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Biodiversität und Artenvielfalt

Nachhaltiges Verkehrsnetz – zum Schutz der Artenvielfalt

  • Der Erhalt der Biodiversität ist ein wichtiges Ziel der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie und zentrale Voraussetzung zum nachhaltigen Umgang mit der Natur und unserer Umwelt.
  • Ein ausgebautes Verkehrsnetz ist eine Grundlage für Wachstum und Beschäftigung, die daraus folgende Landschaftszerschneidung beeinträchtigt jedoch natürliche Landschaftsräume und damit die Artenvielfalt.
  • Straßenbegleitflächen sind in unserer Kulturlandschaft oft die einzig verbliebenen wirtschaftlich ungenutzten Lebensräume für Flora und Fauna.
  • Die BASt entwickelt innovative Lösungen und Maßnahmen, um ein nachhaltiges Verkehrsnetz zukünftig umweltgerecht zu gewährleisten.

Intakte Ökosysteme mit einer natürlichen Vielfalt an Arten und Lebensräumen sind eine unverzichtbare Grundlage für die menschliche Existenz. Der Schutz und die nachhaltige Nutzung leistungsfähiger Naturhaushalte sind wesentliche Inhalte der Nachhaltigkeitsstrategie. Dem gegenüber steht der stark besiedelte Industriestaat Deutschland mit seinem gut ausgebauten Verkehrsnetz, das wirtschaftliches Wachstum, Beschäftigung und die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben gewährleistet, jedoch zum Teil mit Umweltbelastungen für Mensch, Fauna und Flora verbunden ist. Für eine nachhaltige Nutzung müssen daher zukunftsfähige Lösungen entwickelt werden, die unsere Mobilität langfristig sichern und gleichzeitig die Umwelt und Natur schonen.

Das Foto zeigt den begrünten Raum neben einer Straße

Das Straßennetz des überörtlichen Verkehrs (Bundesautobahnen, Bundesstraßen, Landesstraßen und Kreisstraßen) umfasst derzeit 229.270 Kilometer. Die Verringerung und Zerschneidung von Lebensräumen durch das Verkehrsnetz hat zu einer erkennbaren Verschlechterung noch vorhandener Lebensräume für Tiere und Pflanzen geführt und wird als eine der großen Gefahren für die biologische Vielfalt angesehen. Lebensräume werden durch die Barrierewirkung des Straßennetzes getrennt, nicht selten führt das zu einer Verinselung heimischer Tier- und Pflanzenpopulationen. Die zunehmende Verkehrsstärke und der Wildwechsel über Straßen hinweg bergen zudem die Gefahr von Wildunfällen. Hier entwickelt die BASt Lösungsansätze, um die zerschneidende Wirkung von Verkehrswegen und die Gefahr von Wildunfällen zu minimieren.

Straßenbegleitflächen sind darüber hinaus oft die einzig verbliebenen wirtschaftlich ungenutzten Lebensräume in unserer stark urbanen und landwirtschaftlich geprägten Kulturlandschaft. Sie bieten Rückzugsmöglichkeiten für Flora und Fauna und können einen Beitrag zum Schutz und zur Förderung der Biodiversität leisten. Gleichzeitig kommen viele invasive Arten bevorzugt auf Straßenbegleitflächen vor und werden durch Verkehrsträger weiter ausgebreitet. Die BASt erarbeitet innovative Maßnahmen, die im Zuge der Planung und Pflege von Straßennebenflächen durchgeführt werden können, um die Biodiversität zu schützen oder zu fördern und die Einbringung und Ausbreitung von invasiven Arten zu verringern.

Dr. Pia Bartels
Jan Sauer
Britta van Dornick
Referat „Umweltschutz“