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Abgasuntersuchung von Dieselkraftfahrzeugen

Neue Messprozedur entwickelt

Die Zeichnung zeigt ein Auto mit grünen Blättern © James Hager / robertharding/Getty Images

Das Bundesverkehrsministerium hat angekündigt, zukünftig in der Abgasuntersuchung im Rahmen der Hauptuntersuchung die Partikelanzahl von Dieselkraftfahrzeugen der Abgasstufe Euro 6/VI untersuchen zu lassen. Ziel dieser Ankündigung ist es, defekte Dieselpartikelfilter in Fahrzeugen zu ermitteln, die auf der Straße unterwegs sind.

Das aktuelle Messverfahren wird diesem Ziel bei neuen Fahrzeugen nur sehr eingeschränkt gerecht. Zur Umsetzung der Ankündigung wurde die BASt daher beauftragt, eine Messprozedur zu erarbeiten und zu validieren sowie einen Grenzwert vorzuschlagen. Die Entwicklung der Messgeräte für die Anwendung in Werkstätten und Prüfstellen soll ebenfalls begleitet werden.

Die BASt hat in Zusammenarbeit mit dem TÜV Hessen und dem VdTÜV in 2 Studien eine Prozedur entwickelt und validiert sowie einen Grenzwert für die Messung erarbeitet. Dabei wurden 2 Messverfahren mit mehreren Messgeräten (Prototypenstatus) angewendet.

In einer ersten Studie des TÜV Hessen wurde die Messprozedur entwickelt und ein möglicher Grenzwert erarbeitet. Die Validierung erfolgte über eine Messkampagne an 4 TÜV- und Dekra-Prüfstellen in Deutschland. Es wurden 500 Fahrzeuge – 450 Pkw und 50 Lkw – nach einer abgestimmten Messprozedur vermessen. 2 Messgerätehersteller entwickelten für die Messungen jeweils ein Programm für ihr Messgerät, das die Messprozedur abbildet, sodass alle Kraftfahrzeuge systematisch gleich vermessen wurden. Die Auswahl der Fahrzeuge erfolgte zufällig. Es waren Fahrzeuge der Abgasstufe Euro 6/VI, die zu einer Hauptuntersuchung an den Prüfstellen vorgestellt wurden. Somit ergab sich zusätzlich die Möglichkeit, das aktuelle Verfahren der Trübungsmessung direkt mit der zukünftigen Partikelanzahl-Messung zu vergleichen.

Die Validierungsstudie bestätigte die entwickelte Messprozedur als gut anwendbar. Eine Beurteilung der Fahrzeuge nach dem vorgeschlagenen Grenzwert ergab, dass im Vergleich zur aktuellen Trübungsmessung mehr Fahrzeuge, die einen defekten Partikelfilter haben, mit der Partikelanzahlmessung detektiert würden.

Derzeit entwickeln die Gerätehersteller praxistaugliche Messgeräte, die eine technische und formale Zulassung für den Einsatz bei der Abgasuntersuchung erhalten.

Beide Studien sind in einem gemeinsamen Bericht veröffentlicht.