GSB 7.0 Standardlösung

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Ressourcenschonung

Unsere Aufgabe: Jedes Material optimal nutzen

  • Durch optimiertes Ressourcenmanagement wird jeder Rohstoff anforderungsgerecht genutzt.
  • Der Stoffkreislauf „Straße“ muss geschlossen sein.
  • Durch Lebenszyklusbetrachtung soll schon beim Bau ans Recycling gedacht werden und die Folgeeffekte minimiert werden.

Der Bausektor und damit auch der Straßenbau gehört in Deutschland zu den ressourcenintensivsten Wirtschaftssektoren, in dem große Mengen Rohstoffe eingesetzt werden. Rohstoffe sind die wesentlichen Produktionsfaktoren und bilden damit die Grundlage unseres Wohlstands. Sie sind aber endlich. Damit auch zukünftige Generationen noch Zugriffsmöglichkeiten auf wertvolle Rohstoffvorkommen haben, kann nachhaltige Bewirtschaftung nur bedeuten, die begrenzten Ressourcen so effizient wie möglich zu nutzen und Raum für technische Fortschritte und alternative Lösungen zu schaffen. Ein schonender und gleichzeitig nachhaltiger Umgang mit natürlichen Ressourcen wird zu einer Schlüsselkompetenz zukunftsfähiger Gesellschaften.

Gleichzeitig ist der Bauwerksbestand auch ein bedeutendes Lager von Rohstoffen, die nach Rückbau dem Recycling zugeführt werden können. Neben einer hohen funktionalen Qualität, die den steigenden Anforderungen der Infrastrukturnutzer gerecht wird, ist auch die Umweltverträglichkeit dieser Baustoffe und Bauteile zu betrachten.

Um die hohen Verwertungsquoten weiter zu steigern und die Entkopplung von Wirtschaftswachstum und steigenden Rohstoffentnahmen zu erreichen, bilden die folgenden Forschungsschwerpunkte die Zielstellung unseres Handelns.

Optimiertes Ressourcenmanagement

Jeder Rohstoff, dazu zählen auch die recycelten Baustoffe, muss optimal eingesetzt werden. Und zwar so, dass er die Anforderungen im Regelwerk, auch die des Grundwasser- und Bodenschutzes, beanspruchungsgerecht erfüllt. Höherwertige Rohstoffe dürfen nur für höherwertige Anforderungen zur Verfügung stehen, sodass es zu einer effizienten Nutzung aller zur Verfügung stehenden Rohstoffe kommt. Im ungebundenen Bereich des Straßenbaus mit besonders hohem Mengenpotenzial können durch den Einsatz von Recyclingbaustoffen und industriellen Nebenprodukten entsprechende Mengen natürlicher Rohstoffe geschont werden. Durch optimalen Materialeinsatz werden Transportwege und damit CO2-Belastungen reduziert.

Stoffkreislauf „Straße“

Die Baustoffkreisläufe müssen geschlossen werden. Sämtlich beim Straßenrückbau entstehenden Massen müssen möglichst hochwertig im Straßenbau wieder verwendet werden. Das Potenzial der Wertschöpfung bei der qualitativ möglichst hochwertigen Wiederverwendung von Ausbauasphalt und -beton ist noch nicht vollständig ausgeschöpft. Zu einer weiteren Steigerung der Verwertungsquote sind die Weiterentwicklungen der Asphaltkonzepte und die Steigerung der Qualität des Betonrezyklates notwendig. Baustoffe, die heute noch keiner hochwertigen Wiederverwendung zugeführt werden können, müssen möglichst rein im Bauwerk eingebaut werden. Durch technische Weiterentwicklung sollte dann beim nächsten Recycling ein höherwertiger Einsatz angestrebt werden.

Lebenszyklusbetrachtung

Heute werden Investitionsentscheidungen fast ausschließlich auf Basis der reinen Investitionskosten getroffen. Die Nachhaltigkeit, die Lebenszykluskosten und die Folgeeffekte werden bei diesen Entscheidungen derzeit kaum berücksichtigt. Dabei gilt es auch schon beim Bau ans Recycling und Re-Recycling zu denken. Straßenbauwerke müssen so konzipiert werden, dass in Zukunft beim Rückbau hochwertige Recyclingbaustoffe entstehen, die wieder in den Bau von Straßenbauwerken zurückfließen.

Dr. Christine Kellermann-Kinner
Referat „Erdbau, Mineralstoffe“