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Begutachtungszahlen bei MPU sinken wieder

02.08.2011, Nr.: 14/2011

Im Jahr 2010 wurden laut Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) 101.596 medizinisch-psychologische Untersuchungen (MPU) durchgeführt. Das sind rund vier Prozent weniger Begutachtungen als im Vorjahr. Gestiegen ist der Anteil der "geeigneten" Personen von 51 Prozent im Jahr 2009 auf knapp 54 Prozent.

Die Grafik zeigt die Anteile der Untersuchungsanlässe der medizinisch-psychologischen Untersuchungen im Jahr 2010. Pressemitteilung  14/2011Hochauflösendes Bild (jpeg, 560KB)Medizinisch psychologische Untersuchungen in Deutschland: Verteilung der Untersuchungsanlässe im Jahr 2010 (Abweichung von 100 Prozent durch Rundung, Quelle: Bundesanstalt für Straßenwesen).

Mit 54 Prozent sind Alkohol-Fragestellungen nach wie vor der häufigste Anlass für eine MPU. Der größte Anteil der zu begutachtenden Klienten fiel dabei erstmalig mit Alkohol auf (29 Prozent). Die zusammengefassten drogenbezogenen Untersuchungsanlässe "Drogen und Medikamente" bilden mit 20 Prozent die zweitgrößte Gruppe, gefolgt von "Verkehrsauffälligkeiten ohne Alkohol" (15 Prozent).

Das MPU-Gutachten bietet der Straßenverkehrsbehörde die psychologische und medizinische Grundlage für die Entscheidung, ob einer Person die Fahrerlaubnis zugesprochen wird oder nicht. Wird die Fahrerlaubnis nicht zugesprochen, kann der Betroffene diese nach einem festgesetzten Zeitraum erneut beantragen. Bei spezifischen Anlassgruppen kann er aufgrund des MPU-Gutachtens auch als nachschulungsfähig eingestuft werden und nach der Teilnahme an entsprechenden Kursen die Fahreignung wiedererlangen.

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Abdruck honorarfrei – Belegexemplar erbeten.

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