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SENIORS

Hauptziel des Projekts ist die Verbesserung der sicheren Mobilität älterer Menschen durch Anpassungen im Bereich der passiven Fahrzeugsicherheit.

Durch die Aktivitäten im Bereich der Straßenverkehrssicherheit, konnte die Zahl der im Straßenverkehr Getöteten in den letzten Jahren in Europa um fast 50 Prozent reduziert werden. Auch ältere Menschen verunglücken seltener tödlich. Dennoch nimmt der Anteil älterer Menschen unter den Verkehrstoten stetig zu.

Das Bild zeigt das Logo des SENIORS Projekts

Der demographische Wandel stellt die Verkehrssicherheitsarbeit vor neue Herausforderungen. Diese stehen im Fokus des Projekts SENIORS (Safety ENhancing Innovations for Older Road userS). Hauptziel des Projekts ist die Verbesserung der sicheren Mobilität älterer Menschen durch Anpassungen im Bereich der passiven Fahrzeugsicherheit. Der Forschungsschwerpunkt liegt hierbei auf älteren und stark übergewichtigen Personen als Pkw-Nutzer, Fußgänger oder Radfahrer. Das erforderliche Verständnis für relevante Verkehrsunfallszenarien, Verletzungsmechanismen und -risiken ist hierbei zu entwickeln. Als Ergebnis sind Testwerkzeuge sowie Test- und Bewertungsverfahren zu implementieren.

SENIORS wird durch die Europäische Kommission im 8. Rahmenprogramm (Horizon 2020) finanziell gefördert. Das Projektvolumen beträgt rund 2,9 Millionen Euro. Das Projekt startete am 1. Juni 2015 und endet am 31. Mai 2018.

Projektstand

Anfang 2018 wurde eine Versuchsserie zum flexiblen Beinprüfkörper mit applizierter Fußgänger-Oberkörpermasse (FlexPLI-UBM) erfolgreich abgeschlossen. Mit dem FlexPLI-UBM und geänderter Testprozedur wird die Bewertung des Verletzungsrisikos der unteren Extremitäten von Fußgängern während des Unfalls mit einem Pkw entscheidend verbessert. So ist es erstmals möglich, auch Verletzungen des Oberschenkels in einem ganzheitlichen Test entsprechend vorherzusagen.

Der neue Test spricht insbesondere Fahrzeuge mit hohem Vorderwagen an. Fortan ist es möglich, die Außenbereiche an der Fahrzeugfront besser zu adressieren. Das FlexPLI-UBM soll nach Abschluss des Projekts in die Arbeiten der Euro NCAP-Arbeitsgruppe zum Fußgängerschutz einfließen und dort möglicherweise im Rahmen der Roadmap 20/25 den aktuellen Beinprüfkörper ersetzen.

Flexibler Beinprüfkörper mit applizierter Fußgänger-Oberkörpermasse

Projektmanagement

Die Koordination des Projekts erfolgt durch die BASt. Weitere Projektpartner sind Autoliv Development AB (Schweden), Ford-Werke GmbH (Deutschland), Fiat Chrysler Automobiles (Italien), Humanetics Europe GmbH (Deutschland), IDIADA Automotive Technology SA (Spanien), Ludwig-Maximilians-Universität München (Deutschland) und das Transport Research Laboratory Limited (Großbritannien). Ein besonderer Augenmerk wird zusätzlich auf die Kooperationen mit den USA (NHTSA, University of Virginia), Japan (NTSEL, JARI/JAMA) und Südkorea (KATRI) gelegt.

Die BASt ist in allen technischen Arbeitspaketen - Unfallforschung, Biomechanik, Entwicklung von Testwerkzeugen, -prozeduren und -bewertungen, Durchführung von Anprall- und Komponentenversuchen und numerischen Simulationen - sowie in den Arbeitspaketen zum Projektmanagement und zur Verbreitung der Ergebnisse involviert.

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