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Geothermische Bergwassernutzung

BASt-Projekt am Grenztunnel Füssen

Das Foto zeigt einen schneefreien Straßenabschnitt inmitten verschneiter Umgebung Die geothermische Pilotanlage am Grenztunnel Füssen im Testbetrieb: Die beheizten Flächen sind bei leichtem Schneefall deutlich zu erkennen (Bild: BASt)

Im Oktober 2020 startete ein neues Forschungsprojekt der BASt zur geothermischen Bergwassernutzung. Während der 2-jährigen Projektlaufzeit wird am Grenztunnel Füssen an der BAB A7 in Südbayern eine neue Methode zur Beheizung von Freiflächen mittels einer direkten, passiven geothermischen Anlage erprobt und weiterentwickelt.

In der Regel wird das an Tunnelbauwerken gesammelte Bergwasser ungenutzt in Flüsse eingeleitet. Vorangegangene BASt-Projekte machten aber das geothermische Potenzial des Bergwassers an deutschen Straßentunneln deutlich.

Aufgrund der anfallenden Wassermengen und -temperaturen kann das Wasser am Grenztunnel Füssen zur Klimatisierung und Beheizung der Betriebsgebäude für die Tunneltechnik eingesetzt werden. Die energieintensive Kühlung von Serverräumen kann somit durch umweltfreundliche erneuerbare Energien erfolgen.

Außerdem ermöglicht die große anfallende Wassermenge die Beheizung von Freiflächen zur Schnee- und Eisfreihaltung in den Wintermonaten. So kann die grundsätzliche Anwendbarkeit dieser Methode zur Schnee- und Eisfreihaltung von Betriebsflächen und zur Beheizung von Fahrbahnoberflächen vor Tunnelportalen untersucht werden, um den Taumitteleinsatz hier zu mindern.

In dem neuen BASt-Forschungsprojekt wird an der geothermischen Pilotanlage der Autobahndirektion Südbayern das Bergwasser unbehandelt und ohne weitere Erwärmung in die Rohrleitungen der Anlage eingespeist. An Testflächen mit unterschiedlichen Fahrbahnaufbauten soll der effizienteste Betriebszustand der Anlage ermittelt werden.