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Ältere Verkehrsteilnehmer

Immer mehr ältere Menschen nehmen aktiv am Straßenverkehr teil.

Das Foto zeigt eine ältere Autofahrerin

Ihre Sicherheit hat sich zu einem wichtigen Schwerpunkt der verhaltenswissenschaftlichen Forschung der BASt entwickelt. Im Frühjahr 2018 wurden hierzu drei Projekte abgeschlossen.

Im Rahmen des ersten Projekts wird in einer Übersichtsarbeit, basierend auf relevanten nationalen und internationalen Forschungsergebnissen, der Stand der Forschung zu Mobilitätsbedürfnissen, altersbegleitenden fahrrelevanten Funktionsveränderungen sowie Kompensationsmechanismen älterer Fahrer umfassend dargestellt. Thematisiert werden hierbei auch die Eignung von Tests zur Vorhersage der Fahrkompetenz sowie fahrerlaubnisrechtliche Regelungen in anderen europäischen Ländern. Weiterer Schwerpunkt des Projekts ist das Aufzeigen von Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit Älterer, wobei überwiegend auf Maßnahmen eingegangen wird, die auf eine Veränderung des Verhaltens der Verkehrsteilnehmer abzielen. Positive Effekte können hierbei unter anderem durch die Förderung einer adäquaten Selbstwahrnehmung und eine Teilnahme an Trainingsmaßnahmen erzielt werden. Weiterhin werden auch Maßnahmen der modernen Fahrzeugtechnik ebenso wie der Infrastruktur aufgezeigt. Wenn auch der Fokus der Übersichtsarbeit auf älteren Autofahrern liegt, werden zudem Kenntnisse über und Maßnahmen für Ältere als Fußgänger und Radfahrer dargelegt.

Das Ziel des zweiten Projekts „SENIORLIFE“ war die Erstellung einer differenzierten Charakterisierung unterschiedlicher Lebensstil- und Altersgruppen von Senioren. Hierbei wurden sechs Lebensstilgruppen identifiziert, die sich hinsichtlich der Gefährdung im Straßenverkehr deutlich voneinander unterscheiden und sich durch Unterschiede beispielsweise im Sicherheitsengagement und in der Mediennutzung auszeichnen. Aus den Ergebnissen lassen sich zielgruppenspezifische Ansätze der Sicherheitskommunikation ableiten.

In einem dritten Projekt wurde untersucht, inwiefern die Fahrkompetenz älterer Autofahrer in einem Fahrsimulator vergleichbar gut gemessen werden kann wie bei Fahrten im realen Straßenverkehr. Es zeigte sich, dass eine Übertragbarkeit der Befunde aus dem Simulator auf den realen Straßenverkehr möglich ist. Die verwendete Fahrverhaltensprobe muss demnach, neben den Fahraufgaben, mit denen Fahrer üblicherweise konfrontiert werden, auch solche Verkehrsszenarien enthalten, die besonders Älteren Schwierigkeiten bereiten.

Die im Rahmen der Projekte gewonnenen Erkenntnisse helfen dabei, neue Herausforderungen für die Verkehrssicherheit angemessen zu bewältigen, die aus der steigenden Anzahl der Älteren und ihrer Mobilitätsbedürfnisse resultieren. Die Projektberichte werden in der Schriftenreihe der BASt veröffentlicht.