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Antworten auf die Fragen der Zukunft

BMVI-Expertennetzwerk

Das Foto zeigt eine mehrspurige Straße mit Autoverkehr neben einem Flußlauf Quelle: © Folker Gratz / parallel_dream / Fotolia

Was passiert, wenn Verkehrswege über einen längeren Zeitraum durch Extremwetterereignisse nicht verfügbar sind? Wie kann die Zustandserfassung von Bauwerken der Verkehrsinfrastruktur durch automatisierte Bilderfassung unterstützt werden? Das sind nur 2 der Fragen, denen sich das BMVI-Expertennetzwerk in der ersten Forschungsphase (2016-2019) gewidmet hat. Die BASt nahm die Leitung der Gesamtkoordination des Netzwerks wahr. Zur Unterstützung der Gesamtkoordination begleitete ein wissenschaftlicher Arbeitsstab die Forschungsarbeiten sowie den Wissens- und Technologietransfer fachlich und organisatorisch. Das BMVI-Expertennetzwerk verfolgt bei allen Fragestellungen einen verkehrsträgerübergreifenden Ansatz, betrachtet also stets Straßen, Schienen und Wasserwege gemeinsam – schließlich betreffen beispielsweise Überflutungen alle regional vorhandenen Verkehrsträger und die Erfassung des Zustands der Brückenbauwerke kann in weiten Teilen gleichartig angelegt werden.

Verkehrsträgerübergreifende Ressortforschung: Ein neues Format, das sich bewährt hat

Bereits in der ersten Forschungsphase hat das BMVI-Expertennetzwerk praxisbezogene Ergebnisse erarbeitet und innovative Lösungsansätze für ein zukunftsfähiges Verkehrssystem entwickelt. So wurde im Rahmen einer Stressteststudie für den Verkehrskorridor Mittelrhein unter anderem untersucht, welche zeitlichen, logistischen und finanziellen Mehraufwände durch langandauernde Verkehrseinschränkungen und Streckensperrungen, zum Beispiel infolge von Hoch- und Niedrigwasser, entstehen können.

Ein weiteres Beispiel ist die Unterstützung der Bauwerksprüfung von Brücken. Hier können mittels einer Drohne Bilder aufgenommen werden, in denen KI-basierte Algorithmen automatisiert optisch detektierbare Schäden erkennen. Mit diesen Informationen kann die handnahe Prüfung auf geschädigte Bereiche fokussiert und so effizienter gestaltet werden – ohne Abstriche beim Sicherheitsniveau.

Für die gemeinsame Zukunft auch künftig gemeinsam forschen

Mit dem Startschuss für die 2. Forschungsphase (2020-2025) Anfang des Jahres 2020 bereiten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des BMVI-Expertennetzwerks nun neue Forschungsvorhaben und Folgeprojekte vor, um dazu beizutragen, das Verkehrssystem resilienter und umweltgerechter zu gestalten. Die BASt hat auch hierfür spannende und praxisbezogene Projekte geplant. Dabei reicht die Bandbreite der Themen von Betrachtungen des Lebenszyklus von Bauwerken der Verkehrsinfrastruktur über Klimawandelfolgen und die Anpassung von Verkehr und Infrastruktur bis hin zu einem Resilienzmanagement sowie umweltbezogenen und verkehrswirtschaftlichen Fragestellungen. Vor dem Hintergrund dieser Vielfalt an komplexen Themen werden integrative Ansätze und die Nutzung der Potenziale, die sich aus der Anwendung von digitalen Technologien und Daten ergeben, eine zentrale Rolle in den Projekten der 2. Forschungsphase spielen.

Die Ergebnisse der ersten Forschungsphase werden zeitnah im Internet veröffentlicht: http://www.bmvi-expertennetzwerk.de