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Minister Scheuer übergibt Förderbescheide zum induktiven Laden von Elektrofahrzeugen

23.11.2020, Nr.: 15/2020

Am 21. November 2020 erhielten Forschungsnehmer RWTH Aachen und Konsortialpartner Berger Bau SE sowie ESW-EnergieSüdwest ihre Förderbescheide aus dem Innovationsprogramm Straße der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt). Gefördert wird das Projekt „InductInfra“ mit 1,9 Millionen Euro vom Bund. InductInfra steht für Induktive dynamische Energieversorgung von Fahrzeugen über die Straßeninfrastruktur.

Das Bild zeigt die bei der Übergabe anwesenden Personen. Minister Scheuer übergibt Förderbescheide zum induktiven Laden von Elektrofahrzeugen Prof. Markus Oeser, RWTH Aachen; Hermann Bock, Vorstand der Berger Bau SE; Bundesminister Andreas Scheuer, BMVI und Stefan Strick, Präsident der Bundesanstalt für Straßenwesen (von links nach rechts) bei der Corona-bedingten Übergabe der Förderbescheide (Bild: BASt)

Die E-Mobilität nimmt weltweit zu. Zentrale Herausforderung sind hierbei die Batteriegröße, das Batteriegewicht und die verfügbare Ladeinfrastruktur. Alles Punkte, die auf die Reichweite einzahlen. Ein alternativer Lösungsansatz besteht in der induktiven Energieübertragung zwischen der Fahrbahn und den Fahrzeugen während der Fahrt. In einem Forschungsprojekt entwickeln nun die RWTH Aachen gemeinsam mit Berger Bau und ESW-EnergieSüdwest neue bautechnische Konzepte und Werkstoffsysteme für die dynamische induktive Energieübertragung und erforschen deren Integration in die Infrastruktur.

Bundesminister Andreas Scheuer: „Das Projekt zeigt noch einmal mehr als deutlich, warum unser Ansatz technologieoffen sein muss: Das dynamische induktive Laden hat das Potenzial, viele Herausforderungen der E-Mobilität auf einmal zu lösen. Ob Batteriegröße, Gewicht oder die Verfügbarkeit von Ladesäulen – mit induktivem Laden wäre das Reichweitenproblem gelöst.“

BASt-Präsident Stefan Strick: „Die technischen Komponenten sind weitestgehend vorhanden. Mit dem Innovationsprogramms Straße der BASt werden nun die Systemintegration und Konzepte zum kooperativen, wirtschaftlichen Betrieb der Systeme entwickelt. Durch die Forschungsförderung sollen notwendige Innovationsprozesse angestoßen und neue Technologie entwickelt werden.“

Vorstand der BERGER BAU SE, Hermann Bock: „Wir sind stolz, als mittelständisches Bauunternehmen unser über Jahrzehnte gewachsenes Know-how im Fahrbahndeckenbau bei diesem Gemeinschaftsprojekt von Staat, Wissenschaft und Wirtschaft einbringen zu können.“

RWTH-Dekan der Fakultät Bauingenieurwesen Markus Oeser: „Dynamische induktive Energieübertragung für den Straßengüter- und Personenverkehr heißt, dass Fahrzeuge während der Fahrt die zum Betrieb oder zur Schnellladung erforderliche Energie aus einem Induktionsfeld beziehen. Das Induktionsfeld wird durch Spulen erzeugt, die in die Fahrbahn integriert sind.“

Sowohl straßenbauliche Aspekte der Integration induktiver Ladesysteme als auch die energietechnische Anbindung mit erneuerbarer Energie sollen auf dem Demonstrations- und Referenzareal der BASt praktisch erprobt werden. Eine weitere Erprobung im Autobahnnetz ist geplant.

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