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Schnelllauf-Festigkeit von runderneuerten Reifen

Zurzeit werden knapp 15 Prozent der zirka 600.000 Tonnen Altreifen pro Jahr runderneuert. Die Runderneuerung ist ein aktiver Beitrag zum Umweltschutz, denn es können Ressourcen geschont werden. Während für die Herstellung eines neuen Reifens etwa 35 Liter Rohöl verbraucht werden, reduziert sich der Anteil beim runderneuerten Reifen auf etwa 5,5 Liter.

Welche Art der Qualitätssicherung für den Runderneuerungsprozess notwendig und sinnvoll ist, hat die BASt in ihrem Prüfstand Fahrzeug/Fahrbahn untersucht. Die Reifen wurden zwei Prüfläufen unterzogen: der Prüfung nach ECE Regelung 30 und einer selbst erstellten Sonderprüfung.

Bei der ECE Prüfung wird der Reifen mit einer Radlast entsprechend seiner Tragfähigkeit 20 Minuten mit Maximalgeschwindigkeit gemäß seiner Geschwindigkeitsklasse gefahren. Der eingestellte Reifenfülldruck beträgt bei dem gewählten Reifentyp 2,8 bar. Bei der Sonderprüfung wird der Reifen 24 Minuten – ebenfalls unter voller Last - mit Maximalgeschwindigkeit gefahren. Der Reifenfülldruck ist hierbei aber realitätsnah je nach Reifentyp auf 1,7 bar beziehungsweise 1,9 bar abgesenkt.

Foto eines geplatzten Testreifens Geplatzter Testreifen

Nach 180 Versuchsläufen fielen bei der ECE Prüfung knapp 20 Prozent der getesteten Reifen aus. Von den verbliebenen Reifen schieden weitere 25 Prozent bei der Sonderprüfung aus. Die Ergebnisse zeigen zudem, dass eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 210 Stundenkilometer für runderneuerte Reifen sinnvoll ist. Deutsche Runderneuerer nehmen freiwillig eine niedrigere Klassifizierung in den hohen Geschwindigkeitsklassen vor. Die Altersgrenze von sechs Jahren für die Wiederverwendung der Ausgangskarkassen ist angemessen und sinnvoll.