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Gesundheit und Verkehrssicherheit

Sichere Mobilität erhalten

  • Mobilität ist ein wichtiger Faktor für die Teilhabe am sozialen Leben.
  • Auch im Alter und bei Mobilitätseinschränkungen sollte eine eigenständige Mobilität so weit wie möglich erhalten werden.
  • Ärzte und Patienten benötigen fundierte Informationen zur sicheren Verkehrsteilnahme, um verantwortlich beraten und handeln zu können.

Die Agenda 21 zur nachhaltigen Entwicklung umfasst auch Schutz und Förderung der menschlichen Gesundheit. In Bezug auf die Verkehrssicherheit ist einerseits Mobilität als Grundbedingung für die Teilhabe am sozialen Leben zu ermöglichen, andererseits aber auch der Schutz der Öffentlichkeit vor Verkehrsteilnahme, die nicht ausreichend sicher stattfindet, zu gewährleisten. Gesundheitsaspekte sind hier insbesondere Alter, Krankheit und Medikamenteneinnahme.

Die BASt hat mit einer Vielzahl von Forschungsprojekten Aspekte der Mobilität in einer alternden Bevölkerung untersucht. Bei der Internationalen Konferenz „Ageing and Safe Mobility“, die 2014 in der BASt stattfand, wurden die Erkenntnisse der BASt vorgestellt und durch internationale Experten bestätigt. Entgegen oftmals geäußerten Befürchtungen stellen ältere Verkehrsteilnehmer kein hohes Verkehrssicherheitsrisiko für andere dar. Sie sind jedoch aufgrund ihrer höheren Verletzlichkeit selbst stark gefährdet, bei einem Unfall schwer verletzt oder getötet zu werden. Es ist daher wichtig, Informationen zur sicheren Verkehrsteilnahme für alle Verkehrsteilnehmergruppen, einschließlich ÖPNV, Radfahrer und Fußgänger, nicht nur bereit zu stellen, sondern auch aktiv zu verbreiten. Die Erhaltung der Mobilität trägt auch zur Erhaltung der Gesundheit bei.

Krankheit und Medikamenteneinnahme können die sichere Verkehrsteilnahme einschränken oder unmöglich machen. Andererseits kann eine erfolgreiche Therapie oftmals die Teilnahme am Verkehr erst (wieder)herstellen. Die von der BASt herausgegebenen, in Zusammenarbeit mit Expertengruppen erarbeiteten, „Begutachtungsleitlinien zur Kraftfahreignung“ sind rechtlich bindend und dienen als Grundlage bei der Begutachtung der Fahreignung. Sie sind aber auch eine wichtige Informationsgrundlage für Ärzte bei der Beratung ihrer Patienten.

Ärzte sind für ihre Patienten wichtige Ansprechpartner, auf deren Urteil vertraut wird. Zur Unterstützung der Verkehrssicherheitsberatung durch Ärzte hat die BASt verschiedene Materialien erarbeitet, die Ärzten unter anderm die Einschätzung möglicher sicherheitsrelevanter Einschränkungen ihrer Patienten erleichtern und Strategien für die Beratung vorschlagen.

Die BASt setzt sich weiterhin dafür ein, dass eine Kennzeichnung von Medikamenten in Bezug auf verkehrssicherheitsrelevante Wirkungen und Nebenwirkungen europaweit einheitlich und für Patienten leicht verständlich erfolgt. Hierfür hat das von der BASt geleitete EU-Projekt „DRUID“ (Driving under the Influence of Drugs, Alcohol and Medicines“ die fachlichen Grundlagen erarbeitet.

Dr. Martina Albrecht
Referatsleiterin "Fahreignung, Fahrausbildung, Kraftfahrerrehabilitation“