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Automatische Notbremssysteme

Seit Beginn dieses Jahrzehnts gibt es im Pkw-Bereich automatische Notbremssysteme, die Unfälle zwischen Pkw verhindern oder zumindest beeinflussen können. Diese Systeme erkennen einen drohenden Unfall und bereiten das Fahrzeug darauf vor, indem sie beispielsweise Gurte straffen, Fenster schließen oder versuchen, die Aufmerksamkeit des Fahrers auf das Verkehrsgeschehen zu lenken, beispielsweise durch einen Bremsruck. Wenn der Unfall selbst durch vergleichsweise starkes Bremsen oder Ausweichen vom Fahrer nicht mehr zu vermeiden ist, bremsen diese Systeme auch automatisch mit dem Ziel, die Kollisionsgeschwindigkeit deutlich zu verringern oder vollständig abzubauen.

Das Foto zeigt das Euro NCAP Vehicle Target gefolgt von einem Pkw Momentaufnahme aus Euro NCAP-Tests von Notbremssystemen

Bremssysteme, die bei Unfällen mit Fußgängern oder Radfahrern automatisch wirksam werden, sind ebenfalls seit Anfang dieses Jahrzehnts in Serie.

Für schwere Fahrzeuge der Kategorien M2, M3 (Busse) und N2, N3 (Lkw) wurden Notbremsassistenzsysteme zwischen 2015 und 2018 stufenweise bereits verpflichtend eingeführt, da Auffahrunfälle dieser Fahrzeuge in der Regel schwerwiegende Unfallfolgen haben. Seit Anfang des Jahres 2014 bewertet zudem Euro NCAP die Leistungsfähigkeit von Notbremssystemen für Pkw-Pkw-Kollisionen, seit 2016 für Pkw-Fußgänger-Kollisionen und seit 2018 für Pkw-Fahrrad-Kollisionen. Die Testszenarien, in denen sich die Notbremssysteme bewähren müssen, wurden aus dem Unfallgeschehen abgeleitet.

Nachdem die Technik nun also schon seit einiger Zeit im Feld verfügbar und damit erprobt ist, haben sich einige Staaten, unter anderem die Europäische Union, dazu entschieden, auch Notbremsassistenzsysteme für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge (Fahrzeugkategorien M1 und N1) verpflichtend zu machen. Entsprechende, an die Euro NCAP-Testszenarien angelehnte Anforderungen für Pkw-Pkw-Kollisionen, Pkw-Fußgänger-Kollisionen und Pkw-Fahrrad-Kollisionen werden schrittweise zwischen 2022 und 2026 in der EU eingeführt.

Die BASt hat im Prozess der Vorschriftenentwicklung das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) maßgeblich unterstützt und zum Teil vertreten sowie die fachlichen Inhalte der Vorschriften stark beeinflusst. Derzeit wird noch an Anforderungen für Pkw-Fahrrad-Notbremsassistenz gearbeitet.