GSB 7.0 Standardlösung

Mehr Verkehrssicherheit auf Außerortsstraßen

19.03.2013, Nr.: 03/2013

Die Verkehrssicherheit auf Landstraßen kann durch Geschwindigkeitsüberwachungsanlagen oder Überholfahrstreifen und Überholverbote deutlich gesteigert werden. Laut einem aktuellen Bericht der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) konnten Unfälle auf den Untersuchungsstrecken hierdurch um bis zu 64 Prozent reduziert werden.

Das Foto zeigt eine Landstraße mit installierter Geschwindkeitsüberwachungsanlage Mehr Verkehrssicherheit auf Außerortsstraßen Geschwindigkeitsüberwachungsanlagen können die Unfallzahlen deutlich senken (Foto: BASt).

Landstraßen weisen in Deutschland im Vergleich zu Innerortsstraßen und Autobahnen die höchsten Unfallgefahren auf. 2011 starben 2.441 Menschen auf solchen Straßen bei insgesamt 4.009 Unfalltoten im gleichen Jahr.

Die meisten schweren Unfälle auf Landstraßen sind auf einen Kontrollverlust über das Fahrzeug oder auf Fehler im Zuge von Überholvorgängen zurückzuführen. Deshalb wurden im Rahmen des Forschungsprojekts "Verbesserung der Verkehrssicherheit auf einbahnig zweistreifigen Außerortsstraßen (AOSI)" kurz- und mittelfristig umsetzbare Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit auf diesen Straßen entwickelt und in einem Großversuch auf ihre Wirksamkeit untersucht.

Um dem Kontrollverlust über das Fahrzeug vorzubeugen, wurden fünf Untersuchungsstrecken linienhaft mit ortsfesten Geschwindigkeitsüberwachungsanlagen ausgestattet. Hiermit sollte eine bessere Beachtung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit durchgesetzt werden. Zur Vermeidung von Unfällen bei Überholvorgängen wurden auf weiteren fünf Untersuchungsstrecken zusätzliche Überholfahrstreifen angefügt und deren Wirkung in Kombination mit einem Überholverbot in den dazwischen liegenden zweistreifigen Abschnitten überprüft.

Die Anzahl der Unfälle konnte auf den Untersuchungsstrecken, die vorher sehr unfallbelastet waren, durch den Einsatz der Überwachungsanlagen um bis zu 52 Prozent und durch den Anbau zusätzlicher Überholfahrstreifen um bis zu 64 Prozent gesenkt werden. Eine Akzeptanzuntersuchung machte deutlich, dass die Mehrheit der befragten Verkehrsteilnehmer trotz anfänglicher Skepsis mit dem Einsatz solcher Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit einverstanden ist.

Weitere Informationen:

Durch Klick auf das Foto erhalten Sie eine druckfähige Bilddatei.

Abdruck honorarfrei – Belegexemplar erbeten.

  • Kontakt

    Bundesanstalt für Straßenwesen
    Brüderstraße
    51427 Bergisch Gladbach
    Pressestelle
    Telefon 02204 43-9110
    Telefax 02204 43-1350
    pr@bast.de

  • Presse und Medien

    Dieser Kontakt ist Vertreterinnen und Vertretern der Presse und Medien vorbehalten.
    Für alle anderen Anfragen wenden Sie sich bitte an 02204 43-0.

  • Presse-Abo

    Falls Sie in den Presseverteiler der BASt aufgenommen werden möchten, teilen Sie uns bitte Ihre Kontaktdaten mit: Bestellformular.