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PEGASUS

Projekt zur Etablierung von generell akzeptierten Gütekriterien, Werkzeugen und Methoden sowie Szenarien und Situationen zur Freigabe hochautomatisierter Fahrfunktionen

Automatisiertes Fahren gilt in der Automobilentwicklung als eines der bedeutendsten Zukunftsthemen: Industrie und Forschung erhoffen sich eine Reduktion von Unfällen, eine Senkung des Kraftstoffverbrauchs und eine bessere Nutzung der Verkehrsflächen.

Nach dem internationalen Standard der SAE International (SAE J3016) wird die Fahrzeugautomation in 5 Level eingeteilt. Ab Level 3 können Fahrer fahrfremde Tätigkeiten ausüben und das System steuert das Fahrzeug. Die Fahrer müssen das System nicht überwachen. Sie müssen aber jederzeit in der Lage sein, die Steuerung zu übernehmen, wenn das System sie dazu auffordert. Ein zukunftsnahes Anwendungsbeispiel ist der Autobahn-Chauffeur. Dieser ermöglicht es eine Level-3-Funktion auf Autobahnen und autobahnähnlichen Straßen zu nutzen und diente im Projekt als Anwendungsbeispiel.

Mithilfe des im Juni 2019 abgeschlossenen Projektes PEGASUS sollten wesentliche Lücken im Bereich des Testens bis hin zur Freigabe von Level-3-Fahrfunktionen geschlossen werden. Ziel des Gesamtprojektes war es, ein Vorgehen für das Absichern und Testen automatisierter Fahrfunktionen zu entwickeln, um die zügige Einführung des automatisierten Fahrens in der Praxis zu ermöglichen. Die BASt war an dem Projekt als assoziierter Partner im Auftrag des FAT e. V. beteiligt, neben 17 Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft.

Das Bild zeigt das für die Fahrversuche ausgestatte Cockpit eines Pkw Interaktionskonzept

Die BASt identifizierte potenzielle Risiken, welche bei der Interaktion zwischen einem Level-3-Fahrzeug und dem Fahrer entstehen können. In einem Feldversuch betrachteten die Wissenschaftler der BASt zunächst den Einfluss der Verkehrsdichte auf die Übernahmeleistung des Fahrers. In Fahrversuchen auf Bundesautobahnen im Raum Köln/Bonn analysierten sie mögliche Sicherheitsrisiken bei der Übergabe der Fahraufgabe an die Fahrer. Diese ermöglichen eine erste Einschätzung bezüglich des Einflusses der Verkehrssituation. Anschließend untersuchten die Experten auf einer Teststrecke, ob sich eine vorausgehenden automatisierten Fahrt auf die Bewältigung unerwarteter Ereignisse im Anschluss an die erfolgreich abgeschlossene Übernahme auswirkt.

Das Projekt Pegasus hatte ein Gesamtbudget von 34,5 Millionen Euro. Es wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Rahmen des Programms "Neue Fahrzeug- und Systemtechnologien" mit 16,3 Millionen Euro gefördert. Die BASt war an den Teilprojekten 1 „Szenarienanalyse und Qualitätsmerkmale“ und 3 „Testen“ beteiligt.