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Mobilität sichern

Mobilität sichern – Umwelt schonen

  • „Mobilität sichern – Umwelt schonen“ ist einer der Indikatoren der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie.
  • Der Indikator wird im Rahmen der Strategie sowohl durch die Parameter des Endenergieverbrauchs als auch über Reisezeiten gemessen.
  • Zur Reduzierung des Endenergieverbrauchs im Güter- und Personenverkehr sind vielfältige Maßnahmen möglich, die weit über unmittelbare Maßnahmen an der Motorentechnik hinausgehen.

Mobilität ist eine wichtige Voraussetzung für wirtschaftliches Wachstum, Beschäftigung, Wohlstand und Lebensqualität. Die aktuell gute wirtschaftliche Situation Deutschlands in Europa basiert maßgeblich auch auf der hohen Mobilität von Menschen und Transportgütern. Mit der Öffnung der europäischen Märkte wird der Verkehr zunehmen und das Infrastrukturnetz deutlich stärker belastet. Gleichzeitig gehen vom Verkehr beachtliche Belastungen für Umwelt und die menschliche Gesundheit aus. Dabei wirken Lärm und zum Beispiel bodennahes Ozon unmittelbar, andere Emissionen wie CO2 aber auch langfristig und für künftige Generationen.

Sind die Verkehrsströme im jeweiligen Netz oder gar netzübergreifend bei verschiedenen Verkehrsträgern gestört, führt dies unmittelbar zu gesteigerten Belastungen der Volkswirtschaft und der Umwelt bis hin zu direkten Gefahren für die Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer. Zukünftig sollte sichergestellt werden, dass Mobilitätseinbußen weitestgehend vermieden werden. In der BASt werden kontinuierlich Verfahren und Prozesse weiterentwickelt, um Aspekte der Verkehrssicherheit bereits optimal in der Planungsphase zu berücksichtigen, das Arbeitsstellenmanagement zu optimieren und Instandhaltungsmaßnahmen zu beschleunigen und die Instandhaltungsintervalle zu verlängern.

Die Vernetzung und Automatisierung des Verkehrs kann entscheidend zur Verkürzung der Reisezeiten und zur Verbesserung der Verkehrssicherheit beitragen, indem Störstellen im Verkehrsnetz nicht nur über moderne kollektive Verkehrsleitsysteme, sondern auch direkt an potenziell betroffene Verkehrsteilnehmer oder an automatisierte Fahrzeuge gemeldet werden, welche vor Gefahren gewarnt werden und auf alternative Verkehrsrouten ausweichen können. Den zentralen Fragestellungen hinsichtlich der zusätzlichen Anforderungen an die bestehende Infrastruktur, welche sich aus der Vernetzung und Automatisierung ergeben, gehen die Beschäftigten der BASt in verschiedensten Forschungsprojekten und Gremien nach.

Im Zuge der Elektromobilität kann die Reduzierung des Endenergieverbrauchs durch den effizienten Nutzungsgrad der E-Motoren erreicht werden. In diesem Zusammenhang ist es jedoch von besonderer Bedeutung, dass die zur Mobilität genutzte Energie aus erneuerbaren Energiequellen stammt, um auch die Ziele zur Reduzierung der Erderwärmung sowie zur Senkung von Luftschadstoffen zu erreichen. Die Elektromobilität kann über Batterieantriebe erfolgen, die ein Ladesäulennetz erfordern. Es werden aber auch Konzepte wie Oberleitung und induktives Laden verfolgt. Für die Antriebsarten, die infrastrukturbedingte Investitionen erfordern, besteht ein entsprechend hohes Risiko von Fehlinvestitionen. Zur Förderung der Elektromobilität führt die BASt vergleichende Bewertungen der unterschiedlichen Ladetechniken hinsichtlich der Umsetzung für das BAB-Netz durch und gibt Empfehlungen zur sicherheitstechnischen und rechtlichen Einstufung neuer Elektrofahrkleinfahrzeuge.

Um eine sichere Mobilität auch bei steigenden Verkehrsleistungen zu gewährleisten, werden für schwächere Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger und Radfahrer, die insbesondere innerorts durch den zunehmenden Verkehr gefährdet sind, aber auch zur Verbesserung der Verkehrssicherheit auf Landstraßen Konzepte zur Optimierung der Verkehrssicherheit in der Planung und beim Betrieb von Straßenverkehrsanlagen entwickelt.

Durch eine frühzeitige Beteiligung der BASt bei innovativen Entwicklungsprozessen zur zukünftigen Mobilität wird eine fundierte Beratung des Bundesverkehrsministeriums hinsichtlich der Einführung neuer Technologien möglich. Die Rolle der BASt ist hier konzeptioneller Natur und fokussiert auf die Unterstützung bei der Schaffung von geeigneten Bedingungen durch das Bundesverkehrsministeriums, damit neue Technologien von den am Markt agierenden Akteuren erfolgreich und nachhaltig eingeführt und von den Nutzern sicher betrieben werden können.
Die Forschungen und Arbeiten der BASt unterstützen die Ziele der „Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie“ sowohl direkt als auch indirekt und stellen einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu einer nachhaltigen Mobilität dar.

Michael Rohloff
Abteilungsleiter „Straßenverkehrstechnik“