen können. Zudem wird ein gesellschaftlicher Mehrwert geschaffen, indem der Straße, als größte befestigte öffentliche Fläche, mit der induktiven Ladefunktion ein zweiter Nutzen zugeführt wird.“

Dr. Nikolai Ardey, Leiter Volkswagen Group Innovation: „Volkswagen setzt wie kaum ein anderer Hersteller auf die E-Mobilität und arbeitet konsequent an der technologischen Weiterentwicklung. Das induktive Laden bietet hier viel Potenzial, da es den Ladevorgang erheblich vereinfachen kann. Zudem könnte diese Technologie grundsätzlich in allen Fahrzeugsegmenten vom Pkw bis zum Lkw eingesetzt werden. Mit dem Forschungsprojekt wollen wir die Technologie noch besser verstehen und ihre Möglichkeiten auch im Vergleich zu Alternativen überprüfen."

Kommissarische Präsidentin der Technischen Universität Braunschweig, Professorin Katja Koch: „Im Forschungsschwerpunkt Mobilität befasst sich die TU Brauschweig fächerübergreifend mit Fragen rund um die Fortbewegung von morgen. Wir freuen uns, dass das Institut für Straßenwesen seine hervorragende wissenschaftliche Kompetenz in der Straßenbautechnik im Projekt „eCharge“ als wissenschaftlicher Partner einbringt. Die TU Braunschweig wird mit neuer Asphalttechnologie dafür sorgen, dass die in die Straße eingebaute Ladetechnik alle Funktionen dauerhaft erfüllen kann, allen Beanspruchungen aus Verkehr und Witterung standhält und auch wartungsarm bleibt. Denn unser Ziel ist es, innovative klima- und umweltfreundliche und nutzbare Technologien auf die Straße zu bringen. „eCharge“ trägt buchstäblich dazu bei.“

Das Projekt „eCharge“ ist eins von zwei Forschungsvorhaben im Bereich induktives, dynamisches Laden. In beiden Vorhaben werden erste Versuche vor Ort bei den Antragstellern durchgeführt und ausgewertet. Auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse wird (voraussichtlich im Jahr 2022) jeweils ein funktionsfähiger Demonstrator auf dem Demonstrations-, Untersuchungs- und Referenzareal der BASt (duraBASt) errichtet und getestet. Eine weitere Erprobung im Autobahnnetz ist geplant.

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