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Architekturen Intelligenter Verkehrssysteme und Mobilitätsdienste

Foto zeigt das RAIM Logo

Intelligente Verkehrssysteme (Intelligent Transport Systems - ITS) und darauf basierende Dienste bilden heute in den verschiedensten Anwendungsbereichen des Straßenverkehrs eine wichtige technologische wie organisatorische Basis für neue Mobilitätsdienste. ITS bezeichnet dabei Systeme, bei denen Informations- und Kommunikationstechnologien im Straßenverkehr und an Schnittstellen zu anderen Verkehrsträgern eingesetzt werden. Die daraus entstehenden Mobilitätsdienste sind für deren Nutzer besonders zweckmäßig und wertvoll, wenn sie vielfältige Daten unterschiedlicher Akteure im Mobilitätssektor nutzen. Herausforderungen sind dabei häufig die notwendige Informationsdurchgängigkeit sowie die Kooperation der verschiedenen beteiligten Akteure.

In einem vierteiligen Forschungsprojekt wurde ein Rahmenwerk für Architekturen Intelligenter Mobilitätsdienste (RAIM) entwickelt sowie drei Referenzarchitekturen, die RAIM nutzen und die Erfahrungen bei ihrer Erstellung in die RAIM-Entwicklung rückkoppelten. Neben der oftmals im Vordergrund stehenden technischen Sichtweise wurde vor allem die inhaltliche und organisatorische Kooperation von Akteuren im Mobilitätssektor betrachtet. Um eine durchgängige Anwendung von RAIM durch Akteure aus allen relevanten Stakeholdergruppen in ITS-Projekten und Mobilitätsdiensten zu etablieren, wird derzeit ein Konzept für die Einführung, Nutzerunterstützung, Weiterentwicklung und Pflege von RAIM erarbeitet. Dabei werden bestehende Hemmnisse und Möglichkeiten der Motivation zur Nutzung von RAIM untersucht und die nutzergerechte Präsentation von RAIM erarbeitet sowie ein Software-Tool zur Unterstützung von RAIM-Nutzern pilothaft umgesetzt und getestet.

Im internationalen Kontext wird daran gearbeitet, die erarbeiteten RAIM-Konzepte im europäischen ITS-Architekturprojekt FRAME NEXT in die Europäische Rahmenarchitektur FRAME einzubringen, welches von der Europäischen Kommission gefördert wird.

Das Thema Architekturen für Intelligente Verkehrssysteme wird seit vielen Jahren von der BASt vorangetrieben. Erste Vorarbeiten in der FGSV mündeten in die "Hinweise zur Strukturierung einer Rahmenarchitektur für Intelligente Verkehrssysteme (IVS) in Deutschland - Notwendigkeit und Methodik". Darauf aufbauend wurde die Erarbeitung einer ITS-Rahmenarchitektur als Maßnahme in den IVS-Aktionsplan 'Straße' des BMVI aufgenommen. Die BASt erhielt die Aufgabe zur Umsetzung der Maßnahme, was zu den oben beschriebenen Aktivitäten führte. Für die Zukunft bestehen die Herausforderungen darin, das Rahmenwerk weiterhin zu pflegen und potentielle Anwender für RAIM zu begeistern sowie bei der Nutzung von RAIM zu begleiten und dadurch neue Impulse für die Weiterentwicklung zu erhalten.